Flüchtlingshilfe: Hygienebestimmungen sind wichtig

Wer sich als Flüchtlingshelfer engagieren möchte, muss Hygieneregeln unbedingt beachten und einen vollständigen Impfschutz vorweisen. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einige einfache Maßnahmen zusammengefasst.

Händewaschen

Regelmäßigen Händewaschen minimiert das Infektionsrisiko. | Böll/ DÄV

Ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe für Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer, die sich in den Flüchtlingseinrichtungen und Notunterkünften engagieren, nicht. Die Helfer müssten allerdings über Hygieneregeln (z.B. regelmäßiges Händewaschen und -desinfektion) aufgeklärt sein und diese unbedingt auch einhalten. Außerdem zu beachten seien die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des RKI, das empfiehlt die Ärztekammer Nordrhein.

 

Diese Empfehlungen gelten aber nicht ausschließlich für das Hilfspersonal. Auch bei den Flüchtlingen sollte durch geeignete Hygiene- und Unterbringsungsmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden. Dadurch werde auch eine Aufklärung der Bewohner der Unterkünfte über grundsätzliche Hygieneregeln als einfaches und effektives Präventionsmittel gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten notwendig.

Einfache Maßnahmen zur Infektionsprävention

Mit Hilfe der folgenden einfachen Maßnahmen lassen sich Infektionsrisiken deutlich vermindern:

  • Abstand halten zu Erkrankten
  • Häufiges Händewaschen
  • Räume regelmäßig lüften
  • Häufig berührte Flächen und Türgriffe regelmäßig reinigen
  • Impfungen gegen Infektionskrankheiten gemäß STIKO durchführen
  • Bei eigener Erkrankung zu Hause bleiben und gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen

Generell sieht das RKI jedoch keine relevante Infektionsgefahr der Allgemeinbevölkerung durch Asylsuchende. Diese seien grundsätzlich durch die gleichen Infektionskrankheiten gefährdet wie die einheimische Bevölkerung in Deutschland. Aufgrund des häufigeren Vorkommens in den Heimatländern würden allerdings manche Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden häufiger beobachtet. Die anstrengende Flucht und ein ggf. fehlender Impfschutz könne dazu führen, dass Asylsuchende empfänglicher gegenüber einigen Krankheiten seien.

Ehrenamtlicher Helfer

Die adäquate medizinische Versorgung von Flüchtlingen ist eine große Herausforderung für Städte und Kommunen. Ohne das weitreichende Engagement von Ehrenamtlichen wäre diese Versorgung oft nicht möglich. Wir stellen drei solcher Projekte bzw. Organisationen in drei deutschen Großstädten vor.

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Für Personen, die beruflich oder als ehrenamtliche Helfer direkten Kontakt mit Asylsuchenden haben, empfiehlt die STIKO konkret einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphterie, Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten (Pertussis), Masern/Mumps/Röteln (nach 1970 geborene), Influenza (in der Saison), Hepatitis A und B.

Quellen: Ärztekammer Nordrhein, Robert Koch-Institut