Medisspendenblut: Platz 1 für Würzburger Medizinstudierende

Im Wettbewerb "Medisspendenblut" ist die Mediziner-Fakultät der Uni Würzburg mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden. In der Gesamtwertung für alle Spender – auch Nicht-Studierende – liegt Leipzig vorn.

Der Marburger Medizinstudent Leonard Richter (3. von links) überreichte den Siegerpokal an eine Delegation Würzburger Medizinstudentinnen. Mit dabei waren Gabriele Veit (ganz links) und Prof. Markus Böck (2. von links) vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie. | Margot Rössler / Universitätsklinikum Würzburg

Vom 8. Juni bis zum 3. Juli 2020 waren Medizinstudierende in ganz Deutschland in dem Wettbewerb "Medisspendenblut" dazu aufgefordert, möglichst zahlreich für ihre Stadt Blutspenden zu gehen. Zugelassen waren Vollblut-, Plasma- und Thrombozytenspenden. Über ein vom jeweiligen Blutspende-Institut abgestempeltes Meldeformular konnten die Spendenden für ihre Universitäten punkten. Aber auch Nicht-Studierende konnten sich an dem Wettbewerb beteiligen. Das Ergebnis: Insgesamt sind 13.891 Spenden zusammengekommen.

Ranking der einzelnen Städte im Wettbewerb "Medisspendenblut"

  1. Leipzig (2.100 Blutspenden)
  2. Köln (1.889 Blutspenden)
  3. Aachen (1.274 Blutspenden)
  4. Göttingen (1.272 Blutspenden)
  5. Gießen (1.077 Blutspenden)

Blickt man nur auf das Ranking der Medizinstudierenden, liegt Würzburg vorn. Dort beteiligten sich 146 Studierende als Spender an dem Wettbewerb.

Ranking der Medizinstudierenden im Wettbewerb "Medisspendenblut"

  1. Würzburg
  2. Köln
  3. Göttingen

Würzburg ist für diese Leistung mit einem Wanderpokal ausgezeichnet worden, der von der Bonner Künstlerin Martine Seibert-Raren gestaltet wurde und ein Blutgefäß darstellt. Der Pokal wird nun an einer prominenten Stelle am Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie ausgestellt. Allerdings steht er dort voraussichtlich erstmal nur für ein Jahr: Im kommenden Jahr soll der Wettbewerb wiederholt werden – die Würzburger müssen ihren Pokal dann verteidigen.

Durch die Corona-Krise ist die Blutspende-Bereitschaft zurückgegangen. Die Initiative „Medisspendenblut“ hat deshalb alle Mediziner-Unis zu einem Blutspende-Wettbewerb aufgerufen. Im Interview erklärt Initiator Leonard Richter, wie die Aktion abläuft.

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Institutsdirektor Professor Markus Böck war bei der Pokalübergabe dabei. Er freut sich aus mehreren Gründen über die gelungene Aktion: „Zum einen finde ich es großartig, dass sich angehende Medizinerinnen und Mediziner als Wegweiser für unsere Gesellschaft engagieren. Zum anderen sind diese jungen, in der Regel gesunden Menschen die besten Blutspender – und vielleicht wurde die oder der eine oder andere motiviert, auch in Zukunft und langfristig Blut zu spenden.“

Um ein faires Ergebnis zu erzielen, wurde die Zahl der Blutspenden in Relation zur größe der jeweiligen Fakultät gesetzt. Das ihre Uni so erfolgreich war, liegt auch an den gelungenen Werbemaßnahmen, verrät die Würzburger Medizinstudentin Marie Had: „Unsere Kommilitoninnen und Kommilitonen kamen zum Glück schnell aus den Startlöchern. Hilfreich erwies sich, dass wir ein eigenes Poster zum Wettbewerb gestaltet hatten, das auch über Instagram und andere Soziale Medien verbreitet wurde.“

Initiiert wurde der Wettbewerb von dem Marburger Medizinstudenten Leonard Richter: „Während der Corona-Krise ging die Blutspendebereitschaft in Deutschland in den Keller. Gerade in dieser Situation sollten Medizinstudierende eine Vorbildrolle einnehmen. Außerdem sollten sie als zukünftige Ärztinnen und Ärzte möglichst auch persönliche Erfahrungen mit der Blutspende haben und für das Thema sensibel sein“.

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg (29.7.2020)