Karriereweg Medizinstudium

Du hast es geschafft! Du hast einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, auf die sich jährlich tausende Abiturienten bewerben. Jetzt kannst du richtig durchstarten: es warten Pflegepraktikum, Vorklinik, Famulaturen, Physikum, Klinik, Praktisches Jahr und das Staatsexamen auf dich. Wie du die sich dir bietenden Möglichkeiten während des Studiums persönlich am besten nutzen können, erfährst du in unseren Artikeln und auf den Operation Karriere Kongressen.


Die Coronapandemie hat auch an den medizinischen Fakultäten den Uni- und Lernalltag massiv verändert. Medizinstudierende versuchen, den Stoff im Selbststudium zu bewältigen. Neu etablierte virtuelle Lehrformate helfen.

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Da in der Bevölkerung die Homöopathie nach wie vor beliebt ist, hält es die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) und des Informationsnetzwerks Homöopathie (INH) für wichtig, dass Nachwuchsärzte klinische Studien richtig lesen können.

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Schleswig-Holstein hat seine ersten Landesstipendien für Medizinstudierende vergeben. „Mit dem Stipendium schaffen wir in Schleswig-Holstein einen Anreiz für zukünftige Ärzte im ländlichen Raum tätig zu werden“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Heiner Garg (FDP).

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Die Ärztekammer Nordrhein (ÄKNo) pocht auf deutliche Nachbesserungen bei der geplan­ten Reform des Medizinstudiums. Eine entsprechende Entschließung hat das Ärzteparlament in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich verabschiedet.

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Operation Karriere-Bloggerin Elli hat gut geplant, wie sie sich die kommenden Jahre vorstellt. Eigentlich. Denn so langsam beginnt sie zu zweifeln: Ist ihr Plan wirklich richtig für sie? Und wird er sie glücklich machen? Im Beitrag schildert sie ihre Gedanken rund um Planung und Spontanität.

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Die Landesregierung in Niedersachsen hat entschieden, dass der Einsatz von rund 1.000 Studierenden auf COVID-19-Stationen nicht als Pflichtpraktikum anerkannt wird. Der Marburger Bund (MB) Niedersachsen protestiert.

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Operation Karriere-Bloggerin Natalja Ostankov ist derzeit im PJ, hat aber auch schon die nächste Prüfung im Blick. Zur Vorbereitung hat sie am 24. Februar an dem Online-Workshop "Topfit in die mündliche Prüfung M3" mit Rene Carolus teilgenommen. Wie es ihr gefallen hat, schildert sie im Beitrag.

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Operation Karriere-Bloggerin Eileithya hat schon im Studium gelernt, dass Unsicherheit im Krankenhaus nichts zu suchen hat. Doch in der Realität merkt sie, dass sie oft nicht weiter weiß. Zum Glück ändert sich der Umgang damit so langsam auch unter Ärzten.

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Wie lässt sich die COVID-19-Pandemie möglichst schnell beenden? Damit das gelingen kann, müssen schnell Impfstoffe produziert und verteilt werden – und zwar weltweit. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) spricht sich daher für den so genannten TRIPS-Waiver-Antrag aus.

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Wie haben Medizinstudierende 2020 erlebt? In ihrem Beitrag lassen Matthias D. Kaufmann und Jeremy Schmidt von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd e.V) das Corona-Jahr Revue passieren.

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Operation Karriere-Bloggerin Eileithyia möchte Gynäkologin werden. Aber die Arbeit im OP macht ihr Angst. Ihren Berufswunsch will sie nicht aufgeben – also hat sie beschlossen, offen über ihr Problem zu sprechen. Was sie damit für Erfahrungen macht, schildert sie im Beitrag.

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Wie schätzen Fachschaften das Medizinstudium an ihrer Uni ein? Was macht den besonderen Reiz am Studium dort aus? Wir haben nachgefragt und präsentieren hier die Antworten. Diesmal: Lea Mezger von der Fachschaft Humanmedizin in Ulm.

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Die Studierenden im Hartmannbund (HB) fordern, Studierende im Praktischen Jahr (PJ), dem letzten Jahr des Studiums, ausreichend vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen.

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Das neue Fach „Culinary Medicine“ soll künftige Ärzte zu kompetenteren Beratern in Ernährungs- und Lebensstilfragen machen. Der Mediziner und Ernährungspsychologe PD Dr. Thomas Ellrott betreut dazu ein Pilotprojekt an der Uni Göttingen, bei dem die Studierenden selbst am Herd stehen.

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Die Digitalisierung nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert in der heutigen Gesellschaft ein und ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die TU München will Studierende mit der Veranstaltung "NIM: New Ideas for Medicine" darauf vorbereiten.

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Operation Karriere-Bloggerin Natalja Ostankov versucht, ihr PJ und die Betreuung ihrer Kinder unter einen Hut zu bringen. Nicht einfach: Denn Urlaub oder Kinderkrankentage nehmen kann sie im PJ nicht. Wie sie mit der Situation umgeht, schildert sie im Beitrag.

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Die Pläne für ein künftiges Medizinstudium in Bielefeld sind einen Schritt weiter: Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat jetzt den Modellstudiengang der medizinischen Fakultät Ostwestfalen-Lippe (OWL) genehmigt.

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Die Studierenden im Hartmannbund (HB) haben sich gegen eine Amtsarztquote ausgesprochen. Diese sei „keine Lösung für den Personalmangel im öffentlichen Gesundheitsdienst“, betonten die Studie­rendenvertreter heute. Sie wenden sich damit unter anderem gegen Pläne aus Sachsen-Anhalt.

