Karriereweg Medizinstudium

Sie haben es geschafft! Sie haben einen der begehrten Medizin-Studienplätze erhalten, auf die sich jährlich tausende Abiturienten bewerben. Jetzt können Sie richtig durchstarten: es warten Pflegepraktikum, Vorklinik, Famulaturen, Physikum, Klinik, Praktisches Jahr und das Staatsexamen auf Sie. Wie Sie die sich Ihnen bietenden Möglichkeiten während des Studiums persönlich am besten nutzen können, erfahren Sie in unseren Artikeln und auf den Operation Karriere Kongressen.


In Frankreich soll es künftig ein Medizinstudium ohne Numerus Clausus geben. Das hat die Nationalversammlung in Paris jetzt entschieden. Der Senat muss allerdings noch zustimmen.

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Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hat mit einer neuen Stellungnahme Position gegen eine Öko­nomi­sierung der Medizin bezogen.

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Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Medizinische Fakultätentag (MFT) plädieren dafür, die Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen im Medizinstudium stärker zu verankern.

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Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) kann sich freuen: Insgesamt 108.760 Unterstützer haben in den vergangenen drei Monaten die Petition für ein faires PJ unterschrieben.

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Bewerbung, richtiges Lernen, Physikum und Pflegepraktikum: Andrej Weissenberger gibt Tipps zu allen Themen, die Medizinstudenten bewegen. Selbst an der Universität Bonn eingeschrieben, sorgt er in seinem Blog regelmäßig für Einblicke in seine eigenen Erfahrungen. Teil 26: Wenn der Berg ruft!

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Arzt werden auch ohne Top-Abi – das soll die neue Landarztgesetz in Nordrhein-Westfalen ermöglichen, das im vergangenen Jahr beschlossen wurde. Jetzt ist klar: Ab Ende März können sich Interessierte bewerben.

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Famulatur

Die Famulatur ist ein durch die Approbationsordnung vorgeschriebenes Praktikum für Medizinstudenten. Es beinhaltet vier Abschnitte und dauert vier Monate. Was viele nicht wissen: Es gibt auch eine Förderung für die Famulatur von den Bundesländern.

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Schmetterlinge im Bauch, der erste Kuss – und dann? Wenn Jugendliche die Liebe und ihre Sexualität entdecken, haben sie viele Fragen. Antwort gibt entweder das „Dr. Sommer“-Team in der BRAVO – oder die Medizinstudierenden aus dem bvmd-Projekt „Mit Sicherheit Verliebt“. Was die Jugendlichen wissen wollen und...

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Wie war dein erster Arbeitstag im OP?, haben wir Nachwuchsmediziner auf dem Operation Karriere Kongress in Berlin gefragt. So haben sie geantwortet.

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Wer an der Charité Berlin Humanmedizin studiert, arbeitet von Beginn an praktisch mit Patienten, sagt Univ.-Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, und zählt weitere Aspekte des Curriculums auf.

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Natalja Ostankov ist 28, zweifache Mutter und studiert Medizin in München. Kann man das alles unter einen Hut bringen? Sie sagt "ja" und schildert in diesem Blog, wie der Alltag zwischen Kindern und Klinik aussieht. Teil 15: Kinder, Winter, Weihnachten.

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Der kleine Patient wirkt verstört und hat auffällige blaue Flecken: Mit Symptomen, die auf Kindesmisshandlung hinweisen, werden nicht nur Kinderärzte konfrontiert. Wie reagiert man als Arzt, wenn so ein schwerwiegender Verdacht im Raum steht? Darüber klärt die bvmd-Initiative „Viola“ auf. Im Interview erklärt...

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Kann Bremen bald selbst Mediziner ausbilden? In einer Studie soll geprüft werden, ob der klinische Teil des Studiums im kleinsten deutschen Bundesland möglich ist. Das haben Wissenschaftsausschuss und Gesundheits­deputation in der vergangenen Woche empfohlen.

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Nach reichlich Theorie im Studium endlich in den Alltag eines Arztes eintauchen – ein Traum für jeden Medizinstudenten – oder? Christiane Licht berichtet hier regelmäßig von ihren Erfahrungen als Ärztin im In- und Ausland. Teil 74: Mein Fazit.

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Schon vor seinem Medizinstudium hat Dr. Robert Wunderlich gemeinsam mit einer Freundin den Verein „Schenke eine Ziege“ gegründet, der Kleinbauern in Uganda unterstützt. Inzwischen blickt das Projekt auf 13 erfolgreiche Jahre zurück. Im Interview zieht Wunderlich Bilanz und gibt Tipps für alle, die selbst ein...

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An der Hochschule Flensburg werden zwar keine Mediziner ausgebildet – die Informatiker aus dem hohen Norden entwickeln aber spannende eLearning-Tools, die das Medizinstudium leichter machen. Eine Kooperation mit der Uniklinik Göttingen hat jetzt einen internationalen Preis bekommen.

