Arbeitsalltag von jungen Herzchirurginnen

Für den Beruf der Herzchirurgin entscheiden sich nur wenige Frauen. Warum eigentlich? Dieses Video zeigt junge Herzchirurginnen des Universitätsklinikums Halle (Saale) bei der Arbeit.

Wie der Arbeitsalltag einer Assistenzärztin in der Herzchirurgie aussieht, hat die Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Halle (Saale) in einem Video festgehalten:  Frühbesprechung im Team, die Aufnahme und Entlassung von Patienten, die Betreuung von Patienten auf der Wach- und der Intensivstation, das Unterrichten von Studierenden und, und, und. Kein Wunder, dass die Assistenzärztin Dr. Miriam Silaschi von ihrem Job schwärmt: „Wenn man in die Operation eingeteilt ist, dann ist man an der kompletten Operation beteiligt. Von der Vorbereitung, wie Abwaschen und Lagern bis zur eigentlichen Operation, bei der man assistiert beziehungsweise kleine Operationen selbst durchführt.“

„Gemischtes Team funktioniert besser“

Zudem arbeitet Silaschi in einem Team mit ausgeglichenem Geschlechterverhältnis. Ärztinnen und Ärzte halten sich die Waage. Dass sich das Team wohlfühlt, darauf legt Klinikdirektor Prof. Dr. med. Hendrik Treede großen Wert. Ein gemischtgeschlechtliches Team sei dabei extrem wichtig, meint er: „Ein gemischtes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern funktioniert viel besser, als wenn nur Männer oder Frauen zusammenarbeiten.“ Treede ist davon überzeugt, dass gerade Frauen besonders für den Beruf der Herzchirurgin geeignet sind, weil sie Voraussetzungen wie die nötige Ruhe mitbrächten. Und: „Wichtig ist es, Empathie für die Patienten aufzubringen. Das Chirurgische ist handwerklich, das kann man lernen. Das ist keine Magie.“

Teil 3: Weiterbildung Herzchirurgie

In dieser Serie stellen wir die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten in der Chirurgie vor. Welche Fertigkeiten werden erlernt, wie lange dauert die Spezialisierung und welche Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind Gegenstand der Weiterbildung? Teil 3: Die Herzchirurgie.

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In Deutschland arbeiten etwa 1.000 Herzchirurgen. Jedes Jahr führen sie etwa 120.000-130.000 Operationen durch. Weil die Eingriffe immer komplexer werden – unter anderem durch das immer höhere Lebensalter der Patienten – wird oft in Herzteams operiert, an denen Kardiologen und Anästhesisten beteiligt sind. Auch am Mitteldeutschen Herzzentrum der halleschen Universitätsmedizin sind diese Kooperationen gang und gäbe.

Verständnisvolles Team macht besseren Job

Zum dortigen Team der Herzchirurgie gehört auch die 25 Jahre alte Assistenzärztin Lisa-Marie Gaube. Auch sie begeistert sich für ihre Arbeit: „Was mir auch positiv auffällt ist, dass wir ein sehr junges Team haben, in dem auch viele Ärztinnen und Ärzte Kinder haben.“ Die Kollegen nehmen Rücksicht aufeinander. Warum es so wichtig ist, in einem verständnisvollen Team zu arbeiten? „Es hilft dabei, gemeinsam seine Leistungen zu reflektieren, um besser zu werden, um die Patienten noch besser versorgen zu können“, sagt die Kollegin Silaschi. Denn das ist es, worauf es am Ende des Arbeitstages ankommt: das Wohl der Patienten.

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Halle (Saale), www.medizin.uni-halle.de