Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Arzt hält rote Schleife. Welt-AIDS-Tag

Seit mehr als 30 Jahren betreut der Berliner Hausarzt Michael Latzke HIV-Infizierte. Er erzählt, was das heute für seinen praktischen Alltag bedeutet und informiert über neue Gefahren.

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Dr. med. Gabriele Sbrisny ist Chirurgin in einer Praxisklinik für Gefäßkrankheiten. Mit einem iPad führt sie uns durch Ihre Praxis und lässt uns hinter die Kulissen schauen.

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Home Office ist inzwischen in vielen Berufen möglich. Aber in der Chirurgie? Dr. Kristina Götzky erklärt, welche Aufgaben sich auch zu Hause erledigen lassen und wie sie Familie und Beruf so besser vereinbaren kann.

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Klinik oder Praxis? Dass es noch andere Arbeitsplätze für Ärztinnen und Ärzte gibt, zeigte Nikolas Spindler in seinem Workshop auf dem Operation Karriere Kongress am 13. November in Köln. Er berichtete aus dem Arbeitsalltag in einem Pharmaunternehmen.

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Ein Einsatz bei "Ärzte ohne Grenzen" ist für viele Ärztinnen und Ärzte eine gute Möglichkeit, außerhalb des deutschen Gesundheitssystems Gutes zu tun und Menschen in Notsituationen Hilfe zu leisten. Wie ein Einsatz abläuft und wer sich bewerben kann, erklärte die Gynäkologin Dr. Christina Matsingou beim...

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Vor 50 Jahren noch schrieb man sich Briefe und benutzte Landkarten zur Orientierung. Heute tragen wir smarte Uhren und morgen lassen wir uns vielleicht schon von Kontaktlinsen navigieren. Und auch in der Medizin macht sich die Digitalisierung bemerkbar. PD Dr. Dr. Alexander Zink, Charlotte Steiner und...

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Nicht immer stimmen Ärzte- und Patientenwillen überein, manchmal weil Informationen untergehen, manchmal weil Mediziner nicht aufgeben wollen. Prof. Dr. Fred Salomon, Intensivmediziner, Theologe und Ethiker gibt Ratschläge, wie man ein „ethisches Klima“ schaffen kann – und nennt berührende Beispiele, auch aus...

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Das Operationssystem Da Vinci ist im Klinikalltag angekommen. In vielen Kliniken wird es bereits eingesetzt. Auch Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sind oft Teil des Teams.

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Digitale Tools sind für die Ärzteschaft wie für die Pflegenden vielfach noch ungewohnt. Ihr Nutzen erschließt sich nicht immer auf den ersten Blick. Dr. Friedrich Overkamp und Emre Basar blicken für uns auf die Entwicklungen, die in der Onkologie die klinische Praxis in hohem Maße verändern werden.

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Wie genau kann man sich die Sprechstunde hinter Gittern vorstellen? Dr. Georg Schwarzer, der in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rohrbach im rheinland-pfälzischen Wöllstein rund 450 männliche wie weibliche Gefangene betreut, berichtet aus seinem Alltag.

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Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. Dort gibt es inzwischen Drittimpfungen gegen SARS-CoV2 - allerdings nicht für alle. Wie die Ärztinnen und Ärzte damit umgehen, schildert Niemann im Beitrag.

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Auch Ärztinnen und Ärzte brauchen mal eine Auszeit. Bisher beantragen nur wenige ein Sabbatjahr, doch es hat durchaus seine Vorteile. Welche Modelle es dabei gibt und was du sonst beachten musst, erfährst du im Beitrag.

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Dr. Umeswaran Arunagirinathan

Dr. Umes Arunagirinathan, Herzchirurg aus Bremen, übt heftige Kritik am deutschen Gesundheitssystem und liefert gleichzeitig pragmatische Lösungsvorschläge. Sein Buch „Der verlorene Patient“ kam auf die „Spiegel“-Bestsellerliste und sorgt seitdem für Zündstoff.

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Nahaufnahme der Vereinigten Staaten auf einem Globus

Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In diesem Beitrag erläutert er, warum die US-amerikanische Gesellschaft in diesem Jahr das erste Mal seit hundert Jahren schrumpfen könnte.

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Weiblicher Data Scientist mit Brille

In den vergangenen Jahren haben sich die Aufgaben und Abläufe im Krankenhaus verändert. Welche Berufe sind in den letzten Jahren im Krankenhaus neu hinzugekommen und welche Funktion erfüllen sie? Eine Übersicht.

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Ein Jahr lang auf Weltreise gehen und nicht an die Klinik denken? Viele Ärztinnen und Ärzte können sich inzwischen vorstellen, ein Sabbatical zu nehmen. Dr. Luisa Rüter und Dr. Johannes Jansen haben diesen Traum wahr gemacht. Im Beitrag berichten sie von ihren Erfahrungen.

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Nahaufnahme der Vereinigten Staaten auf einem Globus

Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In diesem Beitrag erklärt er, dass es zwei Arten der Notfallversorgung gibt: Die Versorgung vor Ort und den schnellen Abtransport. Er bevorzugt ersteres, aus eigener leidvoller Erfahrung.

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Thermometer an einer Apotheke in Italien zeigt 40°C

Die Folgen der Erderwärmung werden immer spürbarer, auch im eigenen Lebens- und Berufsalltag. Welche begegnen Ärztinnen und Ärzten bereits heute? Was wird noch kommen? Und: Gibt es Hoffnung? Der Mediziner Florian Schulte, der sich seit Jahren für den Klimaschutz engagiert, berichtet über Gefahren, aber auch...

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Frederik Schramm

Der Urologe Frederik Schramm arbeitet dort, wo andere – wenn überhaupt – nur Urlaub machen: Er ist mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern auf die französische Tropeninsel La Réunion im Indischen Ozean ausgewandert. Im Beitrag berichtet er von seinen Erfahrungen.

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Prof. Dr. med. Thomas Kapapa

Ob bei „Galileo“ oder in der SWR-Reihe „Mensch Leute": Seit einigen Monaten ist Professor Thomas Kapapa öfter im Fernsehen zu sehen, der Neurochirurg im Rollstuhl. Wir werfen einen Blick auf ihn und seine Arbeit. Ein Porträt.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.