Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) haben sich daher vor Ort über den aktuellen Stand informiert.
„Wir müssen mehr Mediziner und insbesondere mehr Hausärzte ausbilden. Und wir brauchen sie vor allem da, wo in besonderem Maße eine Unterversorgung droht. Die Medizinische Fakultät OWL mit dem allgemeinmedizinischen Schwerpunkt ist hier ein ganz zentraler Baustein, um konsequent gegenzusteuern“, sagte Laumann.
Der Rektor der Universität, Gerhard Sagerer, dankte der Landesregierung und den beteiligten Ministerien für die Zusammenarbeit. „Der Planungs- und Aufbauprozess war eine Mammutaufgabe und einmalige Herausforderung für viele an der Universität“, betonte er.
Im Augenblick sind für das Medizinstudium an der Hochschule 16 Professuren besetzt, davon zehn klinisch-theoretische und sechs klinische. Zu diesen Professuren zählen unter anderem die für Allgemein- und Familienmedizin, für Digitale Medizin und für Gendermedizin.
Darüber hinaus verzeichnet die Fakultät aktuell rund 80 Mitarbeiter. „Wir haben gemeinsam mit den ärztlichen Kollegen aus den Kliniken und Praxen der Region die Grundlage für das Profil des Modellstudiengangs gelegt. Die Ausgestaltung bringen wir sukzessive durch unsere Berufungen weiter voran“, sagte Claudia Hornberg, Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät OWL.
Die Fakultät hat außerdem ein Netzwerk aus inzwischen rund 60 Lehrpraxen in der Region aufgebaut. Hier sollen die Medizinstudierenden künftig in praktischen Einsätzen schon früh im Studium Einblicke in die Strukturen und Abläufe der ambulanten Versorgung erhalten.