PJ-Blog: Reise, Reise

Nach reichlich Theorie im Studium endlich im PJ in den Alltag eines Arztes eintauchen – ein Traum für jeden Medizinstudenten – oder? Fräulein Licht berichtet regelmäßig auf www.operation-karriere.de von ihren Erfahrungen an der Klinik. Teil 64: "Reise, Reise".

Operation Karriere-Bloggerin Fräulein Licht

Liebes Krankenhaus,

du fragst Dich jetzt bestimmt, welche Assistenzarztstelle ich angenommen habe und wo ich arbeite. Ich merke schon, wie die Spannung langsam steigt…und tadaaaa, imaginärer Trommelwirbel: Kein Arzt, zumindest erstmal nicht. Ich habe in den letzten Wochen mit vielen befreundeten Ärzten gesprochen. Eigentlich wollte ich erfahren, welches nun das beste Fach in der Medizin ist. Und ich war bei Kardiologen, Orthopäden und sogar Kinderärzten. Doch am Ende kristallisierte sich eines ganz deutlich heraus: alle Assistenten, mit denen ich gesprochen habe, sagten, dass ich nicht gleich anfangen soll, zu arbeiten. Denn das tut man als Arzt noch früh genug und vor allem viel zu viel. Und egal, wen ich gefragt habe, sie empfahlen mir alle das Reisen. So viel Zeit, wie jetzt, würde ich nie wieder haben. Und da haben sie Recht. Arbeiten müssen wir schließlich noch früh genug.

Also, auf geht’s, die Welt entdecken. Aber wo soll man da bloß anfangen? Mit mehr als 200 Ländern und sieben Kontinenten (wenn man die Antarktis denn wirklich als Reiseziel dazu zählen möchte) fällt die Wahl schwer. Außerdem sollte es im betreffenden Land auch ein Krankenhaus geben, das mich als medizinischen Mitarbeiter haben möchte. Da zücke ich kurzerhand die Weltkarte und einen Dartpfeil.

Getroffen: pflegen in Japan (eine Zulassung als Arzt im nicht-deutschsprachigen Ausland zu erhalten, ist kompliziert; Pflegekräfte werden für Work&Travel-Sachen aber immer gerne gesehen).

In drei Wochen geht es los. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ein japanisches Krankenhaus funktioniert, geschweige denn aussieht. Aber das wird sich ja bald zeigen.

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