Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, Sie arbeiten in Ihrem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patienten zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzte von ihrer Karriere und Sie finden Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir Ihnen Tipps und Informationen, wie Sie den Berufsstart und die Karriere als Arzt gut vorbereitet angehen können.


Behandlungskosten

In einem Blogbeitrag beschreibt der deutsche Arzt Dr. Peter Niemann, was eine Pleurapunktion in den USA kostet. Bis zu 2.000 US-Dollar müssen Patienten dort für diesen kleinen Eingriff bezahlen. Ist die Behandlung in Deutschland ebenso teuer?

Weiterlesen

Substitutionstherapie

Die Betreuung von Opiatabhängigen ist Teamarbeit, die lohnt. In Köln haben sich niedergelassene Ärzte, die substituieren, zu einem Qualitätszirkel zusammengeschlossen. Hier ein Einblick in die Arbeit in einer Kölner Praxis.

Weiterlesen

Hausarzt

Manche Patienten machen es Ärzten nicht leicht. Die Redaktion von Medizin Studieren hat nachgefragt: "Was war Ihr schwierigster Patient?"

Weiterlesen

Arzt mit Klemmbrett

Im Mai könnte auf dem Deutschen Ärztetag das Fernbehandlungsverbot kippen. Eine Umfrage des Hartmannbunds hat nun ergeben, dass eine Mehrheit der befragten Ärzte gegen eine solche Entwicklung ist.

Weiterlesen

Pflegekräfte haben bald mehr Verantwortung

Der neue Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass Pflegekräfte bestimmte Aufgaben von Ärzten übernehmen.

Weiterlesen

Wintergerst

In medizinisch unterversorgten Gegenden macht Not oft erfinderisch, um Menschen zu helfen. Im Interview mit dem Karger Verlag berichtet Dr. Maximilian Wintergerst, über ein spannendes Projekt, für das er gerade arbeitet: Smartphone-Ophthalmoskopie in Indien.

Weiterlesen

Die ärztliche Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ muss gestrichen werden – das fordert die interdisziplinären Expertengruppe „Münsteraner Kreis“. Beim 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt soll im Mai darüber beraten und abgestimmt werden.

Weiterlesen

Am 8. März ist Weltnierentag. Zu diesem Aktionstag haben wir mit Prof. Dr. Jan Galle, Direktor der Klinik für Nephrologie am Klinikum Lüdenscheid und Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), darüber gesprochen, worauf es bei der Facharztausbildung zum Nephrologen ankommt und welches Thema...

Weiterlesen

„Ist ein Arzt an Bord?“ Auf einer Flugreise kann dieser Hilferuf einen Arzt oder anderes medizinisches Personal spontan aus der Urlaubsstimmung herausreißen. Aber nicht alle Ärzte sind auf so eine Notsituation vorbereitet. Mit einem YouTube-Video wollen kanadische Notärzte Abhilfe schaffen.

Weiterlesen

Schweigepflicht

Liegt eine gültige Schweigepflichtentbindung des Patienten vor, können Ärzte einem Betreuer oder der Polizei Auskunft erteilen. Ohne diese Entbindung ist die Rechtmäßigkeit sorgfältig im Einzelfall zu prüfen.

Weiterlesen

Radiologinnen

Die Medizin wird weiblich. Rund 60 Prozent aller Medizinstudierenden in Deutschland sind inzwischen Frauen. Für welche Spezialisierung entscheiden sich junge Ärztinnen? Hier die zehn beliebtesten Fachrichtungen von Ärztinnen im Alter von 39 Jahren oder jünger.

Weiterlesen

Krankenwagen

Die Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern sind überlastet. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hat nun ergeben, dass vor allem jüngere Patienten eine Notaufnahme aufsuchen.

Weiterlesen

Amerika-Blog

Es soll einmal die Zuwanderung ausländischer Ärzte für zwei Länder dargestellt werden, denn die gegenwärtige Immigration kann eine Aussage über das zukünftige Gesicht eines Gesundheitswesens machen.

Weiterlesen

Ärztemangel

In Deutschland gibt es zu wenig Ärzte, heißt es. Dabei ist die Bundesrepublik im internationalen Vergleich gut aufgestellt.

Weiterlesen

Anerkennung im Ausland erworbener ärztlicher Ausbildungen

Ärzte aus Nicht-EU-Staaten sollten in der Zukunft das zweite und dritte deutsche Staatsexamen nachweisen, um in Deutschland praktizieren zu können, fordert die Landesärztekammer Brandenburg. Bislang sind die Zulassungsbedingungen weniger restriktiv.

Weiterlesen

Amerika-Blog

Dr. Peter Niemann schreibt über seine Ausbildung zum Internisten sowie der Zeit danach, aber auch über die Skurrilität eines Arztlebens in USA. In diesem Beitrag errechnet er, wie teuer eine Muskelinjektion in den USA ist und wie der Arzt dabei vergütet wird.

Weiterlesen

Alkoholische Getränke erhöhen das Krebsrisiko, weil der Metabolit Acetaldehyd, der auch für den „Kater“ verantwortlich gemacht wird, die DNA schädigt. Dies zeigt eine Reihe von experimentellen Studien, die jetzt in Nature veröffentlicht wurden.

Weiterlesen

Chat-Bot apoBank

Das Existenzgründungs-Portal der apoBank richtet sich an alle jungen Ärzte und Apotheker, die sich zu Themen wie Existenzgründung und Verdienstmöglichkeiten informieren möchten. Nun bietet das Portal einen Chat-Bot an, der Auskünfte zu potenziellen Verdiensten und Investitionssummen liefert, die mit der...

Weiterlesen

Dr. Stefan Beyerlein

Kommunikationsfähigkeiten sind extrem wichtig, vor allem für junge Ärzte, die den ersten Dienst antreten. Dr. Stefan Beyerlein setzte sich auf dem Operation Karriere Kongress in Köln mit diesem Thema auseinander.

Weiterlesen

Arbeitgeberattraktivität

Das Beratungsunternehmen Schubert Management Consultants untersucht in Kooperation mit dem Deutschen Ärzteverlag, wie attraktiv deutsche Krankenhäuser als Arbeitgeber sind. Neben Ärzten werden auch PJ'ler und Medizinstudierende nach ihren Einschätzungen und Erfahrungen befragt.

Weiterlesen


Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzte haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patienten, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner stehen ihren Patienten auch als Berater gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld eines Arztes. 

Wie viel verdient ein Arzt?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzte in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzten und Spezialisten kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzten in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzte. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden. Wenn auch Patienten behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, muss er sich um eine Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung muss er im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patientenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzte im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patienten. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Der Stationsarzt ist dem Oberarzt und dem Chefarzt unterstellt und muss sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte der junge Mediziner den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzte in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keinen Chefarzt. Mediziner, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzte zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.