Ruhr-Universität Bochum: Größte Uniklinik Deutschlands

Das Universitätsklinikum in Bochum wurde um vier Häuser aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) erweitert, wodurch 60 zusätzliche klinische Studienplätze pro Jahr geschaffen werden.

Universitätsklinikum Ruhr-Universität Bochum nach Erweiterung größtes deutsches Uniklinikum

Nach sechs Semestern Studium an der Ruhr-Universität in Bochum beginnen ab dem Wintersemester 2016/17 die ersten 60 Studierenden mit der 4 Semester dauernden klinischen Ausbildung in OWL. Anschließend kann auch das Praktische Jahr vor Ort absolviert werden.

Die Vertragsunterzeichnung fand am 6. Mai 2015 in der Ruhr-Universität in Bochum (RUB) statt. Anwesend waren die Vertreter der Träger des Universitätsklinikums Ruhr-Universität Bochum (UK RUB), die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, der RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler (Foto, 5. von rechts) und Prof. Albrecht Bufe, Dekan der Medizinischen Fakultät (4. v.r.).

NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze erklärte, dass „die Erweiterung des Bochumer Modells nicht nur für die neuen Partner in OWL, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen ein wichtiges, zukunftsweisendes Projekt der praktischen Medizinerausbildung darstellt. Was in den 1970er-Jahren als Übergangsmodell in Bochum begann, hat sich inzwischen zu einem Erfolgsmodell entwickelt."

Zwölf Krankenhäuser ermöglichen ein besonderes Spektrum für die praktische Ausbildung

Die Bochumer Universitätsmedizin habe allen Grund zu feiern, sagte Weiler zur Begrüßung der Kliniken aus OWL. "Unser Klinikum besteht damit aus zwölf Häusern, die unseren Medizinstudierenden ein besonders breites Spektrum der praktischen Ausbildung ermöglichen."

 Zum UK RUB gehören die bisherigen Häuser:

  • Berufsgenossenschaft Universitätsklinikum Bergmannsheil
  • St. Josef-Hospital Bochum
  • Hals-Nasen-Ohren-Klinik am St. Elisabeth-Hospital Bochum
  • LWL-Universitätsklinikum Bochum
  • LWL-Universitätsklinikum Hamm
  • Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
  • Universitätsklinik Marienhospital Herne
  • Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Bad Oeynhausen

und die neu hinzugekommenen Häuser:

  • Johannes Wesling Klinikum Minden
  • Klinikum Herford mit der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Rettungsmedizin, Schmerztherapie, der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Proktologie sowie der Klinik für Urologie
  • Krankenhaus Lübbecke-Rahden mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (Medizinisches Zentrum für Seelische Gesundheit)
  • Auguste-Viktoria-Klinik Bad Oeynhausen mit der Klinik für Allgemeine Orthopädie, Rheumaorthopädie und Endoprothetik

Die Kapazität des UK RUB erhöht sich nun auf insgesamt rund 5.000 Betten. Dies bietet hervorragende Voraussetzungen für die universitäre Forschung. Die neuen Universitätskliniken bringen vielfältige Aktivitäten und Erfahrungen ein, insbesondere in den Bereichen der standortübergreifenden Versorgung und der Telemedizin.

Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum

Die Ausweitung des Klinikums unter dem "Bochumer Modell" nach Ostwestfalen-Lippe bringt einen weiteren wichtigen Aspekt mit sich. Sie soll durch einen sogenannten Klebeeffekt einen wesentlichen Beitrag zur ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum leisten. Ministerin Svenja Schulze erklärt diesen Effekt so: "Ich hoffe, dass sich die Studierenden so wohl fühlen, dass sie nach ihrem Abschluss auch in der Region ärztlich tätig werden".

Foto: Marquard

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