Karriereweg – Von Beruf Arzt

Herzlichen Glückwunsch, du arbeitest in deinem Traumberuf, der nicht nur Beruf sondern zugleich Berufung ist. Doch die ärztliche Tätigkeit bringt noch weitere Aufgaben mit sich außer Patienten zu behandeln: es gilt finanzielle und administrative Entscheidungen zu treffen, Soft Skills zu vertiefen u.v.m. Außerdem berichten hier erfahrene Ärzte von ihrer Karriere und du findest Neues aus der Medizin & Gesundheitspolitik. Kurz gesagt: in unseren Artikeln und auf unseren Operation Karriere Kongressen geben wir dir Tipps und Informationen, wie du den Berufsstart und die Karriere als Arzt gut vorbereitet angehen kannst.


In vielen Regionen in Deutschland wird es immer schwieriger für Praxisinhaber, einen Nachfolger zu finden. Das geht aus einer neuen Arztzahlprognose für Niedersachsen und einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ hervor.

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Im Zusammenhang mit der Coronapandemie hat die Digitalisierung der Medizin in Deutschland einen „erheblichen Schub“ erfahren. Diese Zwischenbilanz der vergange­nen Monate zog Klaus Reinhardt, Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK).

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Seit 2008 können alle gesetzlich Krankenversicherten ab 35 alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen. Aber wie nützlich ist diese Maßnahme wirklich? Das soll jetzt eine Forschungsgruppe der Uni Lübeck untersuchen.

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Schon in fünf Jahren werden mehr Frauen als Männer in der ambulanten Versorgung tätig sein. Die Reputation ambulant tätiger Ärztinnen bleibt dennoch sowohl unter Patienten als auch Fachkollegen schlechter als das Ansehen der männlichen Kollegen.

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Prof. Dr. Claudia Schmidtke ist eigentlich Herzchirurgin. Seit 2017 sitzt sie als CDU-Abgeordnete für den Wahlkreis Lübeck im Bundestag. Mit medizinischen Themen hat die Politikerin aber trotzdem noch zu tun: als Patientenbeauftragte der Bundesregierung.

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Inklusion und ärztliche Weiterbildung – passt das zusammen? Dr. Jörg Semler ist seit seiner Geburt an Osteogenesis Imperfekta, der sogenannten Glasknochenkrankheit, erkrankt und arbeitet heute als Kinderarzt an der Uniklinik Köln. Im Interview spricht er über seine berufliche Vita.

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In wenigen Wochen werdend die diesjährigen Nobelpreisträger bekanntgegeben. Doch schon am 17. September werden besonders absurde Forschungsprojekte mit dem satirischen Ig-Nobelpreis ausgezeichnet. In der Bildergalerie stellen wir einige Preisträger der vergangenen Jahre vor.

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Das Thema Sterben wird in unserer Gesellschaft häufig verdrängt, obwohl der Tod eigentlich ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist. Der Palliativmediziner Dr. Matthias Gockel hat ein Buch darüber geschrieben, warum wir einen anderen Umgang mit dem Tod brauchen – und was das konkret für die Medizin...

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Die überwiegende Mehrheit der Bürger hält die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus für angemessen. Dies zeigt eine vom Bundesinstitut für Risikobewertung durchgeführte Umfrage.

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Dr. Peter Niemann schreibt über seine Ausbildung zum Internisten sowie der Zeit danach, aber auch über die Skurrilität eines Arztlebens in den USA. Dieses Mal berichtet er, warum in den USA die meisten Maskenträger Joe Biden wählen.

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Ärztinnen und Ärzte stoßen in ihrem Arbeitsalltag manchmal an die Grenzen ihrer Belastbarkeit: Die Notaufnahmen und Wartezimmer sind voll, die Mittagspause muss mal wieder ausfallen und am Wochenende steht „Bereitschaftsdienst“ im Kalender. Was kann man tun, um sich trotzdem langfristig die Freude am...

