KVBB-Kampagne: "Ich bin Arzt in Brandenburg, weil..."

Brandenburg braucht dringend neue Ärzte: Fast jeder dritte Hausarzt ist 60 Jahre alt oder älter. Die Die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB) will daher mehr Nachwuchsärzte ins Land locken und lässt sich dafür einiges einfallen.

Unter anderem hat die KVBB jetzt eine neue Kampagne gestartet, in der echte Ärzte schildern, was den Job so attraktiv macht. In einem Satz erklären die Ärzte dazu, warum sie gern in Brandenburg arbeiten: "Ich bin Arzt in Brandenburg, weil ich hier genau das tun kann, wofür ich Arzt gworden bin", heißt es zum Beispiel von Dr. Mario Zerbaum, Facharzt für Allgemeinmedizin in Brandenburg an der Havel. Das Statement von Dr. Andreas Kind, Augenarzt in Falkensee, lautet: "Ich bin Arzt in Brandenburg, weil ich hier gerne Verantwortung übernehme und selbstbestimmt Menschen helfen kann."

Ein YouTube-Video erlaubt einen kurzen Blick hinter die Kulissen des Fotoshootings. Die sechs Motive sollen auf Anzeigen und Plakaten Lust darauf machen, sich in Brandenburg niederzulassen, und werden in der Fachpresse, in Online-Portalen und in den Medien der KVBB veröffentlicht.

„Die Kampagnenmotive zeigen die Kollegen authentisch in ihren eigenen Praxen. Sie stehen für eine erfolgreiche Niederlassung oder Anstellung als Haus- oder Facharzt und sagen mit ihren Worten, was die ambulante Tätigkeit in Brandenburg attraktiv macht“, erläutert MUDr./ČS Peter Noack, Vorstandsvorsitzender der KVBB, die Kampagne. „Unsere Kernbotschaft lautet: Es lohnt sich, als niedergelassener Arzt im Land Brandenburg zu leben und zu arbeiten. Die Ärzteschaft und die KVBB sind eine starke Gemeinschaft und stehen für die verlässliche ambulante Versorgung landesweit. Ich danke den Beteiligten ganz herzlich für ihr freiwilliges Engagement.“

Landpartie mit dem MHB-Mobil

Die KVBB unternimmt aber auch noch mehr, um ärztlichen Nachwuchs für die Arbeit im ländlichen Brandenburg zu gewinnen. So konnten sechs Studierende der Medizinischen Hochschule Brandenburg Mitte Oktober erstmals eine Tour in eine brandenburgische Kleinstadt unternehmen: Gruben in der Niederlausitz ludt die Nachwuchsmediziner zu Gesprächen mit dem Bürgermeister, Stadtverordneten und niedergelassenen Ärzten vor Ort ein.

Prof. Dr. Günter Fleischer, Vorsitzender des MHB-fördervereins, lobt die Aktion: "Mit dem Projekt bauen wir als Förderverein gemeinsam mit Partnern die notwendige Brücke zwischen den Studierenden, den Kommunen mit Bedarf an Ärzten und den dortigen Medizinern. Allein können auch wir das nicht schaffen." Und Noack ergänzt: "Es ist wichtig, dass auch die Brandenburger Kommunen selbst aktiv werden, um junge Kollegen für die ambulante Tätigkeit in ihrer Region zu begeistern. Weil man damit nicht früh genug beginnen kann, ist es gut, dass mit dem MHB-Mobil Kommunen und angehende Ärzte zusammenkommen.“

Im November fand eine weitere Tour nach Luckau im Spreewald statt weitere Fahrten sind geplant.

Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB)