Änderung beim dritten Staatsexamen für Medizinstudierende

Im Zuge der Anpassung der Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO), die für 2025 geplant ist, soll auch die Prüfungskommission beim Dritten Staatsexamen verkleinert werden. Das fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). Gleichzeitig soll das Losfach der mündlichen Prüfung wegfallen.

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Um eine Approbation als Arzt oder Ärztin zu bekommen, muss jeder Medizinstudierende nach dem PJ das dritte Staatsexamen (M3) bestehen. Bisher setzt sich die Prüfungskommission im dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung aus vier Prüfern zusammen: eine vorsitzende Person, zwei weitere Mitglieder analog zur Anzahl der zu prüfenden Fächer sowie ein viertes Mitglied. An 36 der insgesamt 38 medizinischen Fakultäten in Deutschland, die die Prüfung abnehmen, handelt es sich bei dem geprüften Losfach im dritten Staatsexamen explizit um das Fach des vierten Kommissionsmitgliedes. Das ergab eine bundesweite Umfrage der bvmd im November 2022.

Losfach soll komplett enfallen

Die Approbationsordnung sieht klinisch-theoretische und fächerübergreifende Fragestellungen vor, um den Wissensstand der Medizinstudierenden adäquat zu prüfen. Allerdings sei laut bvmd das Prüfen des vierten Fachs nicht geregelt und falle dementsprechend unterschiedlich aus. Dadurch entstehen flächendeckend ungleiche Prüfungsbedingungen. Welche Prüferinnen und Prüfer sie bekommen, erfahren die Medizinstudierenden oft zu spät. „Die Studierenden einiger Fakultäten werden bis zu zehn Wochen im Voraus, andere erst wenige Tage vor ihrem Prüfungstermin über ihre Prüfenden informiert. Eine vergleichbare und gezielte Vorbereitung auf das Losfach ist dann nicht mehr möglich und der Grundsatz der Chancengleichheit verletzt”, betont Laura Schmidt, Bundeskoordinatorin für Medizinische Ausbildung.

Die bvmd sowie der Marburger Bund fordern, die Fächer im dritten Staatsexamen auf Chirurgie, Innere Medizin und ein weiteres Wahlfach zu begrenzen. Das Losfach müsse abgeschafft werden. Somit sollte die Prüfungskommission aus maximal drei Personen bestehen. Auch der Deutsche Ärztetag ging bereits 2018 auf die Problematik des Losfachs ein. Er forderte einen national vorgegebenen, fairen Mindestabstand zwischen Prüfungsladung und erstem Prüfungstermin. Nur so käme es zu einer Chancengleichheit für alle Studierenden.

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