Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, Sie arbeiten in Ihrem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patienten zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzte von ihrer Karriere und Sie finden Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir Ihnen Tipps und Informationen, wie Sie den Berufsstart und die Karriere als Arzt gut vorbereitet angehen können.


Klinikpersonal

In einer 2012 veröffentlichten Studie der FH Münster zur Arbeitsplatzzufriedenheit von Klinikärzten wurden über 2.000 Ärztinnen und Ärzte aus über 25 Fachgebieten an deutschen Krankenhäusern befragt. Ziel der Studie war es, Impulse zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen von Klinikärzten zu liefern.

Weiterlesen

Arzt und Ärztin vor dem Spiegel

Hinter dem Namen Inclinica steht der Verein zur Förderung von Gesundheitseinrichtungen Mittelrhein-Mosel-Hunsrück. Inclinica bildet durch die Mitgliedschaft von fünf Krankenhäusern unterschiedlicher Trägerschaften ein bundesweit einzigartiges Netzwerk in der Gesundheitsbranche. Auf dem Weg zum Facharzt bieten...

Weiterlesen

Händewaschen

Wer sich als Flüchtlingshelfer engagieren möchte, muss Hygieneregeln unbedingt beachten und einen vollständigen Impfschutz vorweisen. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einige einfache Maßnahmen zusammengefasst.

Weiterlesen

CT-Aufnahme Gehirn

Eine im Fachjournal "Psychoneuroendocrinology" veröffentlichte Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, dass Stress die Wahrnehmung von komplexer räumlicher Information beeinträchtigt.

Weiterlesen

Tätowierte Hände

Vor vielen Jahren galten sie als Erkennungszeichen für Rockstars und einen alternativen Lebensstil, mittlerweile sind sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Tattoos. Viele Menschen lassen sich jedoch scheinbar stechen, ohne genau darüber nachzudenken. Denn "für immer" gilt nicht mehr: die medizinische...

Weiterlesen

Organspendeausweis

Nach den Transplatationsskandalen in den Jahren 2010 und 2011 war die Quote der Organspenden teilweise stark rückläufig. Mittlerweile ebbt dieser Trend aber wieder ab: Im Vergleich 2014 zu 2015 ist die Anzahl der Organspenden sogar leicht gestiegen.

Weiterlesen

Krankenschwester

Nicht nur einige Ärzte fühlen sich überfordert im Klinikalltag. Auch das Pflegepersonal ächzt unter der Last auf ihren Schultern. Viele Pfleger erwägen eine Beschäftigung im EU-Ausland, wo die Perspektiven besser scheinen.

Weiterlesen

KBV Gesundheitswesen

Seit über 60 Jahre gibt es die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Welche Rolle sie im Gesundheitswesen spielt, hat die KBV in einem Video kurz zusammengefasst.

Weiterlesen

Flüchtlingsboot

Die Medizinstudentin Annika Welte berichtet über ihre Erlebnisse im Sommer dieses Jahres auf der griechischen Insel Lesbos.

Weiterlesen

Ärztin mit Stress

Junge Ärztinnen sind die Zukunft der Patientenversorgung in den Kliniken, laut dem Deutschen Ärztinnenbund (DÄB) sind Belastung und Zeitdruck jedoch große Probleme, die den Job weniger attraktiv erscheinen lassen.

Weiterlesen

Neo-App#Tagebuch

Die Smartphone-App "Neo-App#Tagebuch" ist die erste ihrer Art in Deutschland, soll Eltern früh- oder krankgeborener Kinder mit hilfreichen Informationen versorgen und bietet eine digitale Tagebuchfunktion.

Weiterlesen

Laut einer retrospektiven Studie von Ärzte ohne Grenzen hat ein Malaria-Medikament wahrscheinlich die Sterblichkeit von Ebola-Patienten in Liberia signifikant reduziert.

Weiterlesen

Ärztin mit Kaffeetasse

Wach werden, wach bleiben und reiner Genuss. Kaffee ist der wichtigste Muntermacher im Krankenhaus. Eine Gruppe Schweizer Ärzte hat nun den Kaffeekonsum an einem großen Krankenhaus nach Facharztgruppen und geschlechtsspezifisch analysiert.

Weiterlesen

Mediennutzung

Es gibt sie erst seit einigen Jahren, doch trotzdem sind sie für die meisten nicht mehr wegzudenken: Smartphones und Tablets. Laut einer Studie kann die abendliche Nutzung der beliebten Geräte jedoch zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen führen.

Weiterlesen

KBV Abrechungstipps

Das Honorar der Vertragsärzte und -psychotherapeuten - was ist das genau? Und wie wird es berechnet? Was steckt hinter den Begriffen Orientierungswert, morbiditätsbedingte Gesamtvergütung, extrabudgetäre Vergütung? Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) klärt auf.

Weiterlesen

Das Zentrum für ambulante Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (ZAP) gehört zu den rund 720 Kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen in Deutschland, die sozialpsychiatrisch arbeiten.

Weiterlesen

Synapsen

Im neuen Zentrum für Seltene Erkrankungen des Nervensystems (ZSEN) der Universitätsmedizin Mainz wird künftig klinische Erfahrung insbesondere auf dem Gebiet des Nervensystems gebündelt. So sollen Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, SE besser zu erkennen und zu therapieren.

Weiterlesen

Mittsommer in Dalarna

Sieben Jahre lang hat Dr. med. Florian Klär, Facharzt für Allgemeinmedizin, in Schweden gearbeitet. Nun berichtet er über seine Erfahrungen als deutscher Arzt in Skandinavien.

Weiterlesen

IVENA eHealth-Anwendung

Die webbasierte Anwendung "IVENA eHealth" wird momentan in Osnabrück getestet. Eine deutlich verbesserte Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Rettungsleitstellen soll Zeit und Ressourcen bei der Zuteilung von Patienten sparen.

Weiterlesen

ICCAS Leipzig

Am 16. Dezember 2015 sollen an der Leipziger Universität die Ergebnisse des bundesweiten Leuchtturmprojektes "OR.Net - Sichere Dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik" vorgestellt werden.

Weiterlesen


Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzte haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patienten, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner stehen ihren Patienten auch als Berater gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld eines Arztes. 

Wie viel verdient ein Arzt?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzte in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzten und Spezialisten kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzten in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzte. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden. Wenn auch Patienten behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, muss er sich um eine Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung muss er im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patientenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzte im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patienten. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Der Stationsarzt ist dem Oberarzt und dem Chefarzt unterstellt und muss sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte der junge Mediziner den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzte in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keinen Chefarzt. Mediziner, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzte zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.