Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patient:innen zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzt:innen von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt oder Ärztin gut vorbereitet angehen kannst.


Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. Dort gibt es inzwischen Drittimpfungen gegen SARS-CoV2 - allerdings nicht für alle. Wie die Ärztinnen und Ärzte damit umgehen, schildert Niemann im Beitrag.

Weiterlesen

Auch Ärztinnen und Ärzte brauchen mal eine Auszeit. Bisher beantragen nur wenige ein Sabbatjahr, doch es hat durchaus seine Vorteile. Welche Modelle es dabei gibt und was du sonst beachten musst, erfährst du im Beitrag.

Weiterlesen

Dr. Umeswaran Arunagirinathan

Dr. Umes Arunagirinathan, Herzchirurg aus Bremen, übt heftige Kritik am deutschen Gesundheitssystem und liefert gleichzeitig pragmatische Lösungsvorschläge. Sein Buch „Der verlorene Patient“ kam auf die „Spiegel“-Bestsellerliste und sorgt seitdem für Zündstoff.

Weiterlesen

Nahaufnahme der Vereinigten Staaten auf einem Globus

Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In diesem Beitrag erläutert er, warum die US-amerikanische Gesellschaft in diesem Jahr das erste Mal seit hundert Jahren schrumpfen könnte.

Weiterlesen

Weiblicher Data Scientist mit Brille

In den vergangenen Jahren haben sich die Aufgaben und Abläufe im Krankenhaus verändert. Welche Berufe sind in den letzten Jahren im Krankenhaus neu hinzugekommen und welche Funktion erfüllen sie? Eine Übersicht.

Weiterlesen

Ein Jahr lang auf Weltreise gehen und nicht an die Klinik denken? Viele Ärztinnen und Ärzte können sich inzwischen vorstellen, ein Sabbatical zu nehmen. Dr. Luisa Rüter und Dr. Johannes Jansen haben diesen Traum wahr gemacht. Im Beitrag berichten sie von ihren Erfahrungen.

Weiterlesen

Nahaufnahme der Vereinigten Staaten auf einem Globus

Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In diesem Beitrag erklärt er, dass es zwei Arten der Notfallversorgung gibt: Die Versorgung vor Ort und den schnellen Abtransport. Er bevorzugt ersteres, aus eigener leidvoller Erfahrung.

Weiterlesen

Thermometer an einer Apotheke in Italien zeigt 40°C

Die Folgen der Erderwärmung werden immer spürbarer, auch im eigenen Lebens- und Berufsalltag. Welche begegnen Ärztinnen und Ärzten bereits heute? Was wird noch kommen? Und: Gibt es Hoffnung? Der Mediziner Florian Schulte, der sich seit Jahren für den Klimaschutz engagiert, berichtet über Gefahren, aber auch...

Weiterlesen

Frederik Schramm

Der Urologe Frederik Schramm arbeitet dort, wo andere – wenn überhaupt – nur Urlaub machen: Er ist mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern auf die französische Tropeninsel La Réunion im Indischen Ozean ausgewandert. Im Beitrag berichtet er von seinen Erfahrungen.

Weiterlesen

Prof. Dr. med. Thomas Kapapa

Ob bei „Galileo“ oder in der SWR-Reihe „Mensch Leute": Seit einigen Monaten ist Professor Thomas Kapapa öfter im Fernsehen zu sehen, der Neurochirurg im Rollstuhl. Wir werfen einen Blick auf ihn und seine Arbeit. Ein Porträt.

Weiterlesen

Geschlechterwürfel (männlich/weiblich) auf gestapelten Geldmünzen

Im Durchschnitt verdienen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland vor Steuern aktuell 150.000 Euro pro Jahr. Je nach Fachrichtung mal mehr, mal weniger. Aber: Die größte Differenz existiert nach wie vor zwischen Männern und Frauen, die in Vollzeit arbeiten. Auch 2020 betrug der Gender Pay Gap hier knapp 30...

