Molekularmedizin: Uniklinik Jena kooperiert mit Montreal

Für den Studiengang "Molecular Medicine" hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena ab dem kommenden Wintersemester eine Kooperation mit der Universität Montreal in Kanada ins Leben gerufen. Im September beginnt der erste Student dort sein Auslandsjahr.

Patrick Penndorf, Student im zweiten Semester des Masterstudienganges Molecular Medicine in Jena, wird im September zum Austauschjahr in Montreal aufbrechen. | Michael Szabó

Mit der Kooperation will die Uni Jena ihren Studiengang noch attraktiver machen: Die Studierenden können in einem Austauschprogramm an dem Masterkurs Molecular and Cellular Medicine der kanadischen Universität teilnehmen. So können die Teilnehmer neben dem deutschen auch den kanadischen Masterabschluss erwerben. Allerdings: Weltweit gibt es für das Stipendienprogramm insgesamt nur sieben Plätze und das Auswahlverfahren ist streng. Durch die Corona-Krise werden die Bedingungen in diesem Jahr noch einmal erschwert: So ist Patrick Penndorf, im zweiten Semester des Masterstudienganges Molecular Medicine in Jena, der einzige ausländische Student, der im September sein Auslandsjahr in Kanada starten wird.

Den englischsprachigen Masterstudiengang "Molecular Medicine" gibt es in Jena schon seit zehn Jahren. Insgesamt haben 235 Absolventinnen und Absolventen den Studiengang abgeschlossen, mehr als ein Drittel davon forscht weiterhin in Jena. Der Studiengang schließt an das Bachelorstudium der Biochemie und Molekularbiologie an und soll die Absolventen darauf vorbereiten, im biomedizinischen Bereich zu forschen. Für Medizinstudierende, Ärztinnen und Ärzte gibt es außerdem die Möglichkeit, den Masterabschluss nach einem einjährigen Zusatzstudium zu bekommen.

Es gibt zahlreiche Förderprogramme für forschende Assistenzärzte und -ärztinnen der verschiedenen Fachgebiete. Hier stellt Prof. Dr. Nisar Malek aus Tübingen das Clinician Scientist-Programm der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. vor.

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Und das Modell ist sehr gefragt: Schon zum Start im Jahr 2009 gab es 72 Bewerbungen für die etwa 30 Studienplätze. „Inzwischen können wir jährlich aus durchschnittlich 500 Bewerbungen auswählen. Mehr als ein Viertel der Studierenden, die ein Masterstudium bei uns aufnehmen, kommt aus dem Ausland“, betont Prof. Dr. Reinhard Bauer vom Prüfungsausschuss des Studiengangs.

Das Masterstudium dauert insgesamt vier Semester und vermittelt in dieser Zeit umfangreiche medizinisch-theoretische Grundkenntnisse. Darauf aufbauend gibt es außerdem die Möglichkeit, ein breites Spektrum an Spezialfächern und hochmoderne molekularbiologische Methoden für die medizinische Grundlagen- und angewandte Forschung kennenzulernen. „Dieses Konzept eines anspruchsvollen forschungsorientierten Curriculums geht gleich in doppelter Hinsicht auf“, freut sich Prof. Dr. Carsten Hoffmann. „Das Programm ist gut studierbar, 98 Prozent unserer Studierenden schließen es erfolgreich ab“, erklärt der Leiter des Masterstudienganges, „und über ein Drittel der Absolventen ist in Jena geblieben, um eine Promotion anzuschließen.“

Bewerbung und weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Studiengang findest Du unter www.uniklinikum-jena.de auf der Webseite des Studienganges.

Eine Bewerbung für den Masterstudiengang Molecular Medicine zum kommenden Wintersemester ist noch bis zum 31. Mai möglich.

Quelle: Universitätsklinikum Jena (18.5.2020)