Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, Sie arbeiten in Ihrem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patienten zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzte von ihrer Karriere und Sie finden Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir Ihnen Tipps und Informationen, wie Sie den Berufsstart und die Karriere als Arzt gut vorbereitet angehen können.


Überlasteter Arzt

Der "MB-Monitor 2015", eine vom Marburger Bund unter seinen Mitgliedern in Auftrag gegebene Umfrage, kommt zu dem Ergebnis, dass der hohe Zeitdruck, die zunehmende Arbeitsverdichtung und der Personalmangel Klinikärzte im Arbeitsalltag aber auch im Privatleben negativ beeinflusst.

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Epilepsie Uniklinik Freiburg

Anstelle einer risikoreichen Stimulation zur Anfallsprävention und Therapiekontrolle bei Epilepsie-Patienten könnte künftig eine Messmethode zum Einsatz kommen, die ohne elektrische oder magnetische Impulse von Außen auf das Gehirn funktioniert.

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Medica 2015

Vom 16. bis 19. November findet mit der „Medica“ in Düsseldorf die weltgrößte Messe für Medizintechnik mit knapp 5.000 Ausstellern aus 70 Nationen statt. Wir zeigen einige der Highlights, die vor allem die digitale Vernetzung von Patientendaten sowie non-invasive Diagnostik im Fokus haben.

 

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Zigarette in der Hand

In Deutschland sterben jährlich 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Diese Zahl geht aus dem aktuellen „Tabakatlas Deutschland“ hervor. Demnach sind 13,5 Prozent aller Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen.

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Gassen Portrait-Foto

Anlässlich unserer Operation Karriere Kongresses am 14. November 2015 in Berlin richtete Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Grußworte an die Kongressteilnehmer.

 

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Prof. Dr. Montgomery

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, wandte sich mit einer Grußbotschaft an die Besucher des Operation Karriere Kongresses 2015 in Berlin.

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Gehirnaktivität Fadenwurm

Ein Team um den Biochemiker Manuel Zimmer am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien liefert neue Erkenntnisse zur Gehirnaktivität des Fadenswurms Caenorhabditis elegans. Aus der Aktivität einzelner Neuronengruppen, die aufeinander abgestimmt agieren, konnten Zimmer und sein Team eindeutig...

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Arzt und Ärztin

In der Zeit der Schwangerschaft müssen Ärztinnen abklären, welche Tätigkeiten sie bis zum Mutterschutz ausüben können bzw. dürfen und auf welche Arbeiten zum Schutz von Mutter und Kind verzichtet werden muss.

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RFID-Implantat auf Handfläche

Am 8. November 2015 ging unter dem Motto "Science + Fiction" im NRW-Forum Düsseldorf die weltweit erste Cyborg-Messe mit angeschlossener Konferenz zu Ende. Highlight der Messe war die "Implant-Party", bei der man sich einen Chip unter die Haut pflanzen lassen konnte.

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Fast jede dritte Antibiotika-Verordnung ist nach Studien unnötig. Aber längst nicht jedem ist das bewusst. Mit einer Kampagne will das Land NRW nun einen sensibleren Umgang mit Antibiotika erreichen.

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Krank im Bett

Die Gesundheit ist das höchste Gut und nimmt dementsprechend bei den meisten Menschen einen großen Stellenwert ein. Im Internet stehen viele Informationen zu Krankheiten zur Verfügung. Eine Umfrage analysiert nun die häufigsten Suchbegriffe der Deutschen in Bezug auf Krankheiten.

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Ehrenamtlicher Helfer

Die adäquate medizinische Versorgung von Flüchtlingen ist eine große Herausforderung für Städte und Kommunen. Ohne das weitreichende Engagement von Ehrenamtlichen wäre diese Versorgung oft nicht möglich. Wir stellen drei solcher Projekte bzw. Organisationen in drei deutschen Großstädten vor.

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Pro Tag werden in deutschen Kliniken rund 15.000 Blutspenden benötigt, Tendenz steigend. Apps erleichtern die Terminkoordinierung und sollen für eine höhere Motivation in der Bevölkerung sorgen, als Erstspender aktiv zu werden.

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Cannabispflanze

Die Bundesregierung will ab 2016 den Konsum von Cannabis für schwer kranke Schmerzpatienten erleichtern. Ein entsprechendes Gesetz ist in Vorbereitung.

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E-Health Gesetz

Mit dem sogenannten E-Health-Gesetz will die Bundesregierung die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen vorantreiben und dieses in puncto Qualität und Wirtschaftlichkeit verbessern.

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Atrium des UHZ

Nach zwei Jahren Bauzeit ist der Neubau für die Herz- und Gefäßchirurgie des Universitäts-Herzzentrums Freiburg (UHZ) am Standort Bad Krozingen fertiggestellt. Auf 11.000 Quadratmetern Gesamtfläche soll nun fächerübergreifende Zusammenarbeit stattfinden.

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Neurologen informieren über den Schlaganfall

Der Schlaganfall zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Zum Tag gegen den Schlaganfall informieren die Neurologen der Universitätsmedizin Rostock am 28. Oktober über Ursachen, Symptome und moderne Therapieoptionen.

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Im November wird sich der Deutsche Bundestag mit den Grenzen des ärztlichen Handelns befassen. Die aktuelle Ausgabe von "Medizin Studieren" zeigt einen Überblick über die Positionen in der aktuellen Diskussion.

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Klinische Studien

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Ende Juni 2015 ihre Empfehlungen zur „Weiterentwicklung der Klinischen Forschung an der deutschen Universitätsmedizin in den Jahren 2015 – 2025“ verabschiedet. Priorität haben darin gezielte und langfristige Investitionen in Infrastruktur und Personal,...

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Neuer OP-Saal an der Charité

Seit Anfang Oktober 2015 verfügt die Charité – Universitätsmedizin Berlin über fünf modernisierte Operationssäle am Campus Benjamin Franklin (CBF). Darunter auch ein Hybrid-OP, der mithilfe bildgebender Verfahren die Präzision gefäßchirurgischer sowie kardiologischer Eingriffe weiter verbessern soll.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzte haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patienten, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner stehen ihren Patienten auch als Berater gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld eines Arztes. 

Wie viel verdient ein Arzt?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzte in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzten und Spezialisten kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzten in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzte. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden. Wenn auch Patienten behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, muss er sich um eine Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung muss er im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patientenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzte im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patienten. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Der Stationsarzt ist dem Oberarzt und dem Chefarzt unterstellt und muss sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte der junge Mediziner den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzte in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keinen Chefarzt. Mediziner, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzte zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.