Karriereweg Medizinstudium

Du hast es geschafft! Du hast einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, auf die sich jährlich tausende Abiturienten bewerben. Jetzt kannst du richtig durchstarten: es warten Pflegepraktikum, Vorklinik, Famulaturen, Physikum, Klinik, Praktisches Jahr und das Staatsexamen auf dich. Wie du die sich dir bietenden Möglichkeiten während des Studiums persönlich am besten nutzen können, erfährst du in unseren Artikeln und auf den Operation Karriere Kongressen.


Die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband und die Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern verdoppeln ihre Förderung für Studierende, die eine Famulatur in einer bayerischen Landarztpraxis machen wollen.

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Operation Karriere-Bloggerin Eileithyia studiert im 10. Semester Medizin. Obwohl sie die Arbeit mit den Patienten liebt, kämpft sie seit Jahren mit Ängsten – vor allem beim Unterricht am Krankenbett. In diesem Beitrag geht es um ihre Erfahrungen in der Famulatur.

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Auf der Website washabich.de übersetzen seit zehn Jahren Medizinstudierende und Ärzte Arztbriefe in eine verständliche Sprache. Ansgar Jonietz, Mitbegründer und Geschäftsführer des Unternehmens, gibt im Interview Tipps, wie eine gute Kommunikation mit Patienten gelingen kann.

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Bei den aktuellen COVID-19-Infektionszahlen stoßen viele Gesundheitsämter an ihre Grenzen. Über die digitale Freiwilligenbörse Medis4ÖGD können sich Studierende daher für Info-Hotlines, Kontaktverfolgung oder zur Organisation von Tests freiwillig melden.

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Operation Karriere-Bloggerin Elli will Chirurgin werden. Doch ihre erste OP-Erfahrung war ernüchternd – viele Dinge hätte sie gern vorher gewusst. Damit anderen das nicht passiert, gibt sie im Beitrag Tipps, was du vor deinem "Ersten Mal" im OP beachten solltest.

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Für viele Vereine in Deutschland wird die Coronakrise zu einem finanziellen Problem. Auch die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) ist betroffen. Sie ist auf Spenden angewiesen, um ihr Engagement fortführen zu können.

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Für unsere Operation Karriere-Bloggerin Natalja Ostankov ist es endlich soweit: Nach monatelangen Vorbereitungen, Lockdown und Lernstress darf die zweifache Mutter nun endlich zum Staatsexamen antreten.

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Ab dem kommenden Jahr wird es in Deutschland einen weiteren Studiengang für Humanmedizin geben: In Bielefeld laufen die Vorbereitungen für die ersten 60 Studierenden, die im Wintersemester 2021/22 starten sollen.

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In den vergangenen Monaten haben weltweit viele Medizinstudierende dabei mitgeholfen, das Gesundheitssystem vor der Überlastung durch die COVID-19-Pandemie zu schützen. Wie verändert das die Rolle der Studierenden? Die Uni Witten-Herdecke veranstaltet dazu in dieser Woche eine virtuelle Konferenz.

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Ab Montag wird der Alltag bundesweit wieder eingeschränkt. Wie sieht es mit der universitären Lehre aus? Werden die Seminare am Patientenbett wieder abgesagt, so wie im vergangenen Semester? Wir haben uns an einigen großen Fakultäten umgehört.

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Operation Karriere-Bloggerin Eileithyia studiert im 10. Semester Medizin. In der Klinik sieht sie oft auch Patienten, deren Schicksal sie sehr berührt. Wie geht man damit um, dass Leiden zum Alltag gehört? Darüber schreibt sie in ihrem aktuellen Blog-Beitrag.

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Am 22. Oktober hat das erste Online-Seminar von Operation Karriere stattgefunden: Der Medizinstudent Andrej Weissenberger hat in seinem Vortrag Tipps gegeben, wie man ein großes Lernpensum bewältigt, ohne ins Schwitzen zu kommen.

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An welcher Universität gibt es die meisten Medizinstudierenden und wo ist die Anzahl der Studienanfänger am höchsten? In der folgenden Bildergalerie werden die zehn größten medizinischen Fakultäten Deutschlands dargestellt.

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Operation Karriere-Bloggerin Aria Ahadzada zieht es in die große weite Welt: Sie hat schon in den USA gelebt und macht auch ihr PJ in der Schweiz. Im Beitrag schildert sie, warum sie sich für die Alpenrepublik entschieden hat und wie ihr Start dort war.

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Insgesamt 103 Medizinstudierende haben in diesem Wintersemester ihren Studienplatz in Bayern über die Landarztquote bekommen. Jetzt starten sie ihr Studium.

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Eine Umfrage unter Studierenden zeigt: Die Zeit des Shutdowns im vergangenen Semester ging an ihnen nicht spurlos vorüber.

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Das vergangene Sommersemester war turbulent: Wegen der COVID-19-Pandemie musste schnell auf digitale Lehrmethoden umgestellt werden. Die Bundesvereinigung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) zieht nun Bilanz und schlägt Verbesserungen vor.

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Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges und in sozialer Verantwortung e.V.) protestierte im Juli in Büchel gegen die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland, darunter auch Sarah Wissing.

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Die Medizinstudierenden im Hartmannbund (HB) fordern einheitliche Regeln für die dritten Staatsexamina („M3“) auch in Coronazeiten.

