Petition für faires PJ: Mehr als 100.000 Unterschriften!

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) kann sich freuen: Insgesamt 108.760 Unterstützer haben in den vergangenen drei Monaten die Petition für ein faires PJ unterschrieben.

Schon 2015 demonstrierten Medizinstudenten für bessere Bedingungen im PJ. Die Petition soll dafür sorgen, dass sich nun endlich etwas ändert. | bvmd

Das Ziel von 50.000 Unterschriften wurde dabei weit übertroffen, heißt es in einer Pressemitteilung. Konkret fordert die bvmd:

  • BAföG-Höchstsatz als Aufwandsentschädigung für PJler, sowie Erstattung der
    Krankenkassenbeiträge
  • Das Gewähren von Krankheitstagen in gesplitteten Tertialen
  • Mindestens 4 Stunden Lehrveranstaltungen und mindestens 8 Stunden
    Selbststudium pro Woche
  • Persönlicher Zugang zum Patientenverwaltungssystem
  • Eigene Arbeitskleidung und eigene Aufbewahrungsmöglichkeit für Kleidung
    und persönliche Gegenstände

Allein durch den Aktionstag am 16. Januar konnten innerhalb von einer Woche über 50.000 Unterschriften gesammelt werden. Durch Aktionen an 36 Fakultäten in ganz Deutschland wurde die Situation der Studierenden in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt, erklärt der bvmd. Tausende Studierende beteiligten sich an Aktionen und gingen in Demonstrationen auf die Straße.

Wie geht es jetzt weiter?

In den kommenden Wochen will die bvmd Kontakt zu den Adressaten der Petition aufnehmen und einen Termin vereinbaren, um die Unterschriftensammlung zu überreichen. Die Adressaten sind:

  • Bundesministerium für Gesundheit,
  • Medizinischer Fakultätentag,
  • Gesundheitsministerkonferenz,
  • Verband der Universitätsklinika Deutschlands,
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft

Außerdem gibt es schon jetzt auf lokaler und regionaler Ebene einen regen Austausch zwischen den medizinischen Fachschaften, Politikern und Hochschulen, der auch von der bvmd gefördert wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.bvmd.de.

Quelle: bvmd-Pressemitteilung (6.3.2019)