Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patienten zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzte von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt gut vorbereitet angehen kannst.


Das Vertrauen von Patienten in ihre Ärzte ist nach wie vor groß. Das geht aus der aktuellen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor. Eine Betreuung per Video-Sprechstunde kommt für die meisten nicht in Frage.

Weiterlesen

Schon in fünf Jahren werden mehr Frauen als Männer in der ambulanten Versorgung tätig sein. Die Reputation ambulant tätiger Ärztinnen bleibt dennoch sowohl unter Patienten als auch Fachkollegen schlechter als das Ansehen der männlichen Kollegen.

Weiterlesen

Aktives Musizieren hält gesund – das ist die Idee hinter dem Mediziner-Musikfestival "Doc's Arts", das im kommenden Jahr erstmals in Goslar stattfindet. Im Interview erklärt Festivalleiterin Anke Jacobs, was die Teilnehmer genau erwartet.

Weiterlesen

Viele Mitarbeitende fühlen sich wie kleine Rädchen in einer großen Maschine, die nur eine Aufgabe haben: funktionieren! Steigende Fehlzeiten zeigen, dass das immer weniger Beschäftigte können oder wollen.

Weiterlesen

Ein externes Coaching kann Ärzten, die unter einem Burnout-Syndrom leiden, helfen, ihre emotionale Erschöpfung zu überwinden. Das ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie, die jetzt veröffentlicht wurde.

Weiterlesen

Wenn niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Elternzeit gehen, haben sie andere Möglichkeiten als ihre angestellten Kollegen. In diesem Video zeigt die Kassenärztliche Bundesvereinigung, was sie beachten müssen.

Weiterlesen

Die meisten vermeidbaren Komplikationen in der Chirurgie sind auf individuelle „menschliche Leistungsdefizite“ zurückzuführen und nicht auf Regelübertretungen, Kommunikationsstörungen oder ein schlechtes Teamwork.

Weiterlesen

Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) sorgt sich um die Versorgung mit Blutkonserven. Damit es nicht zu Engpässen kommt, ruft die Fachgesellschaft gerade jetzt im Sommer zum Blutspenden auf.

Weiterlesen

„Bitte legen Sie auch ihre Wimpern ab.“ Diese Aufforderung könnte in radiologischen Praxen und Abteilungen künftig häufiger zu hören sein. Denn künstliche Wimpern führen zu Bildverzerrungen bei MRT-Untersuchungen, wie eine im American Journal of Roentgenology erschiene Studie zeigt.

Weiterlesen

Wann müssen vor einer Operation Medikamente abgesetzt werden, die die Blutgerinnung hemmen? So pauschal lässt sich das meistens nicht sagen. Am Uniklinikum Freiburg wird deshalb jetzt eine App entwickelt, die Ärzten und Patienten bei der OP-Vorbereitung helfen soll.

Weiterlesen

Für Ärzte wird es im Praxisalltag immer schwieriger, Empathie und Humor zu bewahren. Das verdeutlichte Stefan Gesenhues, Hausarzt aus Ochtrup im Münster­land und Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin des Univer­sitätsklinikums Essen, kürzlich anlässlich einer Abendvorlesung der Universität...

Weiterlesen

Nicht jeder, der Medizin studiert hat, wird später auch Patienten behandeln. Welche Alternativen Beratungsgesellschaften bieten, erklärte der Mediziner und Diplom-Wirtschaftsingenieur Dr. Jens Peukert beim Operation Karriere-Kongress in Hamburg.

Weiterlesen

Spannende Diagnosen, aber keine Therapie? „Das stimmt längst nicht mehr“, sagt Prof. Andreas Kastrup und liefert einen Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten bei Nervenerkrankungen und Schlaganfällen.

Weiterlesen

6 Plastikflaschen vor weißem Hintergrund

Welche Auswirkungen die Aufnahme von Mikroplastik auf die Gesundheit hat, ist noch nicht erforscht. Allerdings weiß man nun dank den Ergebnissen einer kanadischen Studie um Kieran Cox von der Universität in Victoria, wie viel Mikroplastik Erwachsene aufnehmen, wenn sie Wasser aus Plastikflaschen trinken.

Weiterlesen

Das Fach der dermatologisch tätigen Ärzte hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Obwohl die systemischen Therapien immer mehr im Vordergrund stehen, bleibt die Lokaltherapie inklusive der Rezepturen die Domäne der Dermatologie.

Weiterlesen

Was bedeutet eigentlich der juristische Begriff "Übernahmeverschulden"? Das erklärt Maximilian Broglie, Fachanwalt für Sozial- und Medizinrecht und Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM).

Weiterlesen

Auch wenn man als "fertiger" Mediziner dank des Fachkräftemangels in einer lukrativen Ausgangsposition ist, gibt es in manchen Facharztrichtungen mehr Mitbewerber als in anderen. Im Facharztindex wird ermittelt, welche Fachärzte auf dem deutschen Stellenmarkt am begehrtesten sind.

Weiterlesen

Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die künftige Qualität des Gesundheitssystems? Die renommierte Harvard Medical School bietet dazu das Zertifizierungsprogramm „Safety, Quality, Informatics and Leadership“ (SQIL) an. Prof. Dr. Andreas Schnitzbauer ist der erste deutsche Absolvent und berichtet von...

Weiterlesen

Dass Patienten die Handschrift ihres behandelnden Arztes nicht immer entziffern können, ist bekannt. Düsseldorfer Sprachwissenschaftler haben jetzt allerdings herausgefunden: Auch andere Ärzte verstehen die Arztbriefe von Kollegen oft nicht.

Weiterlesen

Zwei von fünf älteren Allgemeinkrankenhauspatienten sind von kognitiven Störungen betroffen. Bei schweren Beeinträchtigungen wie Demenz und Delir besteht häufig ein besonderer Betreuungsbedarf. Wie lässt sich die Versorgung dieser Patienten verbessern?

Weiterlesen


Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzte haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patienten, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner stehen ihren Patienten auch als Berater gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld eines Arztes. 

Wie viel verdient ein Arzt?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzte in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzten und Spezialisten kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzten in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzte. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden. Wenn auch Patienten behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, muss er sich um eine Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung muss er im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patientenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzte im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patienten. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Der Stationsarzt ist dem Oberarzt und dem Chefarzt unterstellt und muss sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte der junge Mediziner den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzte in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keinen Chefarzt. Mediziner, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzte zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.