Karriereweg Medizinstudium

Sie haben es geschafft! Sie haben einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, auf die sich jährlich tausende Abiturienten bewerben. Jetzt können Sie richtig durchstarten: es warten Pflegepraktikum, Vorklinik, Famulaturen, Physikum, Klinik, Praktisches Jahr und das Staatsexamen auf Sie. Wie Sie die sich Ihnen bietenden Möglichkeiten während des Studiums persönlich am besten nutzen können, erfahren Sie in unseren Artikeln und auf den Operation Karriere Kongressen.


Peter Karle, medizinernachwuchs.de

Peter Karle, Chefredakteur bei medizinernachwuchs.de, gibt im Interview Tipps zur Famulatur im Ausland. Auf den Operation Karriere-Kongressen hält er regelmäßig den Vortrag "Fernweh – Was bringt die Famulatur im Ausland?" und gibt detaillierte Informationen rund um diesen Karriereschritt.

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Famulatur auf dem Land

Noch bis zum 3. Juni können sich Medizinstudierende in Bayern für das Famulatur-Stipendium "Land.in.Sicht" bewerben. Es umfasst eine Unterstützung von 300 Euro für den Famulaturmonat und einen anteiligen Fahrtkostenzuschuss.

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Universitätsklinikum Ruhr-Universität Bochum nach Erweiterung größtes deutsches Uniklinikum

Das Universitätsklinikum in Bochum wurde um vier Häuser aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) erweitert, wodurch 60 zusätzliche klinische Studienplätze pro Jahr geschaffen werden.

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Ärztemangel und Co.: Der Mediziner-Nachwuchs ist in den Medien ein Dauerthema. Empirisch recherchierte Zahlen zu Medizinstudierenden stellte Nina Walter, stellvertretende Geschäftsführerin der Landesärztekammer Hessen, auf dem Operation Karriere-Kongress in Frankfurt vor.

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Studenten sind keine Einzelkämpfer - abgesehen davon, dass man Lerngruppen bilden sollte, können Studierende sich auch politisch engagieren. Tim Vogel von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden e.V. (BMVD) stellte auf dem Operation Karriere-Kongress in Berlin vor, wie das aussehen kann.

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Eine effektive Vorbereitung und ein positives Auftreten - Wer diese beiden Aspekte beherzigt, kann das Examen ohne Sorgen angehen. Das sagt der erfahrene Ausbilder Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie des Universitätsklinikums Köln.

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Zur Bedeutung des Doktortitels gibt es verschiedene Meinungen. Für diejenigen, die ihre Doktorarbeit schreiben wollen, gab Prof. Dr. Lothar Rink, Vorsitzender des Promotionsausschusses und Direktor des Instituts für Immunologie der RWTH Aachen, wertvolle Tipps.

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Gute Vorbereitung ist das A und O bei der Wahl des richtigen Platzes für das Praktische Jahr. Doch was genau bedeutet das? PD Dr. med. Matthias Paul, Chefarzt am Kreiskrankenhaus Gummersbach, berichtete beim Operation Karriere-Kongress in Köln aus seinem Erfahrungsschatz.

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Wer sich für ein Medizinstudium entscheidet, sollte genug Zeit für das Lernen des Stoffs einplanen. Doch lernen ist nicht gleich lernen. Welche Aspekte man beachten muss, um systematisch und effektiv zu pauken, erklärte Hartmannbund-Univertreter Moritz Völker bei Operation Karriere in Köln.

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Aufnahmebedingungen des Studiums der Medizin

Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer in Deutschland. Jahr für Jahr gibt es etliche Bewerber, aber nur begrenzte Studienplätze. Um Humanmedizin studieren zu können, benötigen angehende Ärzte die Allgemeine Hochschulreife. In einigen Bundesländern kann jedoch auch mit der fachgebundenen Hochschulreife ein Medizinstudium angetreten werden. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Abiturnote ist hier entscheidend - der Studienplatz wird nach Numerus Clausus (NC) vergeben. Der NC ergibt sich aus dem Verhältnis der Studienplätze und der Anzahl der Bewerber. Die Aufnahmebedingungen verändern sich somit jedes Semester. In der Regel bewegt sich der NC-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3 – es gibt allerdings auch Ausnahmen. Derzeit wird Humanmedizin an 35 staatlichen Universitäten und einer privaten Hochschule in Deutschland angeboten.

Studienplatzvergabe - Medizinstudium

Die Vergabe der Plätze wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) durchgeführt und erfolgt über das Portal Hochschulstart.de. Die Platzvergabe läuft folgendermaßen ab: 20 Prozent der Studienplätze gehen jeweils an Bewerber mit dem besten NC und an Bewerber mit der längsten Wartezeit. Nach 13 Wartesemestern erhalten Bewerber einen Platz an der Universität. In der Wartezeit darf allerdings keinem anderen Studium nachgegangen werden – einer Ausbildung oder einer Berufstätigkeit steht allerdings nichts im Wege. Die restlichen 60 Prozent der Plätze werden in einem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben – Abiturdurchschnitt, Noten in einzelnen Fächern und Berufserfahrung werden dabei beispielsweise berücksichtigt. Zum Teil werden auch Auswahlgespräche geführt oder der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) durchgeführt. 

Gliederung des Medizinstudiums

Das Medizinstudium hat eine Gesamtdauer von 12 Semestern und drei Monaten und ist in drei Abschnitte gegliedert. 

Teil I: Vorklinik

Der erste Teil nennt sich Vorklinik. Dieser dauert vier Semester an und beinhaltet ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in den Semesterferien oder vor Studienbeginn. Im diesem Teil findet außerdem der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung („Physikum“) statt. 

Teil II: Klinik

Der zweite Teil nennt sich Klinik. Dieser Abschnitt hat eine Dauer von sechs Semestern und beinhaltet die viermonatige Famulatur in den Semesterferien. Von diesen vier Monaten müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht werden. Einen Monat davon müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung verbringen. Seit den Staatsexamensprüfungen 2015 können Sie ebenfalls in einer Hausarztpraxis absolviert werden. Die Famulatur ist zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abzuleisten. Es lohnt sich, sich über Stipendien und Fördermöglichkeiten zu informieren. 

Teil III: Praktische Jahr

Der dritte Abschnitt ist das Praktische Jahr. In diesem Teil müssen die Studenten je vier Monate im Krankenhaus im Bereich Innere Medizin, Chirurgie sowie einem Wahlfach verbringen. Im Praktischen Jahr erfolgt außerdem der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Mit Bestehen beider Prüfungen ist die Approbation zum Arzt möglich. 

Neuerungen im Medizinstudium

Ab 2020 sollen neue Auswahlkriterien für eine Zu- oder Absage eines Bewerbers für ein Medizinstudium entscheiden. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ neue Auswahlverfahren. Nicht nur die Abiturnote soll in Zukunft zählen – auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und Berufserfahrung sollen als Aufnahmekriterium gelten. Bundesweit sollen dafür einheitliche Kriterien festgelegt werden. Nach langjährigen Forderungen seitens der Medizinstudenten hat sich politisch in den letzten Jahren einiges getan: Das Hammerexamen wurde abgeschafft und auch die erhöhte Mobilität sowie eine bessere Vergütung während des Praktischen Jahres wurde durchgesetzt.