Karriereweg Medizinstudium

Du hast es geschafft! Du hast einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, auf die sich jährlich tausende Abiturienten bewerben. Jetzt kannst du richtig durchstarten: es warten Pflegepraktikum, Vorklinik, Famulaturen, Physikum, Klinik, Praktisches Jahr und das Staatsexamen auf dich. Wie du die sich dir bietenden Möglichkeiten während des Studiums persönlich am besten nutzen können, erfährst du in unseren Artikeln und auf den Operation Karriere Kongressen.


Aktives Nachfragen und Einfordern der festgelegten Lernziele: Das riet PD Dr. med. Matthias Angstwurm, MME, Oberarzt, Leiter der Internistischen Intensivstation und PJ-Sprecher der Fakultät an der LMU, den Studierenden bei seinem Vortrag in München.

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Einen guten Überblick, was im Praktischen Jahr (PJ) von Studenten erwartet werden kann – und was nicht – gab Wenke Wichmann, Univertreterin und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden vom Hartmannbund in Greifswald und Medizinstudentin im 12. Semester.

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Kindern die Angst vor einer Behandlung im Krankenhaus nehmen und Medizinstudenten praktisch im Umgang mit den kleinen Patienten schulen – diese beiden Ziele erreicht das Konzept des Teddy-Krankenhauses am Universitätsklinikum Bonn.

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Neu: Der Elternpass für Studierende an der Universitätsmedizin Göttingen

Eine interessante Neuerung greift seit diesem Som­mer­se­mes­ter an der Uni­ver­si­täts­me­di­zin Göttingen: Der "Elternpass für Stu­die­ren­de mit Kind" wurde eingeführt. Junge Eltern können einige Vorteile nutzen, die ihnen das Studieren erleichtern.

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Ein kurzes Gespräch bei einer Tasse Kaffee auf dem Operation Karriere-Kongress in Frankfurt führte Dr. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin des Deutschen Ärzteblattes und Medizin Studieren, mit Jan Bauer, Medizinstudent, zum Thema Praktisches Jahr.

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Peter Karle, medizinernachwuchs.de

Peter Karle, Chefredakteur bei medizinernachwuchs.de, gibt im Interview Tipps zur Famulatur im Ausland. Auf den Operation Karriere-Kongressen hält er regelmäßig den Vortrag "Fernweh – Was bringt die Famulatur im Ausland?" und gibt detaillierte Informationen rund um diesen Karriereschritt.

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Famulatur auf dem Land

Noch bis zum 3. Juni können sich Medizinstudierende in Bayern für das Famulatur-Stipendium "Land.in.Sicht" bewerben. Es umfasst eine Unterstützung von 300 Euro für den Famulaturmonat und einen anteiligen Fahrtkostenzuschuss.

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Universitätsklinikum Ruhr-Universität Bochum nach Erweiterung größtes deutsches Uniklinikum

Das Universitätsklinikum in Bochum wurde um vier Häuser aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) erweitert, wodurch 60 zusätzliche klinische Studienplätze pro Jahr geschaffen werden.

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Ärztemangel und Co.: Der Mediziner-Nachwuchs ist in den Medien ein Dauerthema. Empirisch recherchierte Zahlen zu Medizinstudierenden stellte Nina Walter, stellvertretende Geschäftsführerin der Landesärztekammer Hessen, auf dem Operation Karriere-Kongress in Frankfurt vor.

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Studenten sind keine Einzelkämpfer - abgesehen davon, dass man Lerngruppen bilden sollte, können Studierende sich auch politisch engagieren. Tim Vogel von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden e.V. (BMVD) stellte auf dem Operation Karriere-Kongress in Berlin vor, wie das aussehen kann.

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Eine effektive Vorbereitung und ein positives Auftreten - Wer diese beiden Aspekte beherzigt, kann das Examen ohne Sorgen angehen. Das sagt der erfahrene Ausbilder Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie des Universitätsklinikums Köln.

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Zur Bedeutung des Doktortitels gibt es verschiedene Meinungen. Für diejenigen, die ihre Doktorarbeit schreiben wollen, gab Prof. Dr. Lothar Rink, Vorsitzender des Promotionsausschusses und Direktor des Instituts für Immunologie der RWTH Aachen, wertvolle Tipps.

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Gute Vorbereitung ist das A und O bei der Wahl des richtigen Platzes für das Praktische Jahr. Doch was genau bedeutet das? PD Dr. med. Matthias Paul, Chefarzt am Kreiskrankenhaus Gummersbach, berichtete beim Operation Karriere-Kongress in Köln aus seinem Erfahrungsschatz.

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Wer sich für ein Medizinstudium entscheidet, sollte genug Zeit für das Lernen des Stoffs einplanen. Doch lernen ist nicht gleich lernen. Welche Aspekte man beachten muss, um systematisch und effektiv zu pauken, erklärte Hartmannbund-Univertreter Moritz Völker bei Operation Karriere in Köln.

