Kinder- und Jugendmedizin: Gute Beobachtungsgabe gefragt

Dr. Jens Siegel stellte den Teilnehmern des Operation Karriere-Kongresses in Hamburg die Kinder- und Jugendmedizin vor.

Siegel

Dr. Jens Siegel | Reinhart

Als Kinderarzt muss man eine gute Beobachtungsgabe haben, da zumindest Kleinkinder noch nicht äußern können, was ihnen fehlt. Die Eltern müssen mit im Boot sein, ohne sie geht es nicht. "Wir behandeln eigentlich immer zwei Patienten, die Kinder selbst und ihre Eltern", sagte Siegel. Die Ärzte müssen authentisch sein, da Eltern sofort spüren, ob jemand "echt" ist. Sollte man sich einmal nicht sicher sein, ist das nicht schlimm. Man sollte lieber ehrlich sein und einen Kollegen um Hilfe bitten, als einfach irgendetwas zu behaupten. Im Simulationszentrum könne man schwierige Aspekte der Behandlung von Kleinkindern trainieren.

Die Weiterbildungszeit beträgt 60 Monate, schon früh sollte man eigenständig Untersuchungen durchführen, Therapiepläne entwickeln und auch das Elterngespräch (unter Supervision) führen.

Welche Eigenschaften braucht man als Kinder- und Jugendarzt?

  • Beobachtungsgabe
  • Einfühlungsvermögen
  • Verständnis
  • Geduld
  • Ideenreichtum
  • Erfahrung
  • Wissen

Wenn die Kinder die Klinik mit einem Lächeln verlassen, dann hat es sich gelohnt. Das ist der Grund, warum man diesen Job machen wollen sollte.

Quelle: Dr. Jens Siegel, Chefarzt, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG, Rotenburg (Wümme): "Spezialisten für die Kleinsten - Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Operation Karriere-Kongress Hamburg, 16.06.2017.