Medizinstudent der Charité wird „Student des Jahres"

Philipp Humbsch kämpft dafür, dass auch Grund- und Förderschüler eine Erste-Hilfe-Schulung bekommen und ehrenamtliches Engagement kennenlernen. Jetzt wurde er dafür zum „Studenten des Jahres 2018" gekürt.

Philipp Humbsch

Mit der Initiative „Jeder kann ein Held sein" wurde Philipp Humbsch für sein herausragendes Engagement geehrt. | Pépinière e.V.

Mit dem Preis „Student/-in des Jahres" ehren der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) Studierende, die neben dem Studium ein großes und innovatives ehrenamtliches Engagement zeigen. Philipp Humbsch hat im Jahr 2016 die Initiative „Jeder kann ein Held sein" ins Leben gerufen, die seitdem mehr als 3.000 Kindern in ländlichen Gebieten Brandenburgs kostenlose Erste-Hilfe-Kurse ermöglicht hat. Aber „Jeder kann ein Held sein" ist mehr ein Erste-Hilfe-Kurs. Bei den dreitägigen Kursen werden den Grund- und Förderschülern nicht nur lebensrettende Soforthilfemaßnahmen beigebracht. Auch lokale ehrenamtliche Hilfsorganisationen und Freiwillige Feuerwehren präsentieren sich im Rahmen des Workshops und knüpfen Kontakt zum Nachwuchs.

Philipp Humbsch ist zudem Mitbegründer des Vereins „Pépinière e.V.", über deren Mitgliedsbeiträge die Erste-Hilfe-Aktionstage u.a. finanziert werden. Auch am Lehrplan könnte etwas geändert werden, wenn es nach Philipp Humbsch geht. Bislang empfiehlt die Kultusministerkonferenz Unterweisungen in Erster Hilfe ab der siebten Klasse. Philipp Humbsch will die Aktionstage in der Grundschulzeit verankern, deshalb lässt er die Arbeit seiner Initiative wissenschaftlich durch das Institut für Sozialmedizin der Charité evaluieren. „Philipp Humbsch hat die DHV-DSW Jury durch sein vielfältiges, beispielgebendes und herausragendes ehrenamtliches Engagement überzeugt. Er macht nicht nur Helden, sondern ist selbst ein Held, der trotz eines zeitintensiven Studiums viel Herzblut und unzählige Stunden für die Erste-Hilfe-Ausbildung der Schülerinnen und Schüler opfert", heißt es in der Presseerklärung von DHV und DSW. 

Im letzten Jahr erhielt eine Gruppe von Architektur-Studenten der TU Kaiserslautern die Auszeichnung. Sie hatten gemeinsam mit 25 Geflüchteten einen Holz-Pavillon als Gemeinschaftshaus einer Erstaufnahmeeinrichtung entworfen und gebaut. 

Quelle: Deutscher Hochschulverband