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Aufnahmebedingungen des Studiums der Medizin

Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer in Deutschland. Jahr für Jahr gibt es etliche Bewerber:innen, aber nur begrenzte Studienplätze. Um Humanmedizin studieren zu können, benötigen angehende Ärzt:innen die Allgemeine Hochschulreife. In einigen Bundesländern kann jedoch auch mit der fachgebundenen Hochschulreife ein Medizinstudium angetreten werden. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Nach einer Bestimmung des Bundesverfassungsgerichtes wurde das Auswahlverfahren geändert um eine faire Auswahl zu treffen und Chancengleichheit für die Bewerber:innen zu gewährleisten.  Studienplätze werden auch weiterhin nach Numerus Clausus (NC) vergeben. Der NC ergibt sich aus dem Verhältnis der Studienplätze und der Anzahl der Bewerber:innen. Die Aufnahmebedingungen verändern sich somit jedes Semester. In der Regel bewegt sich der NC-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3 – es gibt allerdings auch Ausnahmen. Derzeit wird Humanmedizin an 37 staatlichen Universitäten und vier privaten Hochschulen in Deutschland angeboten. Dabei kann man an acht Universitäten auch im Sommersemester mit Studium beginnen.

Studienplatzvergabe - Medizinstudium

Die Vergabe der Plätze wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) durchgeführt und erfolgt ausschließlich über das Portal Hochschulstart.de. Durch eine Neuerung im Jahr 2020 hat sich das Auswahlverfahren verändert. Seitdem gelten bundesweit die gleichen Regeln. Die Bewerber:innen werden nach folgendem Verfahren ausgewählt:

  1. Dreißig Prozent der Studienplätze werden über die Abiturbestquote verteilt. Ein Algorithmus stellt sicher, dass nur Abiturnoten von Bundesländern mit ähnlichen Anforderungen verglichen werden um eine faire Auswahl zu gewährleisten.
  2. Das zweite Auswahlverfahren, bei dem 10 Prozent der Studienplätze vergeben werden, ist die Eignungsquote. Es werde Kriterien wie eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitssektor, freiwillige Dienste, aber auch Erfolge bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ bei der Auswahl beachtet. Die Abiturnote spielt bei der Eignungsquote keine Rolle. Bis zum Wintersemester 2021/2022 werden noch Wartesemester berücksichtigt, danach gelten diese nicht mehr als Kriterium. 
  3. Die meisten Studienplätze - 60 Prozent - werden durch das Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Die Hochschulen benennen eigene Kriterien, die bei der Auswahl besonders wichtig sind. Dabei wird die Abiturnote oft miteinbezogen, aber es müssen auch notenunabhängige Kriterien berücksichtigt werden. Es spielen der TMS (Test für Medizinische Studiengänge), andere Eignungstests und mündliche Verfahren, sowie die Kriterien der Eignungsquote eine Rolle.

Gliederung des Medizinstudiums

Das Medizinstudium hat eine Gesamtdauer von 12 Semestern und drei Monaten und ist in drei Abschnitte gegliedert. 

Teil I: Vorklinik

Der erste Teil nennt sich Vorklinik. Dieser dauert vier Semester an und beinhaltet ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in den Semesterferien oder vor Studienbeginn. Im diesem Teil findet außerdem der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung („Physikum“) statt. 

Teil II: Klinik

Der zweite Teil nennt sich Klinik. Dieser Abschnitt hat eine Dauer von sechs Semestern und beinhaltet die viermonatige Famulatur in den Semesterferien. Von diesen vier Monaten müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht werden. Einen Monat davon müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung verbringen. Seit den Staatsexamensprüfungen 2015 können sie ebenfalls in einer Hausarztpraxis absolviert werden. Die Famulatur ist zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abzuleisten. Es lohnt sich, sich über Stipendien und Fördermöglichkeiten zu informieren. 

Teil III: Praktische Jahr

Der dritte Abschnitt ist das Praktische Jahr. In diesem Teil müssen die Studierenden je vier Monate im Krankenhaus im Bereich Innere Medizin, Chirurgie sowie einem Wahlfach verbringen. Im Praktischen Jahr erfolgt außerdem der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Mit Bestehen beider Prüfungen ist die Approbation zum Arzt oder zur Ärztin möglich. 

Neuerungen im Medizinstudium

Ab 2020 sollen neue Auswahlkriterien für eine Zu- oder Absage eines Bewerbers für ein Medizinstudium entscheiden. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ neue Auswahlverfahren. Nicht nur die Abiturnote soll in Zukunft zählen – auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und Berufserfahrung sollen als Aufnahmekriterium gelten. Bundesweit sollen dafür einheitliche Kriterien festgelegt werden. Nach langjährigen Forderungen seitens der Medizinstudenten hat sich politisch in den letzten Jahren einiges getan: Das Hammerexamen wurde abgeschafft und auch die erhöhte Mobilität sowie eine bessere Vergütung während des Praktischen Jahres wurde durchgesetzt.