7 Irrtümer der Rechtsmedizin

Jeder kennt sie, die Krimi-Szene im Obduktionssaal, in der ein Angehöriger den Toten identifiziert. Michael Tsokos, Professor für Rechtsmedizin und Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Charité, hat ein populäres Sachbuch über die größten Irrtümer der Rechtsmedizin geschrieben. Hier sind 7 davon.

Droemer Verlag

Jeder hat zu jeder Zeit freien Zugang zu den Räumlichkeiten eines rechtsmedizinischen Instituts

Falsch! Zu dem Sektionssaal und den Laboren haben nur wenige Befugte Zutritt. Wichtige Akten und Schreiben von der Staatsanwaltschaft und der Polizei liegen hier aus, die nicht in die Hände unbefugter Dritter gelangen dürfen. Auch die Asservate, wie zum Beispiel Blutproben oder Kleidungsstücke der Leiche, werden im rechtsmedizinischen Institut in der Asservatenkammer gelagert. Sie enthalten, ebenso wie die Leiche selbst, viele Spuren, die zum Täter führen können. 

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Michael Tsokos, 1967 geboren, leitet seit 2007 das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin. Er hat verschiedene Sachbücher und populäre Sachbücher geschrieben. Das hier zitierte, ist gleichzeitig sein jüngstes: "Sind Tote immer Leichenblass", erschienen 2016 im Droemer Verlag.