Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der bei den Lan­des­ärz­te­kam­mern gemeldeten Ärzte in Deutschland auf 536.940 gestiegen. Das sind 2,1 Prozent mehr als 2019, wie aus der Statistik der Bundes­ärzte­kammer hervorgeht. Der Anteil der Ärztinnen ist weiter gestiegen und liegt bei 48,1 Prozent.

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In immer mehr Städten in Deutschland gibt es Post-COVID-Sprechstunden, in die Menschen kommen, die lange an einer Coronavirus-Infektion leiden. Prof. Dr. Kathrin Reetz berichtet im Interview, warum sie als Neurologin die Sprechstunde an der RWTH Aachen leitet.

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Der Internist Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. Im Beitrag schildert er, warum er eine kommende Inflation für möglich hält.

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Das Brustzentrum der Kliniken Essen-Mitte ist eines der größten in Deutschland. Interview mit dem Direktor des Brustzentrums Prof. Dr. Sherko Kümmel über Heilungserfolge und Anforderungen an Bewerber.

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Impfungen gelten derzeit als die beste Möglichkeit, das Corona-Virus zu stoppen. Doch obwohl der medizinische Nutzen des Impfens wissenschaftlich gut belegt ist, bleiben viele Menschen skeptisch. Dr. Jan Leidel, ehemaliger Vorsitzender der STIKO, gibt im Interview Tipps, wie Ärztinnen und Ärzte Impfkritikern...

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Die Corona-Krise hat die Digitalisierung vorangetrieben – auch in der Medizin. Eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt jetzt: Deutschlands Ärzteschaft ist bei diesem Thema tief gespalten. Alle Ergebnisse in der Bildergalerie.

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Der Marburger Bund (MB) hat die geplanten neuerlichen Bonuszahlungen für Pflegekräfte be­grüßt, diese aber auch für besonders belastete Klinikärzte gefordert.

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Wie zufrieden sind Ärztinnen und Ärzte mit ihrem Leben? Diese Frage beantwortet der Medscape Physician Lifestyle & Happiness Report Jahr für Jahr. Die Zahlen für 2021 sind allerdings etwas anders: An ihnen lassen sich die Auswirkungen der Pandemie ablesen. Die Ergebnisse gibt es in der Bildergalerie.

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Immer mehr Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland sind in deutschen Krankenhäusern beschäftigt. Doch wie steht es eigentlich um die interkulturelle Zusammenarbeit? Alyssa Wolf hat sich in ihrer Masterarbeit mit dem Thema beschäftigt.

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Impfstoffe sind da, aber noch haben wir einige harte Monate vor uns. Wie steht es um die seelischen Belastungen des medizinischen Personals? Wir sprachen mit Prof. Felix Walcher, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikum Magdeburg, Dr. Susanne Heininger, Geschäftsführerin von PSU Akut...

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Bei empathischen Menschen arbeiten bestimmte "Hauptnetzwerke" im Gehirn besonders gut. Dies haben Forscher des Leipziger Max-Planck-Insituts (MPI) in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Kollegen aus Oxford herausgefunden.

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Gestern haben Fans von Donald Trump das Kapitol gestürmt. Die Wahl des designierten Präsidenten Joe Biden wollen sie nicht anerkennen. Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. Im Beitrag schildert er, warum Ärzte und Ärztinnen vermutlich wenig zum Wahlsieg von Biden beigetragen haben.

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2021 gibt es zahlreiche Neuerungen im Gesundheitswesen. Dazu gehören die Verbesserung der Personalsituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen, die finanzielle Entlastung von Betriebsrentnern und der Ausbau der Präventionsleistungen durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV).

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Wenn man Medizin studiert, tut man das in der Regel, um Arzt zu werden. Erst Recht, wenn man sogar das Examen besteht. Diese zehn prominenten Mediziner haben den Arzttitel erworben und sich dann trotzdem für eine andere Karriere entschieden.

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Eine Mehrheit der Deutschen will die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen über Weihnachten beachten. Dies ergab eine Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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Manchmal ist da dieser Patient, der einen nicht loslässt: Weil er den eigenen Blick auf die Medizin verändert oder weil man ihn einfach besonders sympathisch findet. Der Onkologe PD Dr. Jens Ulrich Rüffer hat gemeinsam mit seinem Freund und ehemaligen Patienten Michael Lohmann ein Buch über besondere...

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Dr. Peter Niemann schreibt über seine Ausbildung zum Internisten sowie der Zeit danach, aber auch über die Skurrilität eines Arztlebens in den USA. Dieses Mal berichtet er, warum in den USA überproportional viele junge Erwachsene sterben.

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Die Heilkunde im Spätmittelalter hat auf den ersten Blick nur wenig mit der High-Tech-Medizin im 21. Jahrhundert zu tun. Doch gerade das fasziniert die Hausärztin Dr. Eva-Isabel Schmid: Sie ist tief in die Vergangenheit der Medizin eingetaucht und hat einen historischen Roman über den mittelalterlichen Arzt...

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Das Operationssystem Da Vinci ist im Klinikalltag angekommen. In über 100 Kliniken wird es bereits eingesetzt. Auch Assistenzärzte sind oft Teil des Teams.

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Die Helios Endo-Klinik Hamburg ist das größte Endoprothetik-Zentrum Deutschlands. An keiner anderen Kliniken werden mehr künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Wie es der Fachklinik in der Pandemie geht, erklärt Klinikchef Prof. Dr. med. Thorsten Gehrke im Interview.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.