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Wie soll die ärztliche Ausbildung ab 2025 aussehen? Das Bundes-Gesundheitsministerium (BMG) hat dazu jetzt einen Entwurf vorgelegt. Das Feedback von Marburger Bund, Hartmannbund und Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) enthält Lob, aber auch einige Kritik.

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Operation Karriere-Bloggerin Eileithyia möchte Gynäkologin werden. Vor allem die Geburtshilfe fasziniert sie – der Moment, wenn im Kreißsaal ein neues Leben beginnt. Warum diese Erfahrung für sie der schönste Bereich der Medizin ist, beschreibt sie im Beitrag.

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Aufnahmebedingungen des Studiums der Medizin

Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer in Deutschland. Jahr für Jahr gibt es etliche Bewerber:innen, aber nur begrenzte Studienplätze. Um Humanmedizin studieren zu können, benötigen angehende Ärzt:innen die Allgemeine Hochschulreife. In einigen Bundesländern kann jedoch auch mit der fachgebundenen Hochschulreife ein Medizinstudium angetreten werden. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Nach einer Bestimmung des Bundesverfassungsgerichtes wurde das Auswahlverfahren geändert um eine faire Auswahl zu treffen und Chancengleichheit für die Bewerber:innen zu gewährleisten.  Studienplätze werden auch weiterhin nach Numerus Clausus (NC) vergeben. Der NC ergibt sich aus dem Verhältnis der Studienplätze und der Anzahl der Bewerber:innen. Die Aufnahmebedingungen verändern sich somit jedes Semester. In der Regel bewegt sich der NC-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3 – es gibt allerdings auch Ausnahmen. Derzeit wird Humanmedizin an 37 staatlichen Universitäten und vier privaten Hochschulen in Deutschland angeboten. Dabei kann man an acht Universitäten auch im Sommersemester mit Studium beginnen.

Studienplatzvergabe - Medizinstudium

Die Vergabe der Plätze wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) durchgeführt und erfolgt ausschließlich über das Portal Hochschulstart.de. Durch eine Neuerung im Jahr 2020 hat sich das Auswahlverfahren verändert. Seitdem gelten bundesweit die gleichen Regeln. Die Bewerber:innen werden nach folgendem Verfahren ausgewählt:

  1. Dreißig Prozent der Studienplätze werden über die Abiturbestquote verteilt. Ein Algorithmus stellt sicher, dass nur Abiturnoten von Bundesländern mit ähnlichen Anforderungen verglichen werden um eine faire Auswahl zu gewährleisten.
  2. Das zweite Auswahlverfahren, bei dem 10 Prozent der Studienplätze vergeben werden, ist die Eignungsquote. Es werde Kriterien wie eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitssektor, freiwillige Dienste, aber auch Erfolge bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ bei der Auswahl beachtet. Die Abiturnote spielt bei der Eignungsquote keine Rolle. Bis zum Wintersemester 2021/2022 werden noch Wartesemester berücksichtigt, danach gelten diese nicht mehr als Kriterium. 
  3. Die meisten Studienplätze - 60 Prozent - werden durch das Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Die Hochschulen benennen eigene Kriterien, die bei der Auswahl besonders wichtig sind. Dabei wird die Abiturnote oft miteinbezogen, aber es müssen auch notenunabhängige Kriterien berücksichtigt werden. Es spielen der TMS (Test für Medizinische Studiengänge), andere Eignungstests und mündliche Verfahren, sowie die Kriterien der Eignungsquote eine Rolle.

Gliederung des Medizinstudiums

Das Medizinstudium hat eine Gesamtdauer von 12 Semestern und drei Monaten und ist in drei Abschnitte gegliedert. 

Teil I: Vorklinik

Der erste Teil nennt sich Vorklinik. Dieser dauert vier Semester an und beinhaltet ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in den Semesterferien oder vor Studienbeginn. Im diesem Teil findet außerdem der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung („Physikum“) statt. 

Teil II: Klinik

Der zweite Teil nennt sich Klinik. Dieser Abschnitt hat eine Dauer von sechs Semestern und beinhaltet die viermonatige Famulatur in den Semesterferien. Von diesen vier Monaten müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht werden. Einen Monat davon müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung verbringen. Seit den Staatsexamensprüfungen 2015 können sie ebenfalls in einer Hausarztpraxis absolviert werden. Die Famulatur ist zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abzuleisten. Es lohnt sich, sich über Stipendien und Fördermöglichkeiten zu informieren. 

Teil III: Praktische Jahr

Der dritte Abschnitt ist das Praktische Jahr. In diesem Teil müssen die Studierenden je vier Monate im Krankenhaus im Bereich Innere Medizin, Chirurgie sowie einem Wahlfach verbringen. Im Praktischen Jahr erfolgt außerdem der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Mit Bestehen beider Prüfungen ist die Approbation zum Arzt oder zur Ärztin möglich. 

Neuerungen im Medizinstudium

Ab 2020 sollen neue Auswahlkriterien für eine Zu- oder Absage eines Bewerbers für ein Medizinstudium entscheiden. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ neue Auswahlverfahren. Nicht nur die Abiturnote soll in Zukunft zählen – auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und Berufserfahrung sollen als Aufnahmekriterium gelten. Bundesweit sollen dafür einheitliche Kriterien festgelegt werden. Nach langjährigen Forderungen seitens der Medizinstudenten hat sich politisch in den letzten Jahren einiges getan: Das Hammerexamen wurde abgeschafft und auch die erhöhte Mobilität sowie eine bessere Vergütung während des Praktischen Jahres wurde durchgesetzt.