Medizinstudium in Bielefeld – Kooperationsgespräche fürs Uniklinikum laufen

In Bielefeld soll es künftig eine medizinische Fakultät geben. Dazu werden derzeit Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern geführt, die gemeinsam das "Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld" bilden sollen.

An der Universität Bielefeld soll es künftig möglich sein, Medizin zu studieren. Durch die Gründung einer neuen Fakultät will die Landesregierung dem Ärztemangel entgegenwirken. | Christian Schwier - stock.adobe.com

Ein eigenes Universitätskrankenhaus werde die Universität nicht gründen – stattdessen sollen schon bestehende Kliniken diese Funktion übernehmen, heißt es von der Uni. Derzeit gebe es Gespräche mit dem Evangelischen Klinikum Bethel, dem Klinikum Bielefeld und dem Klinikum Lippe. Ende des Jahres sollen diese Gespräche in einen Rahmen-Kooperationsvertrag münden.

Die drei Kliniken sind aus einem Auswahlverfahren als Sieger hervorgegangen. Die Plätze vier und fünf belegen die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen, welche das Franziskus Hospital in Bielefeld betreibt, sowie das St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn. Sollten die Gespräche mit den drei Erstplatzierten nicht zum Erfolg führen, könnten sie nachrücken.

Eine Krankheit, mit der es jeder Internist früher oder später zu tun bekommt, ist Asthma bronchiale, eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit und besonders bei Kindern und Jugendlichen verbreitet. Prof. Dr. Hamelmann hat viel Erfahrung mit dieser Erkrankung, denn im Jahr 2016 wurden in seiner Kinderklinik die meisten Patienten mit Asthma behandelt.

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„Durch unser Verfahren ist deutlich geworden: Ostwestfalen-Lippe hat eine sehr starke Krankenhauslandschaft“, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld, das Zwischenergebnis. „Dies ist ein Zwischenschritt: Wir starten die ersten Gespräche mit den drei Häusern. Unsere Planungen sehen darüber hinaus aber noch weitere Auswahlverfahren über Einzelkliniken vor, an denen dann auch die anderen Krankenhausträger wieder teilnehmen können.“

So werde durch den Rahmen-Kooperationsvertrag nicht geregelt, welche Krankenhausträger in welchen Bereichen Aufgaben der Lehre und Forschung übernehmen sollen. Solche Fragen sollen später in Einzelverträgen zwischen der Universität und dem jeweiligen Krankenhausträger geregelt werden. Außerdem sollen ab dem kommenden Jahr weitere Krankenhäuser gewonnen werden, um das Fächer- und Forschungsspektrum zu erweitern.

Landesregierung will Ärztemangel entgegenwirken

Mit der Gründung einer neuen medizinischen Fakultät soll der drohende Ärztemangel gelindert werden. Die Landesregierung aus CDU und FDP hat das in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt. Allerdings ist in den nächsten Jahren noch nicht mit Nachwuchsärzten aus Bielefeld zu rechnen: Läuft alles nach Plan, sollen die Kliniken im Wintersemester 2012/22 den Lehr- und Forschungsbetrieb aufnehmen. Die formale Gründung der medizinischen Fakultät könnte schon im kommenden Herbst stattfinden, wenn die Uni ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Dies sei allerdings vom weiteren Verlauf der Planungen und den Entwicklungen beim Aufbau abhängig, heißt es von der Uni.

Quelle: Universität Bielefeld

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