Studierende informierten sich in Berlin

Die Fragen von Nachwuchsärzten zu Aus- und Weiterbildung zu beantworten und ihnen zu helfen, sich auf dem ärztlichen Arbeitsmarkt zu orientieren, war Ziel des Kongresses „Operation Karriere“ des Deutschen Ärzte-Verlags, der am 5. Und 6. Dezember als Bundeskongress in der European School of Management and Technology in Berlin-Mitte stattfand. Viele Medizinstudierende und junge Ärztinnen und Ärzte nutzten beide Tage und informierten sich über Karrierestrategien, Weiterbildung und die Möglichkeiten einer Niederlassung.

Zur Eröffnung des Kongresses räumte die Prodekanin für Studium und Lehre der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. med. Adelheid Kuhlmey, mit einigen Vorurteilen auf: So gebe es unter den Absolventen des Studienfachs Humanmedizin, die letztlich auch eine Approbation als Arzt erlangen, nur äußerst wenige Berufsaussteiger. „98 Prozent dieser Absolventen eines Jahrgangs arbeiten später tatsächlich als Ärztin oder Arzt im Krankenhaus oder in der Praxis“, sagte sie. Zudem sei die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland gestiegen, und zwar von etwa 250.000 im Jahr 1997 auf 350.000 im Jahr 2013. „Wir haben es aber mit einer ungleichen Verteilung in den Regionen zu tun“, erklärte Kuhlmey. Angesichts eines Mangels an Hausärzten in ländlichen Gebieten plädierte die Prodekanin für eine stärkere Verankerung des Faches Allgemeinmedizin im Studium. Umfragen zeigten, dass sich die Studierenden der reformierten Studiengänge besser auf die hausärztliche Tätigkeit vorbereitet fühlten und auch ihre Bereitschaft, aufs Land zu gehen höher sei, berichtete sie.

Der Deutsche Ärzte-Verlag veranstaltet 2015 weitere Kongresse „Operation Karriere“ in Frankfurt am Main, Hamburg, München, Berlin und Köln.