Weiterlesen

Nahaufnahme der Vereinigten Staaten auf einem Globus

Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. In diesem spannenden Beitrag schildert er, wie sein Sohn beinahe ertrunken wäre und der US-amerikanische Jugendschutz danach mit harter Hand untersucht, ob er als Vater seine Fürsosrgepflicht verletzt hat.

Weiterlesen

Junger Arzt mit Stethoskop mit Diversity Flagge

Seit einigen Jahren wird das Thema Diversität in der öffentlichen Debatte immer wichtiger und auch ein Krankenhaus bildet immer einen Teil der Gesellschaft ab. Vor allem junge Ärztinnen und Ärzte erwarten inzwischen von ihrem Arbeitgeber, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Weiterlesen

Gestresste junge Ärztin vor einem weißen Laptop

COVID-19 hat das Arbeitsleben von Ärztinnen und Ärzten stark verändert. Aber welchen Einfluss hat das finanziell? Wie sich das Einkommen durch die Pandemie verändert hat, geht aus dem aktuellen Medscape Gehaltsreport 2021 hervor.

Weiterlesen

Junger Arzt posiert vor einer Gruppe anderer junger Ärzte

Für viele ausländische Ärztinnen und Ärzte ist es ein Traum, in Deutschland zu arbeiten. Und: Wegen des Ärztemangels stehen die Chancen auf einen Job auch nicht schlecht. Aber bevor es losgehen kann, brauchen die neuen Kolleginnen und Kollegen eine deutsche Approbation.

Weiterlesen

Wie wäre es eigentlich, für eine Weile oder dauerhaft im Ausland zu leben und zu arbeiten? Im Jahr 2020 haben insgesamt 1.674 ursprünglich in Deutschland tätige Ärztinnen und Ärzte ihre Koffer gepackt und den Traum vom Job in einem anderen Land wahr gemacht.

Weiterlesen

Dr. Peter Niemann lebt und arbeitet schon lange in den USA. Im Beitrag legt er dar, warum manche Fachärzte den Anschluss an die Schicht der Wohlhabenden und Reichen verlieren - und was das für sie bedeutet.

Weiterlesen

Berufsunfähigkeit

Rund 130.000 Ärzte und Ärztinnen ohne ärztliche Tätigkeit gibt es in Deutschland. Das heißt: Fast jeder dritte Arzt praktiziert nicht. Warum das so ist, zeigen wir in der Bildergalerie.

Weiterlesen

Wenn Chefs manche Mitarbeiter bevorzugen und andere kleinmachen, hat das negative Folgen für ein Unternehmen bzw. Krankenhaus. Diese Art des Führungsstils nennt man Neudeutsch „toxisch“ und er kommt in Krankenhäusern häufiger vor als man denkt. Neuere Untersuchungen beleuchten die häufigsten Fehler durch...

Weiterlesen

Hautaerztin

Die Medizin wird weiblich. Rund 62 Prozent aller Medizinstudierenden in Deutschland sind inzwischen Frauen. Für welche Spezialisierung entscheiden sich junge Ärztinnen? Hier die zehn beliebtesten Fachrichtungen von Ärztinnen im Alter von 39 Jahren oder jünger.

Weiterlesen


Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzt:innen haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patient:innen, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner:innen stehen ihren Patient:innen auch als Berater:innen gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld von Ärzt:innen.

Wie viel verdienen Ärzt:innen?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes oder Ärztin einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzt:innen in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzt:innen und Spezialist:innen kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzt:innen in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzt:innen. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt oder Ärztin ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen behandelt werden. Wenn auch Patient:innen behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, müssen sich Ärzt:innen um eine Zulassung als Vertragsärzt:innen der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung müssen sie im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patient:innenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner:innen das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzt:innen im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patient:innen. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Die Stationsärzt:innen sind den Oberärzt:innen und den Chefärzt:innen unterstellt und müssen sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte die junge Mediziner:innen den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner:innen werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzt:innen zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzt:innen in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keine:n Chefarzt oder Chefärztin. Mediziner:innen, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzt:innen zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner:innen die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzt:innen in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner:innen können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.