Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Bakterien, die Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln, sind eine der großen medizinischen Herausforderungen. Der Chemiker Prof. Stephan Sieber (TU München) entwickelt mit seinem Team neue Strategien, um multiresistente Erreger zu bekämpfen. Im Interview erklärt Sieber, wie die neuen Wirkstoffe...

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Dr. Peter Niemann schreibt über seine Ausbildung zum Internisten sowie der Zeit danach, aber auch über die Skurrilität eines Arztlebens in den USA. Dieses Mal geht es darum, wie COVID-19 die ärztliche Normalität verändert hat.

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Künstliche Intelligenz (KI) wird in Zukunft in der Medizin eine große Rolle spielen – und den Ärztinnen und Ärzten in Notfallsituationen helfen, Zeit zu sparen. An der Uni Kiel wird derzeit ein digitaler Röntgenassistent entwickelt, der helfen soll, schnell die richtige Diagnose zu stellen.

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Im Zusammenhang mit der Coronapandemie hat die Digitalisierung der Medizin in Deutschland einen „erheblichen Schub“ erfahren. Diese Zwischenbilanz der vergange­nen Monate zog Klaus Reinhardt, Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK).

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Wissenschaftler der Universitäten Magdeburg und Aachen haben gemeinsam ein neues Register geschaffen, um die Daten von Notaufnahmen nutzbar zu machen. Davon profitieren vor allem das Robert-Koch-Institut (RKI) und der Öffentliche Gesundheitsdienst.

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Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist nun online. Aber was kann die App, wie funktioniert sie und wie steht es mit dem Datenschutz? Wir haben die wichtigsten Infos für euch zusammengefasst.

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Wenn Politik auf Virologen hören kann, warum dann nicht auch auf Klimawissenschaftler?, fragt Eckart von Hirschhausen. Im Interview spricht er über sein Erweckungserlebnis zum grünen Botschafter, über Betriebswirtschaftler im Krankenhaus und seine Karrierepläne als Medizinstudent.

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Kinder- und Jugendpsychiatrie

Auch wenn man als "fertiger" Mediziner dank des Fachkräftemangels in einer lukrativen Ausgangsposition ist, gibt es in manchen Facharztrichtungen mehr Mitbewerber als in anderen. Ärzte dieser acht Fachrichtungen sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt am begehrtesten.

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Auch während der Coronapandemie reißt die Kette von gewaltsamen Angriffen gegen Ärzte, Pflegepersonal und andere Gesundheitsberufe nicht ab. Darauf weisen der Weltärztebund (World Medical Association, WMA), das International Council of Nurses und die Organisation Physicians for Human Rights in einem aktuellen...

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"Dass wir in einer psychosozialen Belastungssituation schlecht schlafen, ist normal", sagt Prof. Dr. Peter Young, Chefarzt der Neurologie im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark. Hier gibt er wichtige Tipps für die Therapie von Patienten mit Schlafproblemen.

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Die Corona-Krise hat die Arbeit an Kliniken stark verändert: Geplante Operationen wurden ausgesetzt und Intensivstationen für COVID-19-Patienten vorbereitet. Aber wie wirkt sich das auf die Arbeitssituation von Ärzten aus? Eine aktuelle Befragung des Marburger Bundes gibt Auskunft.

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Die Charité unterstützt andere Berliner Kliniken dabei, COVID-19-Patienten intensivmedizinisch zu betreuen. Das Besondere: Um täglich Visiten an verschiedenen Kliniken durchführen zu können, werden die Fachärzte per Roboter zugeschaltet.

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Tankred Stöbe will etwas Sinnvolles tun, sich mit den existenziellen Fragen des Lebens beschäftigen, mit Geburt, Leid und Tod. Das hat ihn bewogen Arzt zu werden, und es treibt ihn an, immer wieder aufzubrechen, um Menschen in Kriegs- und Krisenregionen medizinische Hilfe zu leisten.

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Die Reformkommission der Stiftung Münch hält drei neue Berufsbilder im Ge­sundheitswesen für nötig, um die Digitalisierung im Gesundheitssystem zu implementie­ren und so die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern: Eine Fachkraft für digi­tale Gesundheit, einen Prozessmanager und einen...

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Weltweit ist es derzeit eine der größten Sorgen, dass es nicht genug Beatmungsgeräte für alle schweren COVID-19-Fälle geben könnte. In Marburg haben Forscher jetzt zwei unterschiedliche Konzepte für einfache Beatmungsgeräte entwickelt.

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Der Arztberuf ist für Kathrin Baumgartner Berufung. Das war ihr bereits während des Medizinstudiums klar. Jetzt war die junge Kinderärztin drei Jahre lang für die Hilfsorganisation Cap Anamur in den Nuba-Bergen im Sudan im Einsatz und wurde für ihr Engagement ausgezeichnet.

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Forscher der Harvard School of Public Health in Boston haben errechnet, dass eine zweite Erkrankungswelle mit Covid-19-Patienten nur verhindert werden kann, wenn das öffentliche Leben bis ins Jahr 2022 eingeschränkt bleibt.

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Jan Falkenberg hat vor einigen Wochen den Sprung in die Telemedizin gewagt. Er profitiert nicht nur von einer gestiegenen Akzeptanz der Bundesbürger für eine Online-Sprechstunde, sondern auch von kostenlosen Angeboten der IT-Anbieter.

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Was passiert, wenn es in einem Krankenhaus nicht genug Beatmungsgeräte gibt? Hier kommt die "Triage" ins Spiel. Was das bedeutet, erklärt im Interview Dr. Tankred Stöbe von „Ärzte ohne Grenzen“. Er musste bei seinen Einsätzen oft entscheiden, welche Patienten behandelt werden – und welche nicht.

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Weder Baumwollmasken noch chirurgische Masken sind eine sichere Barriere für SARS-CoV-2, wenn ein Patient mit COVID-19 hustet. Dies zeigen aktuelle Experimente in den Annals of Internal Medicine.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.