Junge Ärztinnen und Ärzte international: Wo gibt es am meisten Mediziner-Nachwuchs?

Arzt oder Ärztin werden ist für viele junge Menschen ein Traumberuf – nicht nur in Deutschland. In welchen Ländern schließen die meisten Jung-Mediziner ein Studium ab? Das erfährst du im Beitrag.

Gruppe von jungen Ärzten posiert für ein Foto

Africa Studio/stock.adobe.com

Wie viele junge Menschen ein Medizinstudium aufnehmen können, ist in den meisten Ländern begrenzt: Wie in Deutschland steht auch anderswo nur eine begrenzte Zahl an Studienplätzen zur Verfügung. Das limitiert natürlich auch die Zahl an Nachwuchs-Mediziner, die in einem bestimmten Jahr ihr Studium abschließen können. In Zeiten des Ärztemangels ist das nicht unproblematisch: Denn neue Studienplätze zu schaffen, ist einerseits teuer – andererseits stehen fertig ausgebildete Fachärzte dann auch erst nach mehr als zehn Jahren zur Verfügung.

Besonders viel Mediziner-Nachwuchs in kleinen EU-Staaten

Doch die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen im Verhältnis zur Einwohnerzahl variiert in verschiedenen Ländern. Das geht aus dem Datenmaterial der OECD hervor. Spitzenreiter bei den Nachwuchs-Medizinern ist Irland: Pro Jahr schließen auf der grünen Insel 25,1 Studierende pro 100.000 Einwohner ihr Medizinstudium ab. Auch in anderen kleineren EU-Staaten werden verhältnismäßig viele Ärztinnen und Ärzte ausgebildet: An der Spitze der Statistik stehen unter anderem auch Lettland (23,4), Dänemark (23,0), Litauen (20,6), die Slowakei (17,7) und Belgien (17,6).

Junger Arzt posiert vor einer Gruppe anderer junger Ärzte

Für viele ausländische Ärztinnen und Ärzte ist es ein Traum, in Deutschland zu arbeiten. Und: Wegen des Ärztemangels stehen die Chancen auf einen Job auch nicht schlecht. Aber bevor es losgehen kann, brauchen die neuen Kolleginnen und Kollegen eine deutsche Approbation.

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Deutschland: Nur im unteren Mittelfeld

Deutschland liegt dagegen mit 11,5 Absolventinnen und Absolventen pro 100.000 Einwohner deutlich abgeschlagen im unteren Mittelfeld – gleichauf mit der Türkei, aber nach Mexiko (12,3) und Griechenland (12,4).

Noch weniger junge Ärztinnen und Ärzte werden in den USA (8,0) und Kanada (7,7) ausgebildet. Am Ende der Statistik stehen Japan (7,1) und Israel (7,4).

Quelle: OECD (2021), Medical graduates (indicator). doi: 10.1787/ac5bd5d3-en (Accessed on 07 April 2021)

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