Dr. Eric Hilf: Internistische Weiterbildung – Wege und Möglichkeiten

Welche Möglichkeiten die Weiterbildung zum Internisten bietet und welche Fragen man sich zu Beginn dringend stellen sollte, erläuterte Dr. med. Eric Hilf auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Berlin.

Dr. med. Eric Hilf

Dr. med. Eric Hilf stellte die internistische Weiterbildung vor. | Martin Reinhart

Die "Spielregeln" für die Weiterbildung sind in der Weiterbildungsordnung des jeweiligen Bundeslandes festgehalten. Sie bietet eine erste Orientierung bezüglich der Inhalte und der Pflichten des Faches. Das hielt Dr. med. Eric Hilf (Foto), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III: Geriatrie, am Sana Klinikum Lichtenberg in Berlin zu Beginn seines Vortrages fest.

Die genaue Durchführung der Ausbildung sei in jedem Krankenhaus individuell geregelt. Die Ärzte in Weiterbildung wechseln zwischen den unterschiedlichen internistischen Abteilungen und verbringen dort jeweils einige Monate, um kennen zu lernen, wie die jeweiligen Abteilungen arbeiten. Es gibt neun verschiedene Schwerpunkt-Möglichkeiten, "ein schönes Spektrum", findet Hilf.

 Neun Optionen: Die Fachrichtungen innerhalb der Inneren Medizin

  1. Facharzt für Innere Medizin
  2. Facharzt für Innere Medizin und Angiologie
  3. Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
  4. Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
  5. Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
  6. Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
  7. Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
  8. Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
  9. Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie

Wo will ich hin? Was ist mein Ziel?

Einige wichtige Frage zu Beginn: Will ich eigentlich Internist werden, oder mache ich direkt einen Schwerpunkt? Welche Szenarien kann ich mir für meine Zukunft vorstellen? Bin ich eher ein Krankenhaus-Typ oder kommt eher die Niederlassung infrage? "Das Krankenhaus ist durchaus ein Ort, an dem man länger bleiben kann", empfahl Hilf.

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Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer, spricht über die Veränderung der Karriereplanung junger Ärzte im Wandel des Gesundheitswesens.

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Die Ärzte in Weiterbildung sollten sich zudem zu Beginn fragen, wie weit es auf der Karriereleiter nach oben gehen soll. Kann ich mir vorstellen, einmal Chefarzt zu werden? Welche Interessen habe ich, die über die in der WBO festgeschriebenen Ziele hinausgehen? Zusätzliche Spezialisierungen können nicht schaden, je größer der Überblick, desto besser. Bei vielen Kandidaten gibt es laut Hilf ein Knick nach dem geschafften Facharzt. Wie geht es nun weiter? Je früher man sich mit dieser Frage beschäftigt, umso zielstrebiger kann man nach dem erfolgten Abschluss weitermachen.

Quelle: Dr. med Eric Hilf, "Nachwuchs mit Spürsinn - Internistische Weiterbildung", Operation Karriere-Kongress Berlin, 14. November 2015.

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