Karriereweg Medizinstudium

Du hast es geschafft! Du hast einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, auf die sich jährlich tausende Abiturienten bewerben. Jetzt kannst du richtig durchstarten: es warten Pflegepraktikum, Vorklinik, Famulaturen, Physikum, Klinik, Praktisches Jahr und das Staatsexamen auf dich. Wie du die sich dir bietenden Möglichkeiten während des Studiums persönlich am besten nutzen können, erfährst du in unseren Artikeln und auf den Operation Karriere Kongressen.


Der diesjährige Medizinische Fakultätentag hat sich für mehr Transparenz beim Umgang mit Interessenkonflikten an den Medizinischen Fakultäten ausgesprochen und 12 Empfehlungen formuliert.

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Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) fordert, coronabedingte Quarantäne- und Isolationszeiten nicht auf die Fehltage im Praktischen Jahr (PJ) anzurechnen.

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Medizinstudierende können ihre Arbeit in Gesundheitsämtern oder in anderen pandemierelevan­ten Bereichen fortsetzen, ohne dass ihr dort erzieltes Einkommen auf das BAföG angerechnet wird. Da­rauf weist der Marburger Bund hin.

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Der 125. Deutsche Ärztetag hat die Bundesregierung und die Landesregierungen aufgerufen, die Zahl der Studienplätze im Fach Humanmedizin deutlich aufzustocken. Um eine qualitativ hochwerti­ge Ausbildung von zukünftigen Ärzten zu gewährleisten, müsse die Lehre auf allen betei­lig­ten Ebenen finanziell und...

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Du sitzt wieder vor einem Haufen medizinischen Lernstoffs und hast keine Ahnung, wie du dir das alles jemals merken sollst? Und ein bisschen mehr Freizeit und weniger Prüfungsdruck wären auch nicht schlecht? Mit den richtigen Lerntechniken ist das kein Problem mehr. Wir sprachen mit Fabian Saal, Arzt und...

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Wie lange arbeiten PJler im Durchschnitt und wie ist die Bezahlung? In der großen PJ-Umfrage des Marburger Bunds 2018 wurden fast 1300 angehende Ärztinnen und Ärzte befragt.

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Bayern vergibt im kommenden Wintersemester 131 Studienplätze an Medizinstudierende, die sich verpflichten, nach Studienende auf dem Land oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten.

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Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer. Egal, ob Zulassungsverfahren, Lernmenge oder Kursinhalte – um das Medizinstudium ranken sich einige Mythen. Wir klären dich hier über fünf häufig genannte Mythen auf.

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Das deutsche Gesundheitssystem hinkt aus der Sicht des Wissenschaftsrates bei der Digitalisierung im Vergleich mit anderen Industrienationen deutlich hinterher. Was sich alles ändern muss, erfährst du im Beitrag.

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Einmal ist immer das erste Mal. Unser neuer Operation Karriere-Blogger Laurin Gerdes erinnert sich in seinem ersten Beitrag an eine andere Premiere: seine erste Reanimation als Rettungssanitäter während seiner Zeit im Bundesfreiwilligendienst – ein Erlebnis, das ihn sehr geprägt und zum Nachdenken gebracht...

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Coronaerkrankungen und Quarantäne sollten weiterhin auf die regulären Fehltage im Praktischen Jahr angerechnet werden, fordert der Studierendenausschuss des Hartmannbundes.

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Medizinstudierende der Zukunft könnten dank einer neuen Partnerschaft, die in Los Angeles und Cambridge unter Beteiligung des Addenbrooke's Hospital ins Leben gerufen wurde, bald an Hologrammen von Patienten geschult werden.

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Du möchtest dich in deinem Medizinstudium finanziell unterstützen lassen? Dann bietet das Brandenburger Landärztestipendium eine Möglichkeit. Noch bis zum 15. August 2022 können sich Interessierte bewerben und eine monatliche Förderung von 1.000 Euro erhalten.

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2020 hat Sachsen-Anhalt die Landarztquote eingeführt und damit deutschlandweit die Vorreiterrolle eingenommen. Im dritten Durchgang bleibt das Interesse weiterhin groß: Auf die 20 vergebenen Medizinstudienplätze haben sich 123 Interessierte beworben.

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Die Bundesärztekammer (BÄK) und der Israelische Ärzteverband (Israel Medical Association, IMA) erkennen künftig ärztliche Fortbildungen gegenseitig an. Eine dahingehende Erklärung haben beide Verbände kürzlich in Dresden unterzeichnet.

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Die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat vorgestellt, welche ge­sundheitspolitischen Weichenstellungen sie von der neuen schwarze-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) erwartet.

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Reformen im Medizinstudium und bei der Hochschullehre fordert die Kammerversammlung der Sächsischen Ärztekammer (SLÄK). Zentral sei, die inhaltlich neu ausgestaltete, reformierte Approbationsord­nung „nun endlich und zeitnah in eine Rechtsverordnung zu gießen und danach an allen deutschen Fakul­täten...

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Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) könnte das Verhältnis von Arzt und Patient in Zukunft grundlegend verändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Europäischen Kommission. Allerdings sei ein kompletter Wandel hin zu automatisierter Medizin mit minimaler menschlicher Beteiligung noch ein...

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Wie lassen sich postoperative Wundinfektionen bei operativen Eingriffen verhindern? In einem neuen Video aus der Reihe „Meine Meinung“ der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beantwortet die Berliner Professorin Julia Seifert, Vorsitzende des Arbeitskreises „Krankenhaus- & Praxishygiene“ der...

