Überblick: Weiterbildung Phoniatrie und Pädaudiologie

Prävention

  • Durchführung und Tracking des Neugeborenenhörscreenings mit automatischer Messung der transitorisch evozierten otoakustischen Emissionen (TEOAE) oder Automated Auditory Brainstem Response (AABR) - Richtwert: 50
  • Durchführung eines Sprachentwicklungsscreenings
  • Abgrenzung soziogener von medizinisch relevanten Sprachentwicklungsstörungen
  • Beratung zur Prophylaxe von Hör- und Sprachstörungen
  • Stimm- und Sprach-Eignungsuntersuchungen (Richtwert: 20)
  • Beratung zu Stimmhygiene und Stimmfürsorge für stimm- und sprachintensive Berufe
  • Beratung zu präventiven Maßnahmen für den Erhalt der Musikergesundheit von Vokalisten und Instrumentalisten, Einfluss von ungünstigem Übeverhalten und Auftrittsängsten Erhalt der Musikergesundheit von Vokalisten und Instrumentalisten, Einfluss von ungünstigem Übeverhalten und Auftrittsängsten

Diagnostische Verfahren

  • Mikroskopische und endoskopische Untersuchungen, z. B Rhinoskopie, Sinuskopie, Nasopharyngoskopie, Laryngoskopie, Tracheoskopie, Ösophagoskopie (Richtwert: 200)
  • Audiologische Untersuchungen, z. B. Tonschwellen-, Sprach- Hörfeldaudiometrie, Tinnitus-Diagnostik, elektrische Reaktionsaudiometrie (ERA), otoakustische Emissionen, Hörtests zur Diagnostik zentraler Hörstörungen sowie zur Hörgeräteversorgung (Richtwert: 200)
  • Grundlagen funktioneller Störungen der Halswirbelsäule und der Kiefergelenke
  • Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder
  • Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung
  • Lokal- und Regionalanästhesie
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
  • Sonographische Untersuchungen der Gesichts- und Halsweichteile sowie der Nasennebenhöhlen
  • Doppler-/Duplex-Sonographien der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße
  • Neuro-otologische Untersuchungen
  • Allergiediagnostik mit kutanen (Prick-)Tests
  • Indikationsstellung und Interpretation allergologischer in-vitro Testverfahren
  • Indikationsstellung und Interpretation von Manometrie und pH-Metrie

Rehabilitation

  • Grundlagen der Rehabilitation bei Stimm-, Sprach-, Sprech-, Schluck- und Hörstörungen
  • Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen bei Stimm-, Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
  • Rehabilitationsmaßnahmen, z. B. Basistherapie und Nachsorge nach Hörimplantat-Versorgung

Psychosomatische Grundlagen

  • Psychosomatische Funktionsstörungen der Stimme, des Sprechens, der Sprache, des Schluckens und des Hörens, der Hörreifung, -verarbeitung und -wahrnehmung
  • Verbale Interventionstechniken

Quelle: Musterweiterbildungsordnung 2018 der Bundesärztekammer

Die Richtlinien der Weiterbildungsordnung können ganz schön verwirrend sein. Wie lange dauert die jeweilige Weiterbildung? Welche Inhalte gibt es? Welche Anlaufstellen kann man bei Fragen kontaktieren? Alle Antworten findest du hier.