Karriereweg Assistenzarzt

Welche Facharztausbildung passt zu mir? Sind es die „großen“ Fächer Innere Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Anästhesie, Pädiatrie, Gynäkologie, Psychiatrie, Neurologie, Radiologie oder die „kleinen“ Gebiete wie HNO, Augenheilkunde oder Pathologie? Wie läuft eine Facharztprüfung ab? Welche Aufgaben müssen im Krankenhaus während der Weiterbildung erfüllt werden? Diese und viele andere Fragen werden dir in den Artikeln dieser Kategorie sowie auf unseren Operation Karriere-Kongressen beantwortet. 


Untersuchungen, Begehungen der Arbeitsplätze und Besprechungen mit den Klienten - das sind die Hauptaufgaben von Arbeitsmedizinern. Was man über das Berufsfeld wissen muss, fasste Prof. Dr. Gerd Möschwitzer (B.A.D Gesundheitsvorsorge) auf dem Operation Karriere-Kongress in Berlin zusammen.

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Interview Facharztprüfung und Anerkennung der Auslandszeit mit Ulrich Langenberg Geschäftsführender Arzt der Ärztekammer Nordrhein Operation Karriere Kongress Köln

Viele Menschen leiden unter Prüfungsangst. Eine gute Vorbereitung ist der erste Schritt zur Besserung. Ulrich Langenberg, Geschäftsführender Arzt der Ärztekammer Nordrhein, erklärt im Operation Karriere-Interview, worauf sich die Prüflinge bei der Facharztprüfung einstellen müssen.

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Im Kurzinterview beim Operation Karriere-Kongress in Köln erklärte Prof. Dr. Artur Wehmeier, Chefarzt am Sana-Klinikum Remscheid, welche flexiblen Arbeitszeitmodelle es mittlerweile gibt, und welche Eigenschaften er bei jungen Bewerbern am Wichtigsten einstuft.

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Voraussetzung auf dem Weg zum Assistenzarzt

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium ist die erste große Etappe auf dem Weg zum Arzt oder Ärztin gemeistert. Die bestandene Ärztliche Prüfung berechtigt jede:n Absolvent:in des Medizinstudiums zur Approbation, die in Deutschland Voraussetzung ist, um als Arzt oder Ärztin tätig zu sein. Die Approbation allein reicht jedoch noch nicht aus, um sich beispielsweise in einer Praxis niederzulassen oder in der Klinik als Oberarzt:ärztin Patient:innen zu behandeln. Bis dahin muss eine weitere, wichtige Stufe auf der Karriereleiter erklommen werden: Es folgt die Zeit als Assistenzarzt oder Assistenzärztin in einem bestimmten Fachgebiet, die mit der Facharztprüfung abschließt. Doch nicht nur Assistenzärzt:innen können sich weiterbilden, auch Fachärzt:innen haben die Möglichkeit eine weitere Weiterbildung in einem zusätzlichen Fachgebiet oder eine Zusatzqualifikation entsprechend der Weiterbildungsordnung zu machen. 

Wahl der Fachrichtung

Strebt man die Weiterbildung zum Facharzt oder -ärztin an, so ist zunächst die Wahl einer Fachrichtung erforderlich. Während des Studiums, in Famulatur und Praktischem Jahr, erhalten angehende Assistenzärzt:innen bereits viele Einblicke in verschiedene Bereiche der Humanmedizin. Dabei können sich oft schon besondere Fähigkeiten zeigen, die die Wahl des richtigen Gebietes erleichtern wie etwa ein Interesse für Innere Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin oder Anästhesie. Auch wenn der Verdienst und die Nachfrage bei der Entscheidung eine Rolle spielen, ist die ehrliche Begeisterung für eine Fachrichtung das maßgebliche Kriterium. Es besteht jedoch kein Grund zur Panik, sollte einem die endgültige Wahl zu Beginn schwerfallen: Ein Fachgebietswechsel ist auch während der Facharztausbildung möglich und bereits erbrachte Leistungen können meist angerechnet werden.

Verlauf der Facharztausbildung

Passend zur Fachgebietswahl erfolgt die Bewerbung als Assistenzarzt oder -ärztin im Krankenhaus oder einer geeigneten Praxis. In der Regel dauert die Facharztausbildung fünf bis sechs Jahre. In dieser Zeit muss ein festgelegter Weiterbildungskatalog abgearbeitet werden. Dieser enthält je nach Fachrichtung unterschiedliche Inhalte und Anforderungen: Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren wie der Ultraschall oder spezielle Operationen stehen auf dieser Liste. Erst wenn der Katalog erfüllt ist, kann die Anmeldung zur Facharztprüfung erfolgen.

Tätigkeitsfelder von Assistenzärzt:innen

Viele angehende Ärzt:innen fragen sich: Was erwarten Chefärzt:innen von neuen Assistenzärzten? Auf  Assistenzärzt:innen kommen im täglichen Klinikalltag Aufgaben zu, die über das medizinische Fachwissen und über Inhalte des Studiums hinausgehen. Sie sind für die Betreuung und Versorgung der Patient:innen auf einer oder mehreren ihnen zugeteilten Stationen verantwortlich. Häufig hört man deshalb auch die Bezeichnung Stationsarzt oder -ärztin. Ein Stationsarzt oder Stationsärztin leitet und führt eine oder mehrere Stationen mit allen anfallenden Aufgaben.  Assistenzärzt:innen sind dem Oberarzt oder der Oberärztin unterstellt. Ihre Aufgaben umfassen unter anderem die ärztliche Aufnahme und Untersuchung neuer Patient:innen, die Erstellung eines Behandlungsplans und die Verordnung von Medikation. Hier ist nicht nur medizinisches Fachwissen gefragt, sondern auch Koordinationstalent und Teamfähigkeit, da viele organisatorische Aufgaben anfallen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal unumgänglich ist. Je nach Fachrichtung werden Assistenzärzt:innen auch unter Anleitung in Operationen eingesetzt und unterstützen den jeweiligen Ober- oder Chefarzt bzw. - ärztin.