"It's a match" - auf den Operation Karriere Kongressen treffen sich Bewerber und Chefärzte

Viele Kliniken stellen bei den Operation Karriere Kongressen neue Mitarbeiter ein. Nach einem "Schnuppergespräch" hat man die neue Stelle manchmal sofort in der Tasche.

Operation Karriere in München: Dr. Thomas Löffler, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie am Krankenhaus Weilheim-Schongau, im „Schnuppergespräch“ mit einer jungen Bewerberin, die er nach dem Gespräch als neue Mitarbeiterin eingestellt hat. | Klaus D. Wolf

Mehr als zehn Jahre gibt es die deutschlandweite Kongressreihe Operation Karriere nun schon. Novum in diesem Jahr: die „Schnuppergespräche“, ein neues Kennenlern-Format. Die Besucher des Kongresses – meist angehende Ärzte und Studierende – können im Vorfeld einen konkreten Gesprächstermin mit den Arbeitgebern vereinbaren, die auf der Messe einen Stand haben.

Auf dem letzten Kongress in München präsentierten sich zum Beispiel die Kreiskliniken Weilheim-Schongau erstmals auf einem Operation Karriere Kongress. Fünf Chef- und Oberärzten des Klinikums waren vor Ort, um Interessierten Fragen zu Work-Life-Balance und Entwicklungsmöglichkeiten zu beantworten. Nicht nur für die Krankenhaus GmbH aus dem ländlichen Weilheim-Schongau, sondern auch für zwei junge Mediziner hat sich die Teilnahme am Kongress gelohnt. „Unser Chefarzt der Unfallchirurgie, Dr. Thomas Löffler, hat zwei Ärzte quasi von der Stange weg eingestellt“, erzählt Norman Fötzsch, Assistent der Geschäftsführung. Das Erfolgsrezept sieht er ganz klar darin, dass die Chefärzte persönlich vor Ort waren und konkret über Arbeitsinhalte informieren konnten.

Die Operation Karriere-Bloggerin und zweifache Mutter Natalja Ostankov schreibt regelmäßig über den Alltag zwischen Familie, Klinik und Studium. Diesmal berichtet sie von ihren Erfahrungen auf dem Operation Karriere-Kongress in München.

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So interessierte die Bewerber beispielsweise das roboterarmgestützte Operieren am Standort Weilheim Schongau. Aber auch andere Aspekte rückten in den Fokus. „Zum einen hätten viele nicht gedacht, dass wir als kleines Kreiskrankenhaus ein so enormes Spektrum anbieten. Zum anderen punkten wir mit einem familiären Arbeitsklima – das offensichtlich auch vor Ort sichtbar war“, sagt Norman Fötzsch. Die Anwesenheit der Ärzte war in diesem Zusammenhang sicherlich ein Pluspunkt. Denn gerade der persönliche Kontakt werde in unserer digitalen Welt wieder wichtiger werden.

Doppelt so viele PJ-Stellen dank Operation Karriere

Sabine Haslbeck, Stlv. Leiterin der Personalabteilung am Klinikum St. Elisabeth in Straubing, war mit ihrem Haus bereits vier Mal bei Operation Karriere |© Johannes Lehner

Auch das Barmherzige Brüder Klinikum St. Elisabeth in Straubing ist inzwischen Stammgast bei dem Operation Karriere Kongress in München. Bereits vier Mal präsentierte sich das Krankenhaus dort auf dem Kongress. Gemeinsam mit einem Ärzteteam aus ihrem Haus nutzt Sabine Haslbeck, Stellvertretende Leiterin der Personalabteilung, diese Bühne dazu, um mit potenziellen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen, sich mit ihnen auszutauschen und zu erfahren, was ihnen wichtig ist. „Viele kannten beispielsweise den Ort Straubing noch nicht einmal, geschweige denn unser Krankenhausportfolio“, stellte die Personalerin fest.

Besonders in den neuen Schnuppergesprächen sieht sie daher eine gute Chance, um das Gesamtspektrum ihrer Klinik den jungen Ärzten und Medizinstudenten näher zu bringen. Die Planbarkeit und Vorbereitung auf den interdisziplinären Austausch sind für sie die großen Vorteile des Formats. „Wir haben interessante Gespräche geführt, unter anderem mit einem jungen Mann, der sich mit unserem Assistenzarzt zum Fachbereich Innere Medizin ausgetauscht hat und so begeistert war, dass er sich umgehend bewerben wollte.“

In diesem Jahr finden noch drei Operation Karriere-Kongresse statt:

  • 09.11.2019 in Köln
  • 30.11.2019 in Berlin
  • 07.12.2019 in Heidelberg

2020 sind weitere Kongresse in Frankfurt, Bochum, Hamburg und München geplant.

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