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An der Universität Bonn lernten Studierende schon vor der Pandemie, wie virtuelles Behandeln funktioniert. Medizininformatik steht auf dem Lehrplan. Ein Besuch am Bonner Venusberg – noch „vor Corona“.

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Aufnahmebedingungen des Studiums der Medizin

Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer in Deutschland. Jahr für Jahr gibt es etliche Bewerber:innen, aber nur begrenzte Studienplätze. Um Humanmedizin studieren zu können, benötigen angehende Ärzt:innen die Allgemeine Hochschulreife. In einigen Bundesländern kann jedoch auch mit der fachgebundenen Hochschulreife ein Medizinstudium angetreten werden. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Nach einer Bestimmung des Bundesverfassungsgerichtes wurde das Auswahlverfahren geändert um eine faire Auswahl zu treffen und Chancengleichheit für die Bewerber:innen zu gewährleisten.  Studienplätze werden auch weiterhin nach Numerus Clausus (NC) vergeben. Der NC ergibt sich aus dem Verhältnis der Studienplätze und der Anzahl der Bewerber:innen. Die Aufnahmebedingungen verändern sich somit jedes Semester. In der Regel bewegt sich der NC-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3 – es gibt allerdings auch Ausnahmen. Derzeit wird Humanmedizin an 37 staatlichen Universitäten und vier privaten Hochschulen in Deutschland angeboten. Dabei kann man an acht Universitäten auch im Sommersemester mit Studium beginnen.

Studienplatzvergabe - Medizinstudium

Die Vergabe der Plätze wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) durchgeführt und erfolgt ausschließlich über das Portal Hochschulstart.de. Durch eine Neuerung im Jahr 2020 hat sich das Auswahlverfahren verändert. Seitdem gelten bundesweit die gleichen Regeln. Die Bewerber:innen werden nach folgendem Verfahren ausgewählt:

  1. Dreißig Prozent der Studienplätze werden über die Abiturbestquote verteilt. Ein Algorithmus stellt sicher, dass nur Abiturnoten von Bundesländern mit ähnlichen Anforderungen verglichen werden um eine faire Auswahl zu gewährleisten.
  2. Das zweite Auswahlverfahren, bei dem 10 Prozent der Studienplätze vergeben werden, ist die Eignungsquote. Es werde Kriterien wie eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitssektor, freiwillige Dienste, aber auch Erfolge bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ bei der Auswahl beachtet. Die Abiturnote spielt bei der Eignungsquote keine Rolle. Bis zum Wintersemester 2021/2022 werden noch Wartesemester berücksichtigt, danach gelten diese nicht mehr als Kriterium. 
  3. Die meisten Studienplätze - 60 Prozent - werden durch das Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Die Hochschulen benennen eigene Kriterien, die bei der Auswahl besonders wichtig sind. Dabei wird die Abiturnote oft miteinbezogen, aber es müssen auch notenunabhängige Kriterien berücksichtigt werden. Es spielen der TMS (Test für Medizinische Studiengänge), andere Eignungstests und mündliche Verfahren, sowie die Kriterien der Eignungsquote eine Rolle.

Gliederung des Medizinstudiums

Das Medizinstudium hat eine Gesamtdauer von 12 Semestern und drei Monaten und ist in drei Abschnitte gegliedert. 

Teil I: Vorklinik

Der erste Teil nennt sich Vorklinik. Dieser dauert vier Semester an und beinhaltet ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in den Semesterferien oder vor Studienbeginn. Im diesem Teil findet außerdem der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung („Physikum“) statt. 

Teil II: Klinik

Der zweite Teil nennt sich Klinik. Dieser Abschnitt hat eine Dauer von sechs Semestern und beinhaltet die viermonatige Famulatur in den Semesterferien. Von diesen vier Monaten müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht werden. Einen Monat davon müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung verbringen. Seit den Staatsexamensprüfungen 2015 können sie ebenfalls in einer Hausarztpraxis absolviert werden. Die Famulatur ist zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abzuleisten. Es lohnt sich, sich über Stipendien und Fördermöglichkeiten zu informieren. 

Teil III: Praktische Jahr

Der dritte Abschnitt ist das Praktische Jahr. In diesem Teil müssen die Studierenden je vier Monate im Krankenhaus im Bereich Innere Medizin, Chirurgie sowie einem Wahlfach verbringen. Im Praktischen Jahr erfolgt außerdem der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Mit Bestehen beider Prüfungen ist die Approbation zum Arzt oder zur Ärztin möglich. 

Neuerungen im Medizinstudium

Ab 2020 sollen neue Auswahlkriterien für eine Zu- oder Absage eines Bewerbers für ein Medizinstudium entscheiden. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ neue Auswahlverfahren. Nicht nur die Abiturnote soll in Zukunft zählen – auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und Berufserfahrung sollen als Aufnahmekriterium gelten. Bundesweit sollen dafür einheitliche Kriterien festgelegt werden. Nach langjährigen Forderungen seitens der Medizinstudenten hat sich politisch in den letzten Jahren einiges getan: Das Hammerexamen wurde abgeschafft und auch die erhöhte Mobilität sowie eine bessere Vergütung während des Praktischen Jahres wurde durchgesetzt.