Virtuelle Konferenz: Die Rolle der Studierenden im Gesundheitswesen

In den vergangenen Monaten haben weltweit viele Medizinstudierende dabei mitgeholfen, das Gesundheitssystem vor der Überlastung durch die COVID-19-Pandemie zu schützen. Wie verändert das die Rolle der Studierenden? Die Uni Witten-Herdecke veranstaltet dazu in dieser Woche eine virtuelle Konferenz.

Wie können Medizinstudierende in Zukunft das Gesundheitswesen mitgestalten? Und ändert sich durch die COVID-19-Pandemie etwas an der Rolle der Nachwuchsmediziner? Mit diesen und ähnlichen Fragen will sich die internationale virtuelle Students in Healthcare Conference 2020 unter dem Motto „Learning by Contributing to Patient Care - Envisioning a New Role for Students“ am 4. und 5. November beschäftigen.

Welche Rolle können Studierende künftig spielen?

Die vergangenen Monate haben gezeigt, welchen wertvollen Beitrag die Medizinstudierenden in Krisenzeiten für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft geleistet haben: ob an den Beratungs-Hotlines der Gesundheitsämter, als Unterstützung für die Pflegekräfte im Krankenhaus oder als Corona-Taxis und Einkaufshelfer für Menschen in Quarantäne. Allerdings: Die vielen hilfreichen Maßnahmen sind alle spontan und aus der Not heraus entstanden. Die Konferenz beschäftigt sich nun mit der Frage, ob Studierende künftig eine andere, für das Gesundheitssystem relevantere Rolle übernehmen können. Unter anderem geht es darum, ob und wie die Studierenden dabei helfen können, reale Probleme im Gesundheitswesen zu lösen und zu mehr Patientenorientierung beizutragen. Doch es geht auch darum, was solche Konzepte für die Zukunft der Lehre bedeuten: Denn ein solches „Lernen durch beitragen“ könnte das Medizinstudium praxisnäher machen und die Studierenden auf den Beruf besser vorbereiten.

Organisiert wird die Konferenz vom Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin (IBAM) an der Universität Witten / Herdecke in Zusammenarbeit mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). Die Deutsche Forschungsgesellschaft und die Gesellschaft für Medizinische Ausbildung unterstützen die Veranstaltung.

Vielseitige Vortrags- und Workshopthemen

Die Vorträge und Workshops werden teils in deutscher, teils in englischer Sprache gehalten. Unter anderem stehen folgende Themen auf dem Programm:

  • Students in COVID-19 pandemic 2020: Motivation, experience and meaning for medical students – results of questionnaire survey
  • Students in COVID-19 pandemic 2020: What did they learn?
  • What digital skills do we need?
  • Personal professional reflection as a tool to develop intra-and interpersonal competencies in medical education
  • Können Studierende PatientInnen zu deren Gesundheit beraten?
  • Learning by listening on patient’s history – an interprofessional teaching approach
  • Climate change and health

Für Studierende ist die Teilnahme an der Konferenz an beiden Tagen kostenlos. Alle anderen zahlen eine Teilnahmegebühr von 70 Euro.

Mehr Infos und Anmeldung unter students-in-healthcare.uni-wh.de