PJ-Blog: Meine Marschroute

Nach reichlich Theorie im Studium endlich im PJ in den Alltag eines Arztes eintauchen – ein Traum für jeden Medizinstudenten – oder? Fräulein Licht berichtet regelmäßig auf www.operation-karriere.de von ihren Erfahrungen an der Klinik. Teil 28: "Meine Marschroute".

Operation Karriere-Bloggerin Fräulein Licht

Hier bloggt Fräulein Licht

Liebes Krankenhaus,

heute bin ich mit meiner Kollegin in die Stadtklinik gefahren. Zuerst mussten wir einen Minibus (sogenannte Маршрутка/Marschrutkas) per Handzeichen anhalten. Jeder, der Autofahren kann und einen Minibus hat, kann sich beim russischen Verkehrsamt anmelden, eine eigene Minibusnummer erhalten und einfach losfahren. Dann hält der Minibus auf Zuruf überall, wo man aussteigen möchte. Und das haben wir dann auch gemacht und wurden mit allen anderen 20 Fahrgästen bis direkt vor die Klinik chauffiert.

Und dann ging es auch schon los. Gips anlegen, Röntgenbilder erstellen, ausgekugelte Schultern wieder einrenken, … es gab viel zu tun in der chirurgischen Ambulanz. Und danach hat mich meine Kollegin (weil ich so gut gegipst habe ;)) wieder zu einem traditionellen russischen Essen eingeladen. Diesmal gab es Borschtsch, Bliny und ein Stück Torte (in Russland besteht ein Essen allgemein aus einer Suppe, dem Hauptgericht und einem Nachtisch). Und dann sind wir satt und glücklich wieder mit dem lustigen Minibus zurück gefahren.

Morgen hat mich meine Kollegin dann auch sogleich zu einem echt russischen Konzert in eine Bar eingeladen, mal sehen, ob ich überhaupt auch nur ein Lied kennen werde …

Fräulein Licht (24) studiert Medizin in Münster und hat Ende 2015 ihr Praktisches Jahr an der Klinik begonnen. Alle Blog-Inhalte beruhen auf den Erfahrungen der Bloggerin im PJ und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Namen von eventuell vorkommenden Personen wurden geändert.

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