Die European Student’s Conference wird 30

Derzeit (25.-28. September 2019) treffen sich wieder Medizin- und Zahnmedizinstudierende aus aller Welt auf dem Campus Benjamin Franklin der Charité in Berlin: Die European Student’s Conference (ESC) gibt es bereits seit 30 Jahren. Die Teilnehmer wollen sich über die neuesten Entwicklungen in der Medizin informieren und international vernetzen.

Die ESC ist ein internationaler Treffpunkt für den medizinischen Nachwuchs. Das diesjährige Leitthema lautet „Future Aging – Today’s Research, Tomorrow’s Medicine“. Im Mittelpunkt stehen viele Fragen: Wie kann eine Gesellschaft aufgebaut werden, die nicht nur altert, sondern dabei auch gesund bleibt? In interessanten Vorträgen und Podiumsdiskussionen stellen Expertinnen und Experten internationaler Universitäten und aus der Start-up-Szene Ansätze, Ergebnisse und Entwicklungen aus der Forschung und Technologie vor, die die Medizin für altersbedingte Krankheiten und Begleiterscheinungen einen großen Schritt voranbringen sollen.

Einer der größten studentischen Kongresse Europas

Die erste ESC wurde nach der Wende 1989 von Berliner Medizinstudenten initiiert, um Kommilitonen aus Ost und West zusammenzubringen. Angefangen als kleines Treffen, kommen mittlerweile über 400 Teilnehmer aus über 37 Ländern zusammen. In diesen 30 Jahren hat sich die ESC zu einem der größten studentisch organisierten biomedizinischen Kongresse Europas entwickelt. Den teilnehmenden Studenten aus vielen verschiedenen Ländern weltweit wird die Möglichkeit geboten, sich untereinander kennenzulernen und ihr eigenes Netzwerk zu erweitern.

Vielseitiges Programm

Neben den Vorträgen und Podiumsdiskussionen sind auch dieses Jahr wieder einige Highlights im Programm. Per Live-Übertragung können die Teilnehmer einer OP folgen, die unter dem Einsatz moderner Roboter durchgeführt wird. Außerdem gibt es ein Pop-Quiz, bei dem man das Diagnostizieren üben und spannende Preise gewinnen kann. Hier zahlt es sich vielleicht aus, ein Fan von „Dr. House“ oder „Grey’s Anatomy“ zu sein. Des Weiteren können sich die Studenten in vielfältigen Workshops interaktiv weiterbilden.

Wie jedes Jahr bildet der ESC-Contest den Höhepunkt. Jeder Teilnehmer kann ein Abstract zu einem Forschungsprojekt einreichen. Nach zwei Präsentationsrunden, einer Peer-Reviewed-Session und einer Session mit professioneller Jury, bleiben sechs Finalisten übrig, die ihr Abstract insgesamt über 500 Leuten vorstellen können. Die besten drei werden von einer Jury ausgewählt und können ein Preisgeld von bis zu 1.500 Euro gewinnen. Aber natürlich soll es nicht nur um ernste Wissenschaft gehen: Am Samstagabend können die Teilnehmer aus aller Welt bei einer ESC-Party auch das Berliner Nachtleben kennenlernen.

Weitere Infos unter esc-berlin.charite.de.

Video: Peter Troch