Wer wird „Student/in des Jahres" 2020?

Wer engagiert sich neben seinem Studium besonders stark für andere? Das fragen der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW). Bis Ende des Jahres kann man sich als "Student/in des Jahres" bewerben.

"Student des Jahres" 2018 war Philipp Humbsch aus Frankfurt / Oder, der mit seiner Initiative "Jeder kann ein Held sein" Grundschüler kostenlos in Erster Hilfe ausbildet. | Pépinière e.V.

Die Auszeichnung "Student/in des Jahres" wird bereits zum fünften Mal verliehen. 2016 hatten DHV und DSW den Preis gemeinsam ins Leben gerufen. Der Preisträger kann sich über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen, das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur Verfügung gestellt wird. Das Preisgeld kann frei verwendet werden und ist nicht zweckgebunden. Der Preis wird auf der "Gala der Deutschen Wissenschaft" am 6. April 2020 in Berlin verliehen.

Mit dem Preis sollen der Student, die Studentin oder das Studententeam für ein herausragendes Engagement ausgezeichnet werden, das möglichst einzigartig und innovativ sein soll. Dabei soll der Einsatz über die Leistungen des Studiums hinausgehen. Weitere Beschränkungen für die Art und Weise des Engagements gibt es nicht.

"Es gibt viele unter den 2,9 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen, vor allem aber ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind", erklärten DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. "Dieses Engagement wollen DHV und DSW mit der Auszeichnung ,Student/in des Jahres’ sichtbarer machen, indem sie einem besonders positiven Beispiel studentischen Engagements Öffentlichkeit verschaffen."

Du kennst jemanden, der diese Auszeichnung verdient hätte?

Bis zum 31. Dezember können Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden. Nominiert werden können alle Studierenden einer deutschen oder ausländischen Hochschule, die ihr Studium bis zum Ablauf des Wintersemesters 2019/20 noch nicht abgeschlossen haben. Dabei ist jeder berechtigt, eine Nominierung einzureichen. Die Studienrichtung spielt dabei keine Rolle.

Ein Vorschlag muss dabei schriftlich eingereicht werden und muss den Namen des Nominierten, die Hochschule und eine maximal zweiseitige Begründung des Vorschlags beinhalten. In der Begründung soll das besondere Verdienst des Nominierten skizziert werden. Eine unabhängige Jury, die aus je drei Vertretern des DHV und des DSW besteht, wählt schließlich einen Preisträger aus. Dabei kann auch ein Studierender prämiert werden, für den kein Vorschlag eingegangen ist.

Übergewicht und Bewegungsmangel sind verbreitet – auch bei Kindern. Die Initiative „ADDAction“ an der Uni Witten/Herdecke will Fünftklässlern einen gesunden Lebensstil vermitteln. Im Interview stellen Hannah Schlief, Matthias Stach und Marie Domin vom neuen Vorstand die Initiative vor.

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Die Unterlagen müssen bis zum 31. Dezember 2019 per Post an die Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes geschickt werden:

Deutscher Hochschulverband
„Student/-in des Jahres“
Rheinallee 18-20, 53173 Bonn

Viele Mediziner unter den bisherigen Preisträgern

Angehende Ärzte sind offenbar außergewöhnlich engagiert: Viermal wurde der Preis bisher vergeben – dreimal davon an Mediziner.

  • 2016 ging die Auszeichnung an den Medizinstudenten Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke, der über den von ihm mitaufgebauten Verein "L'appel Deutschland" Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leistet.
  • 2017 wurden 16 Architekturstudenten der Technischen Universität Kaiserslauternfür das Bauprojekt Spinelli Barracks Mannheim ausgezeichnet – gemeinsam mit Flüchtlingen wurde dort ein Holz-Pavillion gebaut, der inzwischen als Begegnungsstätte und Rückzugsort dient.
  • 2018 ging der Preis an den Medizinstudenten Philipp Humbsch von der Charité für die Initiative "Jeder kann ein Held sein", bei der Grundschüler kostenlos in Erster Hilfe ausgebildet werden.
  • 2019 wurde die Medizinstudentin Wiebke Gehm von der Universität Rostock für die Initiative "TNA – Tommy nicht allein"geehrt, bei der sich Studierende in ihrer Freizeit um hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten in der Rostocker Kinderklinik kümmern.

Du willst jemanden nominieren, aber weißt nicht wen? In unserem Themenspecial "Medizinstudenten engagieren sich" stellen wir ein paar spannende Projekte und Initiativen vor.

Quelle: Deutscher Hochschulverband (31.10.2019)