Stolberger Gymnasiasten lernen in der Uniklinik RWTH Aachen

Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag an einem Klinikum aus? In Aachen können angehende Abiturienten schon vor dem Studium erste Einblicke gewinnen – denn das Berufliche Gymnasium Stolberg arbeitet seit zwei Jahren eng mit der Uniklinik Aachen zusammen.

Von der Theorie in die Praxis: Eine Schülerin bei der Arbeit im Blutlabor. | Uniklinik RWTH Aachen

„Blut und Immunsystem“ – das ist derzeit ein Unterrichtsthema im Leistungskurs Gesundheit des Beruflichen Gymnasiums Stolberg. Doch die 17 Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit der Thematik nicht nur in der Theorie – am vergangenen Dienstag (23. Januar 2018) konnten sie ihr Wissen über die Blutanalyse auch ganz praktisch im Blutlabor der Uniklinik RWTH Aachen vertiefen und ausprobieren.

Gymnasium und Uniklinik arbeiten seit zwei Jahren in einer Bildungskooperation zusammen. So haben die jungen Erwachsenen über die Dauer ihres gesamten Abiturs immer wieder die Gelegenheit, zu Unterrichtseinheiten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an die Uniklinik zu kommen. Für die Uniklinik ist die Kooperation eine gute Möglichkeit, die Schüler auf das Studium vorzubereiten und bei der Berufswahl zu helfen. „Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern einen breiten Einblick in die Uniklinik zu gewähren und sie für Berufe in der Gesundheits- und Pflegebranche zu begeistern“, erklärt Claudia Sack vom Bewerbungsmanagement der Pflegedirektion.

Kooperation motiviert und bietet Orientierung

Bei den Schülern kommt das Programm gut an, verrät Leistungskurslehrerin Miriam Hofbauer: „Der Lernortwechsel führt zu einer hohen Motivation bei den Schülerinnen und Schülern, was vor allem im Hinblick auf das bevorstehende Abitur entscheidend ist. Mit der Erweiterung des Klassenraumes wird die Gegenwartsbedeutung des Gelernten deutlich, die verschiedenen Berufsfelder im medizinischen Bereich werden praxisnah erlebt.“ Und auch Martin Goltsch, Abteilungsleiter am Stolberger Gymnasium, bewertet die Kooperation positiv: „Die Zusatzqualifikation bietet nicht nur berufliche Orientierung, sie erleichtert auch den späteren Einstieg in ein Studium oder eine Ausbildung im medizinischen, gesundheitsfördernden, pharmazeutischen, biotechnologischen, psychologischen oder pflegerischen Bereich, schließlich wird praktische Erfahrung immer gern gesehen.“ 

Quelle: Pressemitteilung der Uniklinik RWTH Aachen (24.1.2018)