Interprofessionelle Ausbildungsstation MIA: Teamwork von Anfang an

Wie funktioniert die Arbeit im interprofessionellen Team am besten? In Mannheim lernen Medizinstudenten das direkt auf der Station – gemeinsam mit Auszubildenden aus den Bereichen Pflege und Physiotherapie.

Die MIA gibt es seit September 2017 sie ist ein Teil einer ganz normalen Station der Inneren Medizin der Uniklinik Mannheim und in ihrer Form einmalig in Deutschland. Hier werden zwölf Patienten mit gastroenterologischen und infektiologischen Erkrankungen versorgt. Das Besondere: Studenten und Auszubildende aus den drei Berufsgruppen, die in die Patientenversorgung eingebunden sind, lernen von Anfang an gemeinsam zukünftige Ärzte, Physiotherapeuten und Pflegekräfte.

Dabei steht die Zusammenarbeit im Interprofessionellen Team im Mittelpunkt: Alle Beteiligten sollen selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten lernen und sich dabei mit den anderen Berufsgruppen abstimmen. Die Auszubildenden versorgen die Patienten weitgehend selbstständig und bekommen dabei nach und nach immer mehr Verantwortung übertragen. Dabei stehen ihnen ständig erfahrene und speziell geschulte Supervisoren zur Seite, die den Arbeitsalltag, die Besprechungen, Visiten, Übergaben und Reflektionen begleiten.

Verpflichtend für alle Studenten der Medizinischen Fakultät Mannheim

Die Ausbildung auf der Interprofessionellen Ausbildungsstation MIA ist ein fester Bestandteil des MaReCuM-Modellstudiengangs - jeder Student der Medizinischen Fakultät Mannheim absolviert hier eine Zeit. Ähnlich sieht es bei den Schülern der Pflegeschule und der Physiotherapieschule der Uniklinik Mannheim aus. Das Konzept wurde nach einem schwedischen Vorbild von der II. Medizinischen Klinik, der Pflegeschule, der Physiotherapieschule und der Pflegedirektion gemeinsam entwickelt.

Ihr wollt einen Blick hinter die Kulissen der MIA werfen? Im YouTube-Video stellt sich die Ausbildungsstation vor.

Quelle: Uni Heidelberg, Medizinische Fakultät Mannheim