TMS: Dieser Test ebnet den Weg fürs Medizinstudium

Test kann nicht wiederholt werden

Jeder kann nur einmal an dem TMS teilnehmen. Verständlicherweise üben viele Studienbewerber daher sehr oft die Beispielaufgaben. Zu häufig sollte man die Übungsaufgaben allerdings nicht machen, heißt es in der Informationsbroschüre, denn sonst bestehe die Gefahr, dass Regeln zu stark fixiert werden und es dann schwerer fällt, sich auf die Regeln im eigentlichen Test umzustellen.

Wer sich zum Wintersemester 2016/17 auf einen der Studienplätze für Medizin bewerben möchte, bei dem der TMS-Test im Auswahlverfahren der Hochschulen Zugangsvoraussetzung ist, muss sich bald anmelden. Der nächste TMS findet am Samstag, 30. April 2016 statt – Anmeldezeitraum ist vom 1. Dezember 2015 bis 15. Januar 2016. Die Testergebnisse liegen ab dem 30. Juni 2016 vor.

Viele der Hochschulen, die den Test anwenden, berücksichtigen bei der Zulassung der Bewerber die Ergebnisse des Tests und die Abiturnote gleichermaßen. Andere führen ein Auswahlgespräch durch oder rechnen dem Bewerber eine vorherige Berufsausbildung im medizinischen Bereich an. Die Bundesärztekammer setzt sich dafür ein, dass in Zukunft psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und einschlägige Berufserfahrung zusätzlich als Auswahlkriterien gelten.

Was tun, wenn ich den Test nicht bestehe?

Wer den Test nicht besteht, hat dennoch eine Chance, sein Wunschstudienfach Medizin zu belegen. Zwar werden 60 Prozent der Studienplätze in diesem Studiengang von den Hochschulen selbst vergeben – und hier spielt eben für immer mehr der TMS eine wichtige Rolle – aber 20 Prozent vergibt die dafür zuständige Stiftung für Hochschulzulassung allein nach Notendurchschnitt und weitere 20 Prozent nach Wartezeit.

Medizinstudium in Österreich

Für ein Studium der Medizin in Deutschland gelten strikte Aufnahmekriterien. Das Hauptkriterium ist die Abiturnote. Doch längst nicht jeder Einser-Abiturient bekommt einen Studienplatz. Ein Studium im deutschsprachigen Ausland kann hier eine Alternative darstellen, so etwa in Österreich.

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Für die "Direktvergabe" nach Notendurchschnitt qualifizieren sich allerdings nur die Abiturienten mit Spitzen-Abi: In allen Bundesländern lag der Numerus Clausus ("Landes-NC") für Medizin im Wintersemester 2015/16 bei 1,0. Nur in Schleswig-Holstein und Niedersachsen lag er bei 1,1. Mit einem Notendurchschnitt von 3,3 mussten Bewerber sieben Jahre warten, bevor sie ihr Medizinstudium beginnen konnten. Alternativen zur langen Wartezeit bieten eine fachspezifische Ausbildung, ein englisch- oder deutschsprachiges Studium im Ausland oder an einer privaten Universität.

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