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Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hat ein digitales Register gestartet, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Augenheilkunde aufbereitet werden. Als erste Klinik wird das Uniklinikum Münster an die Datenbank angeschlossen.

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Dr. Peter Niemann schreibt über seine Ausbildung zum Internisten sowie der Zeit danach, aber auch über die Skurrilität eines Arztlebens in den USA. Dieses Mal berichtet er, warum in den USA so viele Krankenhauspatienten auf COVID-19 getestet werden.

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Warum hat die COVID-19-Pandemie einige Länder härter getroffen als andere? Und was haben die verschiedenen Gesundheitssysteme damit zu tun? Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) liefert erste Antworten auf diese Fragen.

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Bakterien, die Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln, sind eine der großen medizinischen Herausforderungen. Der Chemiker Prof. Stephan Sieber (TU München) entwickelt mit seinem Team neue Strategien, um multiresistente Erreger zu bekämpfen. Im Interview erklärt Sieber, wie die neuen Wirkstoffe...

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Dr. Peter Niemann schreibt über seine Ausbildung zum Internisten sowie der Zeit danach, aber auch über die Skurrilität eines Arztlebens in den USA. Dieses Mal geht es darum, wie COVID-19 die ärztliche Normalität verändert hat.

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Künstliche Intelligenz (KI) wird in Zukunft in der Medizin eine große Rolle spielen – und den Ärztinnen und Ärzten in Notfallsituationen helfen, Zeit zu sparen. An der Uni Kiel wird derzeit ein digitaler Röntgenassistent entwickelt, der helfen soll, schnell die richtige Diagnose zu stellen.

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Wissenschaftler der Universitäten Magdeburg und Aachen haben gemeinsam ein neues Register geschaffen, um die Daten von Notaufnahmen nutzbar zu machen. Davon profitieren vor allem das Robert-Koch-Institut (RKI) und der Öffentliche Gesundheitsdienst.

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Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist nun online. Aber was kann die App, wie funktioniert sie und wie steht es mit dem Datenschutz? Wir haben die wichtigsten Infos für euch zusammengefasst.

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Wenn Politik auf Virologen hören kann, warum dann nicht auch auf Klimawissenschaftler?, fragt Eckart von Hirschhausen. Im Interview spricht er über sein Erweckungserlebnis zum grünen Botschafter, über Betriebswirtschaftler im Krankenhaus und seine Karrierepläne als Medizinstudent.

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Aufgaben und Tätigkeiten eines Arztes

Ärzte haben ein breites Aufgabenspektrum. Sie untersuchen Patienten, erheben Befunde und diagnostizieren Krankheiten. Außerdem führen sie Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Behandlungen durch, legen Therapiemaßnahmen fest und dokumentieren Diagnosen und Behandlungsverläufe. Mediziner stehen ihren Patienten auch als Berater gegenüber. Sie leisten im ärztlichen Notdienst Soforthilfe und führen lebenserhaltende Maßnahmen durch. Organisation und Verwaltung gehören ebenfalls zum Aufgabenfeld eines Arztes. 

Wie viel verdient ein Arzt?

Auch wenn der Fachärztemangel immer größer wird, ist der Beruf des Arztes einer der angesehensten und bestbezahlten Berufe. Abstufungen gibt es hierbei natürlich, die Bezahlung hängt von der Berufserfahrung, Verantwortung und Tätigkeit ab. Für angestellte Ärzte in kommunalen Kliniken oder Krankenhäusern gelten die jeweiligen Tarifverträge – danach liegen die Gehälter zwischen 3.600 und 4.500 Euro brutto im Monat. Der Verdienst von Chefärzten und Spezialisten kann jedoch weit höher liegen. Der Lohn von angestellten Ärzten in hausärztlichen Praxen orientiert sich in der Regel am Tarifvertrag der angestellten Klinikärzte. Dennoch sind die Gehälter frei verhandelbar und unterscheiden sich nach Art und zeitlichem Umfang der Tätigkeit. Die Verdienstmöglichkeiten können aufgrund verschiedener Faktoren stark variieren – Praxisgröße, betriebswirtschaftliche Führung oder die Form der Niederlassung können für das Einkommen entscheidend sein.

