Niederlassung – ein Karriereschritt auch in der Chirurgie

Ist eine Niederlassung auch in der Chirurgie möglich? Darüber haben wir am 15. April 2021 im Online-Seminar mit Dr. Gabriele Sbrisny vom Verein "Die Chirurginnen e.V." gesprochen. Du konntest nicht dabei sein? Hier geht's zum Video auf YouTube.

Work-Life-Balance in der Chirurgie? In vielen Kliniken gilt das als Problem: Der Arbeitsalltag wird vom OP-Plan bestimmt und Nacht- und Wochenenddienste machen ein geregeltes Privatleben noch schwieriger. Viele entscheiden sich dann für andere Fächer wie Urologie oder Gynäkologie und gründen eine Praxis. Allerdings ist eine Niederlassung auch in der Chirurgie möglich und nicht nur eine Notlösung! Dr. Gabriele Sbrisny erklärt, dass die eigene Praxis ein Karriereschritt ist und worauf es dabei ankommt.

Dr. Gabriele Sbrisny ist Praxispartnerin in einer Gemeinschaftspraxis für Gefäßkrankheiten. Den Schritt in die Niederlassung hat sie nie bereut, weil ihr die eigene Praxis viele Freiheiten ermöglicht, die es in der Klinik nicht gibt: So kann sie sich ihre Mitarbeiter selbst aussuchen und ist freier in ihren Therapieentscheidungen. Im Online-Seminar von Operation Karriere berichtet sie aus ihrem Arbeitsalltag und gibt Tipps für den Start in die eigene Praxis.

Dieses Online-Seminar von Operation Karriere ist am 15. April 2021 in Zusammenarbeit mit dem Verein "Die Chirurginnen e.V." entstanden.

Antwort auf eure Fragen

Da wir aus Zeitmangel im Online-Seminar leider nicht alle Fragen beantworten konnten, die ihr uns im Chat gestellt habt, hat Dr. Gabriele Sbrisny nach der Veranstaltung noch einige Fragen schriftlich beantwortet.

Fragen an Dr. Gabriele Sbrisny

Dr. Gabriele Sbrisny: Mit abgeschlossener Weiterbildung kann man sich niederlassen.

Dr. Gabriele Sbrisny: Auch andere chirurgische Fachrichtungen eignen sich gut für eine Niederlassung, zum Beispiel Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie oder plastische Chirurgie.

Dr. Gabriele Sbrisny: Es fallen Kosten für Praxiseinrichtung, notwendige Renovierungen, Kauf des Kassenarztsitzes und Personal an (sicher immer noch der höchste Kostensatz). Dazu kommen Energiekosten beim Betrieb eines ambulanten OPs.

Dr. Gabriele Sbrisny: Ab wann sich eine Praxis amortisiert, kann man sich von der Bank ausrechnen lassen, ebenso wie die Laufzeit des Kredits

Dr. Gabriele Sbrisny: Der Aufwand ist eher gering. Ein wenig muß man schon rechnen können, man benötigt aber vor allem einen guten Steuerberater.

Dr. Gabriele Sbrisny: Auf jeden Fall, die Verdienstmöglichkeiten sind sicher von Fach zu Fach unterschiedlich und auch abhängig vom Standort, aber sicher sehr gut. Nach Abzug der Kosten ist das Einkommen besser als in einer Klinik (Oberarztstelle).

Dr. Gabriele Sbrisny: Ja wir erfüllen die Voraussetzungen, Medizinprodukte aufzubereiten.

Dr. Gabriele Sbrisny: Eine Anstellung im ambulanten Setting ist eine gute Möglichkeit, Praxisluft zu schnuppern. Diese Möglichkeit gibt es seit einigen Jahren immer häufiger.

Du hast noch Fragen rund um das Thema "Frauen in der Chirurgie" oder willst dich mit anderen Chirurginnen vernetzen?

Mehr Infos findest du unter www.chirurginnen.com

Kontakt: kontakt@chirurginnen.com

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