Blog zum Medizinstudium: Lernen mit Apps – Prometheus LernKarten

Bewerbung, richtiges Lernen, Physikum und Pflegepraktikum: Andrej Weissenberger gibt Tipps zu allen Themen, die Medizinstudenten bewegen. Selbst an der Universität Bonn eingeschrieben, sorgt er in seinem Blog regelmäßig für Einblicke in seine eigenen Erfahrungen. Teil 14: Lernen mit Apps – Prometheus LernKarten

Andrej Weissenberger

Operation Karriere-Blogger Andrej Weissenberger

Einige von uns sind so begeistert vom Anatomie lernen, dass sie selbst während der Bus- und Bahnfahrten die Finger nicht davon lassen können. Als ehemaliger Pendler kenne ich das Problem all zu gut: Man fährt nach Hause, hat aber keine Möglichkeit Anatomie zu wiederholen. Dabei geht ziemlich viel wertvolle Zeit verloren, wenn das nächste Anatomietestat bereits in einer Woche ansteht.

Es gibt viele sehr gute Lern-Apps für Smartphones und Tablets, die das Lernen erleichtern oder zumindest das Schleppen der schweren Bücher überflüssig machen können. Die Anatomie-App „Prometheus – LernKarten der Anatomie“, die für Apple- und Android-Geräte im jeweiligen Shop verfügbar ist, eignet sich hervorragend als Ersatz der großen Prometheus-Atlanten.

Die App des Georg Thieme-Verlags bietet insgesamt 460 Lernkarten an, die die Themengebiete Rücken, Thorax, Abdomen und Becken, obere und untere Extremität, Muskeln, Kopf und Hals sowie Neuroanatomie abdecken. Dabei können in der kostenfreien Version einige Lernkarten in der Vorschau genutzt werden, allerdings ist der Vollständigkeit halber der kostenpflichtige Erwerb der Lernkarten zu empfehlen. Die Kosten für alle Lernkarten belaufen sich auf ca. 40 Euro.

Die Karten zeigen detaillierte Originalabbildungen aus den Prometheus-Atlanten, die mithilfe kleiner Stecknadeln versehen sind. Man kann sich die Beschriftungen zuerst anschauen und anschließend das eigene Wissen prüfen, indem man die Stecknadeln selbstständig benennen muss. Außerdem besteht die Möglichkeit, Lernkarten nach individuellem Schwierigkeitsgrad farblich zu sortieren.

Ich muss gestehen, dass die App mir das ein oder andere Mal das Schleppen von Büchern erspart hat und beim Lernen eine wichtige Stütze war. Dadurch, dass ich die App (und eine Powerbank) immer bei mir hatte, konnte ich das anatomische Wissen auch dann vertiefen, wenn ich ausnahmsweise nicht am Tisch saß. Und jetzt, nachdem der Präparierkurs bestanden ist, ist es auch spannend die App zu öffnen und zu sehen, was hängen geblieben ist.

Bevor ich hier anfange die App und ihre Bedienung ausführlich zu beschreiben, rate ich einfach dazu sich die App herunterzuladen und sie ausgiebig kostenfrei zu testen. Vielleicht stellt ihr schnell fest, dass sie eine weitere gute Methode ist den Anatomie-Berg zu bewältigen.

Weiterhin viel Erfolg beim Lernen!

Andrej Weissenberger (22) studiert Medizin in Bonn und wohnt in Köln. Derzeit befindet er sich im dritten vorklinischen Semester und bereitet sich auf sein Physikum im kommenden Jahr vor.

In unserer Blogger Zone finden sich unsere Bloggerinnen und Blogger, die regelmäßig auf Operation Karriere von ihren Erfahrungen aus Studium und Praxis berichten.