Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Ärztinnen und Ärzte kümmern sich täglich um die Gesundheit anderer. Dabei zeigen Studien, dass ihr Umgang mit der eigenen Gesundheit nicht unbedingt als Vorbild taugt: Sie suchen nur ungern Kollegen auf, treiben nicht genug Sport und haben obendrein noch eine Arbeit mit hoher Arbeits- und Stressbelastung.

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Das Brustzentrum der Kliniken Essen-Mitte ist eines der größten in Deutschland. Ein Interview mit dem Direktor des Brustzentrums Prof. Dr. Sherko Kümmel über Heilungserfolge und Anforderungen an Bewerberinnen und Bewerber.

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Als Palliativmediziner betreut Dr. Matthias Gockel schwerkranke Menschen am Ende ihres Lebens. Er berichtet aus seinem Arbeitsalltag und gibt Tipps, die Berufseinsteigern den Umgang mit Tod und Sterben erleichtern.

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Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In seinem aktuellen Beitrag verweist er auf eine große Umfrage in den Vereinigten Staaten. Viele Ärzte und Pflegekräfte sind ausgebrannt.

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Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In seinem aktuellen Beitrag geht es darum, wer in den USA eigentlich noch Maske trägt – und in welchen Situationen.

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Er hat mit seinen 46 Jahren schon viel erlebt: Dr. Martin Leitl war in Afrika und Afghanistan, fliegt als Notarzt im Rettungshubschrauber, ist Bergführer und war schon sechsmal in der Antarktis. Porträt eines etwas anderen Mediziners.

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Die Akupunktur ist eine alternative Behandlungsmethode, die sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. Wie die Weiterbildung abläuft und welche Voraussetzungen es dafür gibt, erfährst du im Beitrag.

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Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatz-Bezeichnung Flugmedizin betreuen Menschen, die in der Luft- und Raumfahrt tätig sind. Wie die Zusatz-Weiterbildung abläuft und welche Voraussetzungen es gibt, erfährst du im Beitrag.

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Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In diesem Beitrag stellt er jene zehn Ärztinnen und Ärzte in den Vereinigten Staaten mit dem höchsten Gehalt vor.

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Dr. Anja Theisen arbeitet im medizinischen Ambulanz-Service der ADAC-Zentrale in München. Das bedeutet: Büro statt OP-Tisch. Per Telefon sowie durch Auswertung medizinischer Befunde via E-Mail checkt sie die Qualität der Behandlung von ADAC Mitgliedern im Ausland und organisiert deren Rückholung. Das sei auch...

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Das Thema Sterben wird in unserer Gesellschaft häufig verdrängt, obwohl der Tod eigentlich ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist. Der Palliativmediziner Dr. Matthias Gockel hat ein Buch darüber geschrieben, warum wir einen anderen Umgang mit dem Tod brauchen – und was das konkret für die Medizin...

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Wer sich auf den Bereich Palliativmedizin spezialisiert, betreut schwerkranke Menschen am Ende ihres Lebens. Wie die Zusatz-Weiterbildung abläuft und wie lange sie dauert, erfährst du im Beitrag.

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Mehr als 1.300 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland tragen die Zusatzbezeichnung "Schlafmedizin". Sie arbeiten beispielsweise in Schlaflaboren. Wie die Zusatz-Weiterbildung abläuft und welche Voraussetzungen es dafür gibt, erfährst du im Beitrag.

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Welchen Einfluss haben Bewegung und Sport auf die Gesundheit? Dieser Frage gehen Sportmediziner und Sportmedizinerinnen nach. Sie versorgen außerdem sportlich aktive Menschen medizinisch – von der Jugend-Handballmannschaft zum Olympia-Team. Wie die Weiterbildung abläuft und welche Voraussetzungen es dafür...

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Arzt hält rote Schleife. Welt-AIDS-Tag

Seit mehr als 30 Jahren betreut der Berliner Hausarzt Michael Latzke HIV-Infizierte. Er erzählt, was das heute für seinen praktischen Alltag bedeutet und informiert über neue Gefahren.

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Dr. med. Gabriele Sbrisny ist Chirurgin in einer Praxisklinik für Gefäßkrankheiten. Mit einem iPad führt sie uns durch ihre Praxis und lässt uns hinter die Kulissen schauen.

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Home Office ist inzwischen in vielen Berufen möglich. Aber in der Chirurgie? Dr. Kristina Götzky erklärt, welche Aufgaben sich auch zu Hause erledigen lassen und wie sie Familie und Beruf so besser vereinbaren kann.

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Klinik oder Praxis? Dass es noch andere Arbeitsplätze für Ärztinnen und Ärzte gibt, zeigte Nikolas Spindler in seinem Workshop auf dem Operation Karriere Kongress am 13. November in Köln. Er berichtete aus dem Arbeitsalltag in einem Pharmaunternehmen.

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Ein Einsatz bei "Ärzte ohne Grenzen" ist für viele Ärztinnen und Ärzte eine gute Möglichkeit, außerhalb des deutschen Gesundheitssystems Gutes zu tun und Menschen in Notsituationen Hilfe zu leisten. Wie ein Einsatz abläuft und wer sich bewerben kann, erklärte die Gynäkologin Dr. Christina Matsingou beim...

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Vor 50 Jahren noch schrieb man sich Briefe und benutzte Landkarten zur Orientierung. Heute tragen wir smarte Uhren und morgen lassen wir uns vielleicht schon von Kontaktlinsen navigieren. Und auch in der Medizin macht sich die Digitalisierung bemerkbar. PD Dr. Dr. Alexander Zink, Charlotte Steiner und...

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.