Augsburger Medizinfakultät: Startschuss gefallen

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat in Augsburg den Startschuss für die neue Medizinfakultät gegeben. Bei der Gründungsfeier in der Universität betonte der CSU-Chef, dass die Stadt durch die Uniklinik künftig in einer anderen Liga spielen werde. Augsburg schaffe einen echten Mehrwert für die Universitätsmedizin in Bayern und Deut­schland.

Studierende

Ab 2019 kann man auch in Augsburg Humanmedizin studieren. | Wavebreakmedia/iStockphoto

„Mit Umweltmedizin und Medizininformatik setzen wir wegweisende Schwer­punk­te und verknüpfen die Stärken der Region mit den Megatrends unserer Zeit“, erklärte Seehofer vor über 650 Gästen, die am Festakt zur Gründung der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg teilnahmen.

Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle sagte, die neue Uni werde „in der Aus­bildung angehender Ärztinnen und Ärzte eine wichtige Rolle spielen“. Der ge­plante Modellstudiengang ziele auf eine frühzeitige und intensive Verzahnung von Theorie und Praxis. „Bayern kann seine Bedeutung als Medizinstandort mit dann sechs sehr leis­tungs­starken medizinischen Fakultäten innerhalb Deutschlands signifikant ausbauen.“

Zwei Schwerpunkte der medizinischen Lehre

„Wir sind der festen Überzeugung, dass wir dazu beitragen werden, Ant­wor­ten auf drängende Fragen zu finden, die den Menschen im Kern seiner Existenz be­treffen“, sagte Uni-Präsidentin Sabine Doering-Manteuffel. „Wir werden uns bei der Entstehung von Krankheiten mit Ursachenforschung befassen, vor allem mit Ursachen, die in unserer natürlichen und künstlichen Umwelt liegen. Der Mensch hat seit dem Aufbruch in das Industriezeitalter Spuren in der Natur hinterlassen, die uns heute krank machen“, sagte sie mit Blick auf die Umweltmedizin.

Beim zweiten Schwerpunkt Medizininformatik gehe es um den intelligen­ten Umgang mit großen und heterogenen Datenmengen, die modelliert, analysiert und in alle Zweige des Gesundheitssystems wieder eingespeist werden müssten. „Wir erhoffen uns nicht mehr und nicht weniger als einen Sprung in das nächste Zeitalter der medizinischen Datenver­arbeitung. Datengestützte Entscheidungen sind ein großes Potenzial. Sie werden in der Medizin mehr bewirken, als uns heute bewusst ist. Darum machen wir das“, so Doering-Manteuffel.

An der neuen Fakultät, deren Gründung Seehofer im Jahr 2009 versprochen hatte, sollen 100 Medizinprofessoren mit rund 1.000 Mitarbeitern etwa 1.500 Medizinstudenten ausbilden – die ersten werden im Winterse­mes­ter 2019/20 erwartet. 

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