Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: Es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: In unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Obduktionen, Gutachten, Mordprozesse: Was machen Rechtsmediziner und -medizinerinnen eigentlich den ganzen Tag? Was ist Routine, was echt spannend? Und: Haben sie auch Zeitdruck? Prof. Marcel Verhoff, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, berichtet aus der Praxis.

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Ein gutes Miteinander ist die beste Quelle für Resilienz – gerade in der Notaufnahme. Mitentscheidend dafür sind Tonfall & Co. gegenüber Patientinnen und Patienten, Angehörigen, aber auch untereinander. Der Diplompsychologe Gottfried Müller und die Pflegewissenschaftlerin Hie-Sun Yang geben einen Einblick in...

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In Zeiten des demografischen Wandels, Fachkräftemangels und einer immer schwieriger werdenden medizinischen Versorgung ländlicher Regionen tun neue Versorgungskonzepte Not. Die Landesregierung NRW hat das virtuelle Krankenhaus VKh.NRW initiiert. Das VKh.NRW bietet für den ärztlichen kollegialen Austausch...

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Wenn man Medizin studiert, tut man das in der Regel, um Arzt zu werden. Erst Recht, wenn man sogar das Examen besteht. Diese zehn prominenten Mediziner haben den Arzttitel erworben und sich dann trotzdem für eine andere Karriere entschieden.

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Was müssen zukünftige Rechtsmedizinerinnen und -mediziner mitbringen? Vor allem Neugier, sagt Prof. Marcel Verhoff. Denn oft muss man richtig tüfteln. So kann ein winziger Fleck ein Indiz für ein Verbrechen sein – zum Beispiel bei den „Kissen-Morden“. Überhaupt machen Überraschungen, Teamwork und Kreativität...

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Vorurteile über Anästhesistinnen und Anästhesisten gibt es viele: Sie haben einen Retterkomplex, telefonieren immer und trinken viel Kaffee. Aber stimmt das? Und wie sieht der Arbeitsalltag in der Anästhesie und Intensivmedizin wirklich aus? Darüber sprach Dr. med. Jens Soukup, Chefarzt der Anästhesie und...

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Corona, Ukraine-Krieg, die steigende Inflation – derzeit reiht sich eine Krise an die andere. Das macht den Menschen zu schaffen und belastet sowohl ihre körperliche als auch seelische Gesundheit. Das lässt auch Ärztinnen und Ärzte nicht kalt, die die Folgen im beruflichen Alltag zu spüren bekommen, während...

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Mikroskopieren Pathologen nur den ganzen Tag? Und wie viel Realität steckt eigentlich in den Pathologen, die man aus Film und Fernsehen kennt? Auf all das und noch mehr hatte Dr. Edward Michaelis auf dem Operation Karriere-Kongress in Berlin am 3. Dezember die passenden Antworten.

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Orthopädie und Unfallchirurgie

Insgesamt 14.126 Ärzte und Ärztinnen haben im letzten Jahr ihren Facharzttitel erworben. In welchem Fachbereich ist die Zahl an neuen Fachärzten am höchsten? Hier die TOP 10 der Facharzttitelanerkennungen 2021.

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Es ist kein Geheimnis, dass viele Ärztinnen und Ärzte mit ihrem Beruf nicht zufrieden sind. Zusätzliches Geld oder einen anderen Blickwinkel kann hier ein Nebenjob bieten. Welche Nebenjobs Ärztinnen und Ärzte am häufigsten haben, warum sie diese überhaupt angetreten sind und was sie damit verdienen, zeigt...

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Immer mehr Fortschritt, immer weniger Mensch: Der langjährige Chefarzt und Autor Dr. Michael de Ridder plädiert für ein neues Selbstverständnis der Medizin. Ärztinnen und Ärzte sollten Schicksalsgefährten des Patienten werden.

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Von fehlgeschlagenen Therapien über mangelnde Compliance bis hin zum Suizid von Patientinnen und Patienten: Rückschläge bringt der Arztberuf schlichtweg mit sich. Kann man lernen, besser damit umzugehen? Professor Dr. Peter Zwanzger, langjähriger Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychosomatik im...

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Geldregen

Mediziner zählen neben Juristen nach wie vor zu den Spitzenverdienern in Deutschland. Das geht aus dem aktuellen StepStone Gehaltsreport 2022 hervor, wonach man mit einem Abschluss in Medizin ein jährliches Durchschnittsgehalt von 78.317 Euro brutto erreicht. Doch in welchem Bundesland verdienen Ärztinnen und...

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Der TV-Arzt Martin Gruber alias Hans Sigl ist ständig in den Alpen als Retter unterwegs – und das bald in der 16. Staffel! Aber gibt es so jemanden wirklich? Ist was dran am Mythos „Bergdoktor“? Der Mittenwalder Hausarzt Jürgen Mundhenke räumt mit Irrtümern auf.

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Krankenschwestern, Assistenzärzte, Oberärztinnen, MTA, Physiotherapeutinnen. Sie alle arbeiten unter einem Dach, jedoch liegen teilweise Welten zwischen ihnen, was das Gehalt anbelangt. Wer verdient wie viel in einer Klinik? Der Gehaltscheck am Beispiel eines kommunalen Krankenhauses.

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Morgens eine Runde im Meer schwimmen, vormittags ein paar Patienten behandeln und am Nachmittag den ersten Cocktail in der Strandbar schlürfen. Klingt nach einem unrealistischen Traum? Ist es auch. Die Karibik taucht in den Top 10 der populärsten Auswanderungsländer nicht auf.

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Gina Rühl verliert als Beifahrerin bei einem Motorradunfall fast ihr Leben. In der Akutbehandlung erhält sie lebensrettende Blutpräparate (Blutspenden). Sie verliert in Folge des Unfalls ihren linken Arm, aber nicht die Lust am Leben!

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In Kriminalfilmen spielt die Gerichtsmedizin häufig eine große Rolle dabei, den Mörder überführen. Im Vergleich dazu fristen Polizeiärztinnen und -ärzte medial fast ein unbeachtetes Nischenwesen. Zu Unrecht! Denn diese Version des Berufs ist nah dran am Polizeialltag und manchmal sogar ganz „vorne“ dabei –...

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Wer entscheidet eigentlich, welche Behandlungsmethode die beste ist? Und welche Rolle spielen die persönlichen Lebensumstände eines Patienten oder einer Patientin dabei? Die Methode „Shared Decision Making“ (SDM) soll dafür sorgen, dass Ärztinnen und Ärzte zusammen mit ihren Patientinnen und Patienten über...

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In Belgien hat eine Drohne erstmals in Europa menschliches Gewebe von einem Krankenhaus in ein anderes transportiert. Die insgesamt vier Testflüge zwischen zwei Krankenhäusern in Antwerpen dienten dazu, künftig möglicherweise Drohnen für den Transport von Gewebeproben, Blut oder Medikamenten einzusetzen, wie...

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.