Das war Operation Karriere 2016 in Hamburg

Der Ärztemangel schafft für junge Mediziner eine nahezu grenzenlose Aus­wahl an Arbeitsmöglichkeiten. Darauf hat Burkhard Göke, seit gut einem Jahr Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), hingewiesen. Anlässlich des regio­nalen Nachwuchskongresses „Operation Karriere“ des Deutschen Ärzteverlags riet er jungen Ärzten, diese Chancen zu nutzen, aber zugleich Angebote auch zu hinterfragen.

Auf dem Kongress in Hamburg informierten sich etwa 320 Studierende und Berufsein­steiger über Studium, Karriereplanung, Bewerbung sowie Weiterbildungs- und Nieder­lassungs­möglichkeiten. Über Unterstützungsangebote der Ärztekammer Hamburg – insbesondere bezüglich einer Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin – informierte Monika Mangiapane von der Koordinierungsstelle zur Förderung der Allgemeinmedizin.

Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann (Redakteurin Deutsches Ärzteblatt)

Sie finden hier die Nachberichterstattung in Wort und Bild rund um den Operation Karriere Kongress in Hamburg, der am 17. Juni 2016 im Institut für Anatomie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stattfand.


PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.

PJ: Rechte, Pflichten, Status – welche Regeln gibt es?

Ärztliche Aufklärung: Dürfen PJl'er das?

Hier gelte, so Pestel: Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung ist Aufgabe des Arztes. Sie kann nur dann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem theoretischen und praktischen Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die durchgehende Anwesenheit des Arztes ist nicht erforderlich.  Dies gehe aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hervor.

Wer ist mein Chef im PJ?

Hierzu sagt § 3 Abs. 4 S. 3 ÄApprO:  […] unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes … zugewiesene ärztliche Verrichtung […]

Das bedeutet:  Alle Ärzte, insbesondere der zugeteilte Ausbildungsarzt, z.B. der Chefarzt. Das Weisungsrecht gelte hier nur in Bezug auf ärztliche Tätigkeiten, alle anderen Belange seien nicht geregelt, so Pestel.

Anrecht auf Vergütung?

Hier ist die Antwort: Nein! - Da aufgrund des Studentenstatus keine Verpflichtung zur Arbeit bestehe, bestehe gleichzeitig auch keine Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich „Vergütung“, so Pestel. In der Praxis seien 400 Euro monatlich wünschenswert, auch als geldwerte Vorteile. Dies werde von den Kliniken vertraglich verschiedenartig gelöst: Etwa in Form eines Mini-Job-Vertrages, aber auch über Werkstudentenverträge, Praktikumsverträge, etc. Meist sei hier jedoch von einer „Aufwandsentschädigung“ die Rede und nicht von einer Vergütung.

Philip Oeser, MIAMED GmbH

Was ein gutes PJ ausmacht, mit welchen Erwartungen man die drei Tertiale angehen sollte und wie man sein PJ selbst positiv gestalten kann, erklärte Philip Oeser von MIAMED auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Köln.

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Krankheits- und Urlaubstage? 

Dieser Punkt sei laut § 3 Abs. 3 ÄApprO genau geordnet, so Pestel. Innerhalb der gesamten PJ-Zeit von 48 Wochen dürften Medizinstudierende im PJ Fehlzeiten  maximal 30 Tagen aufweisen, inklusive Urlaub, Krankheitstagen und sonstigen Fehlzeiten.

Bei Überschreiten der 30 Tage aus wichtigem Grund kann die überlappende Fehlzeit grundsätzlich nachgeholt werden.  Bereits abgeleistete Teile des PJ sind nur dann anrechenbar, wenn sie nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Was passiert, wenn ich mich nicht an meine Pflichten halte?

Höchste Konsequenz sei in diesem Fall die Wiederholung bzw. nur teilweise Anrechnung des PJs, so Pestel. Die Entscheidung treffe hier die zuständige Stelle des Landes, laut § 3 Abs. 6 ÄApprO. In der Regel sei dies das Landesprüfungsamt.

Muss ich mich versichern?

Ein klares Muss für das PJ:  eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung. Dafür hat der PJ'ler Sorge zu tragen. Ein "Kann" sind Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung, anteilig von PJ'ler und Klinik zu tragen.

Was die Haftung des PJl'er für sein Handeln anbelangt, so hafte man nur für Schäden, die man als PJ'ler laut Kenntnisstand hätte vermeiden können. Darüber hinaus hafte der ausbildende Arzt aufgrund seiner Aufsichtspflicht bzw. der Krankenhaus-Träger, so Pestel. Dennoch sei eine eigene Haftpflichtversicherung sinnvoll. 

Quelle: "Auf der sicheren Seite? – Die rechtliche Stellung im PJ". Operation Karriere Kongress 2016 Hamburg, Vortrag von Dr. rer.nat. Galina Pestel, Medizinstudentin und Univertreterin der Studierenden des Hartmannbundes an der Universität Göttingen.