Frauen haben größeres Interesse am Medizinstudium

Zum Sommersemester 2019 haben sich etwa doppelt so viele Frauen wie Männer um einen Studienplatz in Humanmedizin beworben. Das geht aus der Antwort der Bundes­regierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.

Frauen bewerben sich etwa doppelt so oft um ein Medizinstudium wie Männer. | andrey_orlov - stock.adobe.com

Die Bundesregierung verweist dabei auf Zahlen von Hochschulstart.de. Demnach gab es zum Sommersemester dieses Jahres 12.513 weibliche und 6.415 männliche Bewerber auf einen Studienplatz für Humanmedizin. Damit kommen bei 1.687 Studienplätzen, die zum Sommersemester 2019 zur Verfügung standen, elf Bewerber auf einen Studienplatz.

Die Zahlen zeigten, dass die geschlechtsspezifische Verteilung von Männern und Frauen im Medizinstudium bereits im Bewerbungsverhalten angelegt sei, schreibt die Bundesre­gie­rung in der Antwort. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass aufgrund eines erhöhten Frauen­an­teils im Medizinstudium existenzielle Versorgungsprobleme zu befürchten seien.

Medizinstudenten

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hat sich gegen eine Männerquote bei der Zulassung zum Studium ausgesprochen.

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Zuständig für die Studienplatzvergabe seien die Bundesländer, die zuletzt einen neuen Staatsvertrag für die Studienplatzvergabe ausgehandelt hatten. Dort sei eine Männer- oder Diversenquote nicht vorgesehen, heißt es.

Die AfD hatte in ihrer Anfrage darauf verwiesen, dass die Patientenbeauftragte der Bun­desregierung, Claudia Schmidtke, eine Männerquote fürs Medizinstudium ins Spiel ge­bracht habe. Sie wollte von der Bundesregierung wissen, wie sie zu einer Männer- und Diversquote steht.

Quelle: Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der AfD-Fraktion

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