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Wie werden junge Medizinstudierende die Ärztinnen und Ärzte, die sie gern sein wollen? Und was macht eine ärztliche Persönlichkeit überhaupt aus? Am Universitätsklinikum Jena gibt es zu diesem Thema ein Pilotprojekt, bei dem Studierende unter anderem über Themen wie Verantwortung und Autonomie im Arztberuf...

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Aufnahmebedingungen des Studiums der Medizin

Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer in Deutschland. Jahr für Jahr gibt es etliche Bewerber:innen, aber nur begrenzte Studienplätze. Um Humanmedizin studieren zu können, benötigen angehende Ärzt:innen die Allgemeine Hochschulreife. In einigen Bundesländern kann jedoch auch mit der fachgebundenen Hochschulreife ein Medizinstudium angetreten werden. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Nach einer Bestimmung des Bundesverfassungsgerichtes wurde das Auswahlverfahren geändert um eine faire Auswahl zu treffen und Chancengleichheit für die Bewerber:innen zu gewährleisten.  Studienplätze werden auch weiterhin nach Numerus Clausus (NC) vergeben. Der NC ergibt sich aus dem Verhältnis der Studienplätze und der Anzahl der Bewerber:innen. Die Aufnahmebedingungen verändern sich somit jedes Semester. In der Regel bewegt sich der NC-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3 – es gibt allerdings auch Ausnahmen. Derzeit wird Humanmedizin an 37 staatlichen Universitäten und vier privaten Hochschulen in Deutschland angeboten. Dabei kann man an acht Universitäten auch im Sommersemester mit Studium beginnen.

Studienplatzvergabe - Medizinstudium

Die Vergabe der Plätze wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) durchgeführt und erfolgt ausschließlich über das Portal Hochschulstart.de. Durch eine Neuerung im Jahr 2020 hat sich das Auswahlverfahren verändert. Seitdem gelten bundesweit die gleichen Regeln. Die Bewerber:innen werden nach folgendem Verfahren ausgewählt:

  1. Dreißig Prozent der Studienplätze werden über die Abiturbestquote verteilt. Ein Algorithmus stellt sicher, dass nur Abiturnoten von Bundesländern mit ähnlichen Anforderungen verglichen werden um eine faire Auswahl zu gewährleisten.
  2. Das zweite Auswahlverfahren, bei dem 10 Prozent der Studienplätze vergeben werden, ist die Eignungsquote. Es werde Kriterien wie eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitssektor, freiwillige Dienste, aber auch Erfolge bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ bei der Auswahl beachtet. Die Abiturnote spielt bei der Eignungsquote keine Rolle. Bis zum Wintersemester 2021/2022 werden noch Wartesemester berücksichtigt, danach gelten diese nicht mehr als Kriterium. 
  3. Die meisten Studienplätze - 60 Prozent - werden durch das Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Die Hochschulen benennen eigene Kriterien, die bei der Auswahl besonders wichtig sind. Dabei wird die Abiturnote oft miteinbezogen, aber es müssen auch notenunabhängige Kriterien berücksichtigt werden. Es spielen der TMS (Test für Medizinische Studiengänge), andere Eignungstests und mündliche Verfahren, sowie die Kriterien der Eignungsquote eine Rolle.

Gliederung des Medizinstudiums

Das Medizinstudium hat eine Gesamtdauer von 12 Semestern und drei Monaten und ist in drei Abschnitte gegliedert. 

Teil I: Vorklinik

Der erste Teil nennt sich Vorklinik. Dieser dauert vier Semester an und beinhaltet ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in den Semesterferien oder vor Studienbeginn. Im diesem Teil findet außerdem der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung („Physikum“) statt. 

Teil II: Klinik

Der zweite Teil nennt sich Klinik. Dieser Abschnitt hat eine Dauer von sechs Semestern und beinhaltet die viermonatige Famulatur in den Semesterferien. Von diesen vier Monaten müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht werden. Einen Monat davon müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung verbringen. Seit den Staatsexamensprüfungen 2015 können sie ebenfalls in einer Hausarztpraxis absolviert werden. Die Famulatur ist zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abzuleisten. Es lohnt sich, sich über Stipendien und Fördermöglichkeiten zu informieren. 

Teil III: Praktische Jahr

Der dritte Abschnitt ist das Praktische Jahr. In diesem Teil müssen die Studierenden je vier Monate im Krankenhaus im Bereich Innere Medizin, Chirurgie sowie einem Wahlfach verbringen. Im Praktischen Jahr erfolgt außerdem der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Mit Bestehen beider Prüfungen ist die Approbation zum Arzt oder zur Ärztin möglich. 

Neuerungen im Medizinstudium

Ab 2020 sollen neue Auswahlkriterien für eine Zu- oder Absage eines Bewerbers für ein Medizinstudium entscheiden. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ neue Auswahlverfahren. Nicht nur die Abiturnote soll in Zukunft zählen – auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und Berufserfahrung sollen als Aufnahmekriterium gelten. Bundesweit sollen dafür einheitliche Kriterien festgelegt werden. Nach langjährigen Forderungen seitens der Medizinstudenten hat sich politisch in den letzten Jahren einiges getan: Das Hammerexamen wurde abgeschafft und auch die erhöhte Mobilität sowie eine bessere Vergütung während des Praktischen Jahres wurde durchgesetzt.