Überblick: Weiterbildung Facharzt Radiologie

Fakten zur Weiterbildung Facharzt/Fachärztin für Radiologie mit dem Schwerpunkt Neuroradiologie

    Auch diese Schwerpunkt-Weiterbildung baut auf der Facharzt-Weiterbildung Radiologie auf. Die Dauer der Weiterbildungszeit beträgt ebenfalls 24 Monate.

    Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Radiologie

    • Übergreifende Inhalte der Schwerpunkt-Weiterbildung Neuroradiologie
    • Grundlagen und klinische Untersuchungsmethoden in der Neurologie, Neurochirurgie, Angiologie und Gefäßchirurgie mit Relevanz für neuroradiologische Fragestellungen
    • Anatomie, anatomische Varianten und Physiologie der angeborenen und erworbenen Erkrankungen mit Relevanz für neuroradiologische Fragestellungen, insbesondere des arteriellen und venösen Gefäßsystems im Bereich Kopf, Hals, Gehirn, Wirbelsäule und Rückenmark
    • Klinische Symptome und Behandlungsstrategien sowie bildmorphologische Darstellung bei neuroradiologischen Fragestellungen
    • Vorbereitung und Durchführung von neuroradiologischen Demonstrationen, interdisziplinären Konferenzen, einschließlich Tumorkonferenzen (Richtzahl: 50)
    • Besonderheiten neuroradiologischer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bei Kindern und Jugendlichen sowie erforderliche Anpassungen der Akquisitionsparameter

    Indikationsstellung

    • Indikation einschließlich rechtfertigender Indikationsstellung für alle neuroradiologischen Untersuchungen und interventionellen bildgestützten Verfahren unter Berücksichtigung der relevanten klinischen Fragestellungen des zentralen und peripheren Nervensystems einschließlich der Nervenplexus
    • Bewertung und Vergleich der Aussagekraft bildgebender Verfahren, insbesondere Radiographie, Fluoroskopie, CT, MRT, Sonographie für unterschiedliche diagnostische neuroradiologische Fragestellungen und Auswahl der geeignetsten Methoden für diagnostische neuroradiologische Fragestellungen
    • Bewertung und Vergleich der verschiedenen interventionellen neuroradiologischen Verfahren und Auswahl der geeignetsten Verfahren für die unterschiedlichen neuroradiologischen Krankheitsbilder

    Strahlenschutz

    • Reduktionsmöglichkeiten der medizinisch induzierten Strahlenexposition im Hinblick auf besonders strahlensensible Organe im Untersuchungs- oder Behandlungsfeld

    Bildgebung mit ionisierender Strahlung

    • Digitale Volumentomographie (DVT) im Kopf-Hals-Bereich
    • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Röntgenuntersuchungen einschließlich diagnostischer und funktioneller Computertomographie, Digitaler Subtraktionsangiographie und Fluoroskopie, davon
    1. Röntgennativdiagnostik (Richtzahl: 400)
    2. Myelographien (Richtzahl: 25)
    3. Katheterangiographien (Richtzahl: 100)
    4. CT von Gehirn und Liquorräumen (Richtzahl: 500)
    5. CT von Schädelbasis und Hals (Richtzahl: 500)
    6. CT von Wirbelsäule und Rückenmark (Richtzahl: 500)
    7. CT des muskuloskelettalen Systems (Richtzahl: 200)
    8. CT-Angiographien (Richtzahl: 200)
    • Erstellung und Anwendung von CT- Untersuchungsprotokollen für neuroradiologische Fragestellungen und CT-Verfahren einschließlich der Wahl der geeigneten Kontrastmittel
    • Untersuchungstechnik der angiographischen Verfahren der supraaortalen, kraniellen und spinalen Gefäße auch mittels Rotationstechnik und Volumen-CT

    Magnetresonaztomographie

    • Grundlagen der MR-Spektroskopie in der Neuroradiologie
    • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von Magnetresonanztomographien bei neuroradiologischen Fragestellungen einschließlich Datennachverarbeitung und Auswertung diagnostischer, dynamischer, funktioneller und spektroskopischer MRT-Verfahren, davon
    1. Gehirn und Liquorräume (Richtzahl: 500)
    2. Schädel und Hals (Richtzahl: 500)
    3. Wirbelsäule und Rückenmark (Richtzahl: 500)
    4. muskuloskelettales System (Richtzahl: 300)
    5. MRT-Angiographien (Richtzahl: 200)
    • Erstellung und Anwendung von MRT-Untersuchungsprotokollen für neuroradiologische Fragestellungen und MRT-Verfahren einschließlich der Wahl der geeigneten Kontrastmittel

    Sonographie

    • Ultraschalluntersuchungen einschließlich Doppler-/ Duplex- Untersuchungen der extrakraniellen hirnversorgenden und intrakraniellen Gefäße einschließlich der Anwendung von Kontrastmitteln
    • Interventionelle Neuroradiologie/bildgeführte minimal-invasive Therapie
    • Indikation, Durchführung und Befunderstellung von interventionellen neuroradiologischen Verfahren einschließlich Begleittherapie und Maßnahmen der Nachsorge (Richtzahl: 50), davon
    1. rekanalisierende Eingriffe, z. B. mechanische Thrombektomie, intraarterielle Lyse, PTA, Stent (Richtzahl: 10)
    2. gefäßverschließende Eingriffe, z. B. Embolisation, Coiling (Richtzahl: 10)
    3. perkutane Therapie oder Biopsie bei Gefäßmissbildungen, Tumoren oder bei Schmerzzuständen (Richtzahl: 10)
    • Indikationen und Technik der Vertebroplastie

    Quelle: Musterweiterbildungsordnung 2018 der Bundesärztekammer

    Die Richtlinien der Weiterbildungsordnung können ganz schön verwirrend sein. Wie lange dauert die jeweilige Weiterbildung? Welche Inhalte gibt es? Welche Anlaufstellen kann man bei Fragen kontaktieren? Alle Antworten finden Sie hier.