Neugründung oder Übernahme einer Arztpraxis

Wer im Besitz einer Approbation als Arzt ist, kann grundsätzlich eine eigene Praxis gründen, in der Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden. Wenn auch Patienten behandelt werden sollen, die gesetzlich versichert sind, muss er sich um eine Zulassung als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen bewerben. Für diese Bewerbung muss er im Arztregister eingetragen sein und beim Zulassungsausschuss einen schriftlichen Antrag auf Zulassung stellen, welcher dann geprüft wird. Neugründungen von Arztpraxen sind allerdings laut dem Gesundheitsstrukturgesetz ausschließlich in noch nicht zulassungsbeschränkten Gebieten möglich. Dies umfasst Gebiete mit Unterversorgung, welche fast nur noch in den neuen Bundesländern bestehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen. Dies ist in der Regel sicherer, da die Kosten überschaubarer sind und meist bereits eine funktionierende Organisationsstruktur mit einem gut eingespieltem Team und einem festen Patientenstamm vorherrscht.

Klinische Anstellung

Die Anstellung in einer Klinik bringt für einen jungen Mediziner das geringste wirtschaftliche Risiko mit sich. Bei der Anstellung in einer Klinik können Ärzte im Idealfall viel lernen und haben den direkten Kontakt zum Patienten. Jedoch ist die Anstellung in einer Klinik auch durch ein hohes Maß an betrieblicher Hierarchie gekennzeichnet. Der Stationsarzt ist dem Oberarzt und dem Chefarzt unterstellt und muss sich bei einer Anstellung den bestehenden Strukturen und Gestaltungen anpassen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrages sollte der junge Mediziner den Konditionen mit einem kritischen Blick entgegentreten. Ob Urlaubszeiten, Überstunden, Arbeitszeit, Entgelt oder Kündigungsfristen: Mediziner werden momentan händeringend gesucht und haben somit viele Möglichkeiten, einzelne Punkte im Arbeitsvertrag mitzubestimmen und zu verhandeln. Für junge Ärztinnen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Anstellung in einer Klinik ratsam. Kliniken können Mutterschutzzeiten oft besser kompensieren als Arztpraxen.

Medizinische Versorgungszentren (MVZ)

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung, in welcher niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten. MVZ gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ärzte in einem MVZ sind laut Gesetz eigenständig. Es gibt einen Leiter, jedoch keinen Chefarzt. Mediziner, die in einem MVZ angestellt sind, benötigen keine eigene Zulassung.

Praxisgemeinschaft und Gemeinschaftspraxis

Der Eintritt in eine Praxisgemeinschaft oder der Eintritt in eine Gemeinschaftspraxis erfordern allerdings eine Zulassung.

  • In einer Praxisgemeinschaft schließen sich mehrere niedergelassene Ärzte zusammen und teilen sich Miete und Personalkosten. Allerdings sind sie sonst voneinander getrennt und arbeiten auf eigene Rechnung. Hier ist es besonders wichtig, Fragen der gegenseitigen Vertretung im Krankheitsfall, die Sprechstunden- und Kostenverteilung zu klären.
  • Die Gemeinschaftspraxis wird auch als „Königsklasse“ der freien ärztlichen Tätigkeit beschrieben. In diesem Fall haben junge Mediziner die höchsten Verdienstmöglichkeiten und die größten Freiheiten. Es ist jedoch auch so, dass eine Gemeinschaftspraxis ebenfalls ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Auch Mediziner unterschiedlicher Fachdisziplinen können sich in dieser Form zusammenschließen.

Ärztemangel

Bis 2021 werden 51.000 Haus- und Fachärzte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Nachwuchs für eine Niederlassung zu begeistern. Immer weniger junge Mediziner können sich vorstellen, in einer Praxis auf dem Land zu arbeiten. Dabei besteht schon jetzt in einigen Gebieten Ärztemangel.