Drei neue Helmholtz-Institute für Gesundheitsforschung

Drei neue Helmholtz-Institute sollen die Gesundheitsforschung in Deutschland stärken. Sie widmen sich den Bereichen Krebsimmuntherapie, Stoffwechsel- und Infektionsforschung.

HZI Braunschweig

Einfahrt des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI). | TeWeBs

„Damit bekommt Deutschland wichtige Innovationsstätten für die Gesundheitsforschung“, begrüßte der parlamentarische Staatssekretär bei der Bundes­ministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, die Entscheidung der Helmholtz-Gemeinschaft. „Wir werden damit unsere außerordentliche wissenschaftliche Expertise in Bereichen ausbauen, die das Leben vieler Menschen betreffen“, sagt Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Die Gründung eines Helmholtz-Instituts schaffe die Grundlage für eine dauerhafte enge Zusammenarbeit eines Helmholtz-Zentrums und einer Universität auf einem spezifischen Forschungsfeld, das für beide Institutionen besonderes Gewicht habe.

Die Einrichtungen werden – wie die anderen bislang neun Helmholtz-Institute – auf dem Gelände der Universitäten angesiedelt sein. Nach der Aufbauphase erhalten sie durch die Helmholtz-Gemeinschaft eine jährliche Förderung von 5,5 Millionen Euro. Die beteiligten Bundesländer stellen insbesondere zur Anschubfinanzierung zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Neues Forschungsinstitut für translationale Onkologie in Mainz

In Mainz entsteht das neue Helmholtz-Institut für translationale Onkologie (HI-TRON). Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) geht dafür gemeinsam mit der Johan­nes-Gutenberg-Universität und der Universitätsmedizin Mainz eine strategische Partner­schaft ein. Die bereits existierende gemeinnützige TRON GmbH wird hierzu zu einem Helmholtz-Institut ausgebaut.

Das Helmholtz-Zentrum München (HMGU) und die Universität Leipzig werden gemein­sam in Leipzig das Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäß­for­schung (HI-MAG) aufbauen. Es widmet sich bisher ungelösten Fragen des Zusammen­spiels von Übergewicht, Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen.

Bereits im vergangenen Oktober hatte die Forschungsgemeinschaft das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) ins Leben gerufen. Es entsteht aus einer Zusammenarbeit des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Es soll zu einem besseren Verständnis von Infektionen beitragen und signifikante Fortschritte in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten ermöglichen. „Das Institut ist mit seiner wissenschaftlichen Ausrichtung international führend, hoch innovativ und weltweit einmalig. Der Wissen­schafts­standort Deutschland wird in der Infektionsforschung nachhaltig gestärkt“, sagte Rachel.

Bis zu 5,5 Millionen Euro gibt es jährlich

In der Aufbauphase von 2017 bis 2020 werden die drei neuen Helmholtz-Institute durch die jeweiligen Sitzländer und beteiligten Universitäten finanziert. Ab 2021 werden sie in die Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft mit einer 90-prozentigen Bundesförderung überführt. Das Gesamtbudget eines voll etablierten Helmholtz-Instituts liegt bei bis zu 5,5 Millionen Euro jährlich.

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