Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, Sie arbeiten in Ihrem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patienten zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzte von ihrer Karriere und Sie finden Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir Ihnen Tipps und Informationen, wie Sie den Berufsstart und die Karriere als Arzt gut vorbereitet angehen können.


Flüchtlingsboot

Die Medizinstudentin Annika Welte berichtet über ihre Erlebnisse im Sommer dieses Jahres auf der griechischen Insel Lesbos.

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Ärztin mit Stress

Junge Ärztinnen sind die Zukunft der Patientenversorgung in den Kliniken, laut dem Deutschen Ärztinnenbund (DÄB) sind Belastung und Zeitdruck jedoch große Probleme, die den Job weniger attraktiv erscheinen lassen.

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Neo-App#Tagebuch

Die Smartphone-App "Neo-App#Tagebuch" ist die erste ihrer Art in Deutschland, soll Eltern früh- oder krankgeborener Kinder mit hilfreichen Informationen versorgen und bietet eine digitale Tagebuchfunktion.

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Laut einer retrospektiven Studie von Ärzte ohne Grenzen hat ein Malaria-Medikament wahrscheinlich die Sterblichkeit von Ebola-Patienten in Liberia signifikant reduziert.

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Ärztin mit Kaffeetasse

Wach werden, wach bleiben und reiner Genuss. Kaffee ist der wichtigste Muntermacher im Krankenhaus. Eine Gruppe Schweizer Ärzte hat nun den Kaffeekonsum an einem großen Krankenhaus nach Facharztgruppen und geschlechtsspezifisch analysiert.

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Mediennutzung

Es gibt sie erst seit einigen Jahren, doch trotzdem sind sie für die meisten nicht mehr wegzudenken: Smartphones und Tablets. Laut einer Studie kann die abendliche Nutzung der beliebten Geräte jedoch zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen führen.

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KBV Abrechungstipps

Das Honorar der Vertragsärzte und -psychotherapeuten - was ist das genau? Und wie wird es berechnet? Was steckt hinter den Begriffen Orientierungswert, morbiditätsbedingte Gesamtvergütung, extrabudgetäre Vergütung? Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) klärt auf.

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Das Zentrum für ambulante Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (ZAP) gehört zu den rund 720 Kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen in Deutschland, die sozialpsychiatrisch arbeiten.

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Synapsen

Im neuen Zentrum für Seltene Erkrankungen des Nervensystems (ZSEN) der Universitätsmedizin Mainz wird künftig klinische Erfahrung insbesondere auf dem Gebiet des Nervensystems gebündelt. So sollen Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, SE besser zu erkennen und zu therapieren.

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Mittsommer in Dalarna

Sieben Jahre lang hat Dr. med. Florian Klär, Facharzt für Allgemeinmedizin, in Schweden gearbeitet. Nun berichtet er über seine Erfahrungen als deutscher Arzt in Skandinavien.

 

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IVENA eHealth-Anwendung

Die webbasierte Anwendung "IVENA eHealth" wird momentan in Osnabrück getestet. Eine deutlich verbesserte Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Rettungsleitstellen soll Zeit und Ressourcen bei der Zuteilung von Patienten sparen.

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ICCAS Leipzig

Am 16. Dezember 2015 sollen an der Leipziger Universität die Ergebnisse des bundesweiten Leuchtturmprojektes "OR.Net - Sichere Dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik" vorgestellt werden.

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Gesichtsblindheit

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben in Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Berlin und der Universität Bamberg ein wichtiges Detail für die Ursachen der Gesichtsblindheit aufgedeckt.

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Blutprobe in Labor

Eine neue großangelegte Initiative soll einen Impfstoff gegen HIV suchen. Die European AIDS Vaccine Initiative-EAVI2020 bringt führende HIV Forscherinnen und Forscher aus Forschungsinstitutionen und Biotech-Unternehmen aus Europa, Australien, Kanada und den USA zusammen.

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Kind mit Putzmittel

Seit Mitte November 2015 sind mit über 200.000 Einträgen alle Vergiftungsfälle des Jahres 2014 der acht deutschen Giftinformationszentren (GIZ) in einer gemeinsamen Datenbank erfasst. Dadurch wird erstmalig eine zusammenhängende Übersicht über das Expositions- und Vergiftungsgeschehens in Deutschland möglich.

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15 Jahre UNAIDS

Eine Woche vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember hat die Aids-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) ihren Bericht zur weltweiten HIV- und Aids-Epidemie vorgestellt. Bereits Mitte des Jahres erschien ein Video zur Entwicklung der letzten 15 Jahre.

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Prof. Katrin Engelmann

Aktuell sind über 60 Prozent der Medizinstudierenden Frauen. Gleichzeitig sind Medizinerinnen in leitender Position unterrepräsentiert. Im Interview beschreibt Prof. Dr. med. Katrin Engelmann, Chefärztin der Augenheilkunde am Klinikum Chemnitz, Ursachen hierfür.

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Die 23. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin steht unter dem Motto "Die schlaflose Gesellschaft". Anfang Dezember soll darüber diskutiert werden, welchen Einfluss die "24-h-Non-Stop-Mentalität" auf unsere Gesundheit hat.

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Arzt mit Humor

Die Initiatoren des Projektes "Arzt mit Humor", der Arzt Christoph Krause und die Humortrainerin Katrin Hansmeier, haben es sich zur Aufgabe gemacht, Medizin menschlicher und den Krankenhausalltag humorvoller zu gestalten.

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WHO World Antibiotic Awareness Week

Die Woche vom 16. bis 22. November 2015 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur "World Antibiotic Awareness Week" ausgerufen. Mit diesem Video und zahlreichen anderen Aktionen wirbt die WHO für einen behutsameren Umgang mit Antibiotika.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzte haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patienten, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner stehen ihren Patienten auch als Berater gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld eines Arztes. 

Wie viel verdient ein Arzt?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzte in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzten und Spezialisten kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzten in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzte. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden. Wenn auch Patienten behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, muss er sich um eine Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung muss er im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patientenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzte im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patienten. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Der Stationsarzt ist dem Oberarzt und dem Chefarzt unterstellt und muss sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte der junge Mediziner den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzte in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keinen Chefarzt. Mediziner, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzte zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.