Teddy-Klinik Bonn: Schon 17.000 Plüschtiere behandelt

Der Teddy mit dem gebrochenen Bein, der Stoffhase mit Bauchschmerzen: Wenn Kuscheltiere krank werden, hilft ein Besuch im Teddy-Krankenhaus. In Bonn öffnet die Plüschtier-Klinik in der kommenden Woche schon zum 15. Mal die Tore. So wollen Medizinstudenten Kindern die Angst vor dem Krankenhausbesuch nehmen.

Die Bonner Teddy-Klinik gibt es schon seit 2004. Insgesamt wurden hier in den vergangenen Jahren 17.000 Plüschtiere und Puppen verarztet, die Kindergartenkinder zur Behandlung gebracht haben. Auch in diesem Jahr sind wieder 60 Kindergartengruppen angemeldet, aber auch Familien mit Kindern sind willkommen.

Vom 23. bis zum 25. Mai verwandelt sich die Bonner Universitäts-Kinderklinik in ein Teddy-Krankenhaus mit Anmeldung, Wartezone, Behandlungsräumen, OP, Röntgenabteilung, Krankenwagen und einer Apotheke. Organisiert wird das Teddy-Krankenhaus vom Bonner Uniklinikum gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg, den Fachschaften Medizin und Pharmazie und dem Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn.

Spielerisch lernen, was im Krankenhaus passiert

Der Besuch im Teddy-Krankenhaus beginnt bei der Anmeldung: Hier können die Kinder schildern, was ihrem Spielgefährten fehlt. Unter anderem werden Allergien, Erkältungen, gebrochene Knochen und Augenkrankheiten behandelt - aber auch ernstere Beschwerden wie zum Beispiel ein Loch im Herzen können die Plüschtier-Ärzte kurieren. Dazu stehen ihnen Anamnese-Bögen, Untersuchungsmethoden wie Röntgen oder Ultraschall und verschiedene Operations-Techniken zur Verfügung. Medikamente werden von Pharmazie-Studenten in der Apotheke verteilt in Form von Gummibärchen. So können die Kinder die Abläufe in einem Krankenhaus spielerisch kennenlernen, ohne selbst als Patient betroffen zu sein.

„Gerade die kleinen Patienten sind in der Praxis nicht immer einfach. Sie haben Angst und wollen sich teilweise nicht untersuchen lassen. Bei der Teddy-Klinik haben die angehenden Mediziner der Universität Bonn die Möglichkeit, den Umgang mit den kleinen Patienten zu lernen. Auf diese Weise sind sie für den Notfall bestens gerüstet“, erklärt Professor Dr. Johannes Breuer, Leiter der Abteilung Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Bonn.

Teddy-Krankenhäuser deutschlandweit

Die Idee der Teddy-Krankenhäuser stammt ursprünglich aus Schweden das erste deutsche Projekt dieser Art öffnete 2000 in Bochum seine Tore. Inzwischen gibt es Plüschtier-Kliniken in ganz Deutschland und viele haben in den nächsten Wochen Sprechstunde:

Quelle: Universität Bonn
Titelbild: © Matthias Vogt