PJ-Blog: High Tech und gutes Essen

Nach reichlich Theorie im Studium endlich im PJ in den Alltag eines Arztes eintauchen – ein Traum für jeden Medizinstudenten – oder? Fräulein Licht berichtet regelmäßig auf www.operation-karriere.de, was sie in der Klinik erlebt. Teil 68: "High Tech und gutes Essen."

Christiane Licht

Liebes Krankenhaus,

Tokio ist unglaublich. Eine Mischung aus Hochhäusern und alten japanischen Tempeln. Das Stadtbild ist eine Mischung aus alt und neu. Eine Stadt der Extreme. Und eine Stadt mit unglaublich gutem Essen. Da ich in Kyoto und Osaka schon sehr lange und viel gearbeitet hatte, konnte ich in Tokio ein wenig entspannen. Ich arbeitete die ersten 15 Tage in einer hochmodernen Superklinik. Sie war in einem Hochhaus untergebracht und hatte alles, was man sich nur vorstellen konnte. Der Schwerpunkt lag hier auf der Chirurgie, weshalb die modernsten Superoperationsroboter eingesetzt wurden. Und ich habe zum ersten Mal eine Gallenblasen-OP gesehen, die komplett mit dem Davinci-Roboter durchgeführt worden ist. Und es war ein sehr merkwürdiges Gefühl für mich. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es wie ein steriles Computerspiel war. Die Geräte piepten, die Ärzte standen aber nicht um den Patienten, sondern um den Roboter herum und betrachteten ihn fast schon liebevoll. (https://www.youtube.com/watch?v=TIjBSlD0Md4)

Neben den merkwürdigen Gefühlen, dass ich in Japan ein bisschen in die Zukunft der Medizin gesehen hatte, gab es glücklicherweise viel Freizeit. Denn in der High-Tech-Klinik durfte ich zwar alles ansehen und fragen, aber ja nichts anfassen. Denn womöglich könnte ich ja etwas kaputt machen, ich bin ja auch noch so jung.

Also stürzte ich mich in das kulinarische Abenteuer Tokio. Es gibt hier in der Stadt einen Fischmarkt mit Frischfisch und dem besten Sushi, dass ich je gegessen habe. Muscheln, Seeigel und Okonomiyaki.

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