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Ob Endspurt-Skript, Lern-App oder das gemeinsame Lernen - es gibt viele Möglichkeiten sich auf das Physikum vorzubereiten. Hier geben Medizinstudenten hilfreiche Tipps.

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"Das PJ steckt in der Krise", heißt es in einer Petition der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, findet am 16. Januar ein bundesweiter Aktionstag an 36 Fakultäten statt. Was es damit auf sich hat, erklärt Projektleiter Eric Twomey im...

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Hier spricht Univ.-Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Vize-Prodekanin Studium und Lehre an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, über den Progress Test, mit dem Medizinstudenten ihren Wissenszuwachs beobachten können.

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Nach reichlich Theorie im Studium endlich in den Alltag eines Arztes eintauchen – ein Traum für jeden Medizinstudenten – oder? Christiane Licht berichtet hier regelmäßig von ihren Erfahrungen als Ärztin im In- und Ausland. Teil 73: Wir schreiten zum Äußersten!

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Aufnahmebedingungen des Studiums der Medizin

Medizin ist eines der beliebtesten Studienfächer in Deutschland. Jahr für Jahr gibt es etliche Bewerber, aber nur begrenzte Studienplätze. Um Humanmedizin studieren zu können, benötigen angehende Ärzte die Allgemeine Hochschulreife. In einigen Bundesländern kann jedoch auch mit der fachgebundenen Hochschulreife ein Medizinstudium angetreten werden. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Abiturnote ist hier entscheidend - der Studienplatz wird nach Numerus Clausus (NC) vergeben. Der NC ergibt sich aus dem Verhältnis der Studienplätze und der Anzahl der Bewerber. Die Aufnahmebedingungen verändern sich somit jedes Semester. In der Regel bewegt sich der NC-Schnitt zwischen 1,0 und 1,3 – es gibt allerdings auch Ausnahmen. Derzeit wird Humanmedizin an 35 staatlichen Universitäten und einer privaten Hochschule in Deutschland angeboten.

Studienplatzvergabe - Medizinstudium

Die Vergabe der Plätze wird von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) durchgeführt und erfolgt über das Portal Hochschulstart.de. Die Platzvergabe läuft folgendermaßen ab: 20 Prozent der Studienplätze gehen jeweils an Bewerber mit dem besten NC und an Bewerber mit der längsten Wartezeit. Nach 13 Wartesemestern erhalten Bewerber einen Platz an der Universität. In der Wartezeit darf allerdings keinem anderen Studium nachgegangen werden – einer Ausbildung oder einer Berufstätigkeit steht allerdings nichts im Wege. Die restlichen 60 Prozent der Plätze werden in einem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben – Abiturdurchschnitt, Noten in einzelnen Fächern und Berufserfahrung werden dabei beispielsweise berücksichtigt. Zum Teil werden auch Auswahlgespräche geführt oder der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) durchgeführt. 

Gliederung des Medizinstudiums

Das Medizinstudium hat eine Gesamtdauer von 12 Semestern und drei Monaten und ist in drei Abschnitte gegliedert. 

Teil I: Vorklinik

Der erste Teil nennt sich Vorklinik. Dieser dauert vier Semester an und beinhaltet ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in den Semesterferien oder vor Studienbeginn. Im diesem Teil findet außerdem der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung („Physikum“) statt. 

Teil II: Klinik

Der zweite Teil nennt sich Klinik. Dieser Abschnitt hat eine Dauer von sechs Semestern und beinhaltet die viermonatige Famulatur in den Semesterferien. Von diesen vier Monaten müssen zwei Monate in Form einer praktischen Tätigkeit in einem Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung verbracht werden. Einen Monat davon müssen die Studierenden in einer Arztpraxis oder ambulanten Einrichtung verbringen. Seit den Staatsexamensprüfungen 2015 können Sie ebenfalls in einer Hausarztpraxis absolviert werden. Die Famulatur ist zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung abzuleisten. Es lohnt sich, sich über Stipendien und Fördermöglichkeiten zu informieren. 

Teil III: Praktische Jahr

Der dritte Abschnitt ist das Praktische Jahr. In diesem Teil müssen die Studenten je vier Monate im Krankenhaus im Bereich Innere Medizin, Chirurgie sowie einem Wahlfach verbringen. Im Praktischen Jahr erfolgt außerdem der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Mit Bestehen beider Prüfungen ist die Approbation zum Arzt möglich. 

Neuerungen im Medizinstudium

Ab 2020 sollen neue Auswahlkriterien für eine Zu- oder Absage eines Bewerbers für ein Medizinstudium entscheiden. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ neue Auswahlverfahren. Nicht nur die Abiturnote soll in Zukunft zählen – auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und Berufserfahrung sollen als Aufnahmekriterium gelten. Bundesweit sollen dafür einheitliche Kriterien festgelegt werden. Nach langjährigen Forderungen seitens der Medizinstudenten hat sich politisch in den letzten Jahren einiges getan: Das Hammerexamen wurde abgeschafft und auch die erhöhte Mobilität sowie eine bessere Vergütung während des Praktischen Jahres wurde durchgesetzt.