Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Im November wird sich der Deutsche Bundestag mit den Grenzen des ärztlichen Handelns befassen. Die aktuelle Ausgabe von "Medizin Studieren" zeigt einen Überblick über die Positionen in der aktuellen Diskussion.

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Klinische Studien

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Ende Juni 2015 ihre Empfehlungen zur „Weiterentwicklung der Klinischen Forschung an der deutschen Universitätsmedizin in den Jahren 2015 – 2025“ verabschiedet. Priorität haben darin gezielte und langfristige Investitionen in Infrastruktur und Personal,...

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Neuer OP-Saal an der Charité

Seit Anfang Oktober 2015 verfügt die Charité – Universitätsmedizin Berlin über fünf modernisierte Operationssäle am Campus Benjamin Franklin (CBF). Darunter auch ein Hybrid-OP, der mithilfe bildgebender Verfahren die Präzision gefäßchirurgischer sowie kardiologischer Eingriffe weiter verbessern soll.

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Ärzte auf dem Land

In ländlichen und strukturschwachen Regionen droht ein Ärztemangel. Der Gesetzgeber hat den Kassenärztlichen Vereinigungen Instrumente an die Hand gegeben, die Niederlassung zu fördern. Die KV Westfalen-Lippe meldet erste Erfolge.

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Die in­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum ist oft un­zu­rei­chend. Mit ihrem Modellprojekt "Tele-Intensivmedizin" will das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Würzburg dies in Zukunft verbessern.

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Die Universitätsmedizin Mainz veranstaltet am 17. September 2015 eine Podiumsdiskussion zum Thema Klinische Studien. Die für den medizinischen Fortschritt nötigen, aber oft sehr kritisch beäugten Untersuchungen sollen aus vielen verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

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Blogger gesucht

Sind Sie gerade neu an der Klinik? Haben Sie vor, eine spannende Auslandsfamulatur zu absolvieren? Oder möchten Sie Ihre Mitstreiter an Ihrem Uni-Alltag teilhaben lassen? Wir bieten Ihnen eine Plattform: Jetzt Blogger auf www.operation-karriere.de werden!

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Anfang Juli fand im Klinikum rechts der Isar der Vierte Klinische Ethiknachmittag statt. Zum Thema "In­ter­kul­tu­relle Be­geg­nung­en in der Krank­heit" erörterten die Referenten Probleme, die sich aus dem Auf­ein­an­der­treffen der Ange­hörigen ver­schie­de­ner Kul­turen und Reli­gionen ergeben.

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Das Universitätsklinikum Heidelberg veranstaltet seit 2013 mehrfach im Jahr Vorlesungen zu speziellen Themen unter dem Titel „Medizin am Abend“. Zielgruppe der Reihe sind Laien, aber je nach Thematik kann die Vorlesung auch für Medizinstudenten interessant sein.

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Fröhlichkeit, Spaß und positive Gedanken haben Einfluss auf kranke Menschen. Auf vielen Kinderstationen werden sogenannte Klinikclowns eingesetzt. Die Unimedizin Greifswald und die Humboldt-Universität zu Berlin starten eine Pilotstudie, um den medizinischen Nutzen der Humortherapie nachzuweisen.

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Den 3. Operation Karriere-Kongress in München eröffnete Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Präsident der Bayerischen Landesärztekammer mit einer Rede an die Kongress-Teilnehmer. Hier finden Sie seine Rede zum Nachlesen.

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Podiumsdiskussion zu Frauenkarrieren in Hamburg

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 63 Prozent der Medizinstudenten in Deutschland sind Frauen - die Zukunft der Medizin ist weiblich. Ob dies allerdings auch für Karrieren in der Medizin gilt, darüber diskutierten in Hamburg bekannte und vor allem erfolgreiche Medizinerinnen.

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OP im Klinikum rechts der Isar, München

Wenn zwei Organisationen, Firmen oder Vereine in der gleichen Stadt ansässig sind und das gleiche Ziel verfolgen, ergibt sich in den meisten Fällen eine Rivalität. Anders ist es bei den beiden Universitätskliniken in München. Beide verfolgen gemeinsam das gleiche Ziel.

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Zum Kongress-Auftakt von Operation Karriere 2015 in Hamburg richtete Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages und Präsident der Ärztekammer Hamburg Grußworte an die Teilnehmer.

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Dr. House Vorlesung Prof. Mang

Emergency Room, Grey's Anatomy, Scrubs und Co - im Fernsehprogramm gibt es unzählige Arztserien. Doch wie viel Realität steckt in einem TV-Format? Können die Patientenfälle für Medizinstudierende nicht nur eine Abwechslung vom Alltag bedeuten, sondern auch lehrreich sein?

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Gespräch zwischen Arzt und Patient

Als Medizinstudent und angehender Arzt lernt man über die gesamte Dauer der Ausbildung, sich medizinisch-fachlich korrekt auszudrücken. Dies ist notwendig, um sich mit Kollegen über Befunde, Diagnosen und Therapien auszutauschen. Patienten können jedoch mit dem „Ärztelatein“ nichts anfangen.

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Auszeichnung der Charité – Universitätsmedizin Berlin für Förderung von Frauenkarrieren: Vierter Platz beim Frauen-Karriere-Index des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBF)

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin belegt im Frauen-Karriere-Index des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBF) den vierten Platz. Der Index würdigt die Maßnahmen der Berliner Universitätsmedizin zur Förderung von Frauen in Führungspositionen.

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Katharina Totz von Ärzte ohne Grenzen spricht auf dem Operation Karriere Kongress in Frankfurt über humanitäre Hilfe in Krisengebieten

Humanitäre, medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten, Sprachrohr für die Menschen und darüber hinaus eine spannende Erfahrung. Ärztin Katharina Totz erklärte beim Operation Karriere-Kongress in Frankfurt, was hinter der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" steckt.

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Was ist das Besondere an der Tätigkeit als niedergelassener Arzt? Welche Vor- und Nachteile gibts es zur Anstellung in einer Klinik? Dr. med. Martina Teja über die Arbeit in der eigenen Praxis, Möglichkeiten und Hürden.

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Der Impulsvortrag eröffnet traditionell die Operation Karriere-Kongresse. Im Dezember 2014 in Berlin legte die Prodekanin für Studium und Lehre an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, dar, was aus ihrer Sicht den Traumberuf Arzt ausmacht und was man erwarten muss.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.